www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...len/25490610.html
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Berlin Die Bundesregierung verknüpft mit ihrer „Nationalen Wasserstoffstrategie“ ehrgeizige Ziele: Deutschland habe die Chance, „im internationalen Wettbewerb eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung und dem Export von Wasserstoff-Technologien einzunehmen“, heißt es in der 21 Seiten umfassenden Strategie, die dem Handelsblatt vorliegt. Das Papier stammt aus dem Bundeswirtschaftsministerium und ist am Mittwochabend in die Ressortabstimmung gegangen.
Kernstück ist ein Katalog von 31 Maßnahmen, der unter anderem die Bereiche Erzeugung, Industrie, Infrastruktur, Verkehr, Wärme und Forschung umfasst. So soll etwa die Produktion von Wasserstoff mittels Strom aus erneuerbaren Quellen erleichtert werden. Durch eine „faire Ausgestaltung der staatlich induzierten Preisbestandteile“ werde die Erzeugung von CO2-freiem Wasserstoff gestärkt, heißt es in dem Papier.
Damit adressiert die Strategie eines der großen Probleme bei der Herstellung klimaneutralen Wasserstoffs: Der Strom, der für die Wasserstoff-Elektrolyse benötigt wird, ist zu teuer. Unternehmen, die entsprechende Anlagen betreiben oder planen, fordern daher seit Langem, den eingesetzten Strom von der EEG-Umlage oder den Netzentgelten zu befreien.
„Vielversprechende Ansätze, bei denen eine signifikante Netzentlastung zu angemessenen Preisen gewährleistet ist und die Wettbewerbsfähigkeit im Wasserstoffmarkt gewahrt bleibt, wollen wir im Rahmen von ein bis zwei Modellprojekten testen. Der Änderungsbedarf des regulatorischen Rahmens zur Schaffung der dafür notwendigen Voraussetzungen wird geprüft“, heißt es in dem Papier weiter.