FRANKFURT (dpa-AFX) - Von der Änderung der Abschreibungsregeln für den
"Goodwill" werden einige Unternehmen am Neuen Markt profitieren können. Die
Ergebnisse steigen, obwohl sich am operativen Geschäft der Unternehmen nichts
ändert. Zu diesem Ergebnis kommen die Analysten der Berenberg Bank in einer
Themenstudie über die Änderung der Abschreibungsregeln ab dem Jahr 2002.
Goodwill entsteht, wenn der Käufer mehr bezahlt als das in der Bilanz
ausgewiesene Kapital der Gesellschaft. Damit honoriert er in der Regel
immaterielle Werte wie beispielsweise ein funktionierendes Management oder schon
erreichte Marktanteile.
Bisher wurde der Goodwill über einen mehr oder weniger festen Zeitraum
abgeschrieben. Dieses Verfahren wird jetzt durch Sonderabschreibungen ersetzt,
die erst dann greifen, wenn sich der Werrt der Beteiligung tatsächlich
verringert hat. Von den neuen Regeln profitieren insbesondere Unternehmen die
nach US-GAAP bilanzieren. Deren Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesser
t sich nach dem Inkrafttreten der Änderung im kommenden Jahr.
So berechnen die Analysten für den NEMAX-50-Wert ACG AG jetzt ein
EBIT von 43 Mio. Euro für das kommende Geschäftsjahr. Bisher waren sie von einem
EBIT in Höhe von 30 Mio. DM ausgegangen. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) klettert
durch die nun fehlenden Abschreibungen von 0,96 Euro auf 1,82 Euro.
Dabei hat sich am operativen Geschäft nichts verändert. Dies wird am EBITDA
gemessen, dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
Zu den Gewinnern der Bilanzreform in den USA gehören auch Biodata
und Brokat . Biodata kann sein geschätztes Ergebnis pro Aktie von 0,74
Euro auf 1,22 Euro verbessern. Brokat verringert seinen bisher geplanten Verlust
je Anteilsschein von 5,74 Euro auf 1,86 Euro. Auch der akquisitionsfreudige
Logistikdienstleister Thiel wird profitieren. Das Ergebnis pro Aktie
klettert von einem Euro auf 1,08 Euro.
"Daraus läßt sich aber nicht ableiten, ob die Unternehmen preiswert oder
teuer eingekauft haben", sagte Oliver Wojahn, Mitverfasser der Studie. Die teils
erheblichen Veränderungen hätten zudem nichts mit dem operativen Geschäft des
Unternehmens zu tun, bekräftigte er./ts/ep
"Goodwill" werden einige Unternehmen am Neuen Markt profitieren können. Die
Ergebnisse steigen, obwohl sich am operativen Geschäft der Unternehmen nichts
ändert. Zu diesem Ergebnis kommen die Analysten der Berenberg Bank in einer
Themenstudie über die Änderung der Abschreibungsregeln ab dem Jahr 2002.
Goodwill entsteht, wenn der Käufer mehr bezahlt als das in der Bilanz
ausgewiesene Kapital der Gesellschaft. Damit honoriert er in der Regel
immaterielle Werte wie beispielsweise ein funktionierendes Management oder schon
erreichte Marktanteile.
Bisher wurde der Goodwill über einen mehr oder weniger festen Zeitraum
abgeschrieben. Dieses Verfahren wird jetzt durch Sonderabschreibungen ersetzt,
die erst dann greifen, wenn sich der Werrt der Beteiligung tatsächlich
verringert hat. Von den neuen Regeln profitieren insbesondere Unternehmen die
nach US-GAAP bilanzieren. Deren Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesser
t sich nach dem Inkrafttreten der Änderung im kommenden Jahr.
So berechnen die Analysten für den NEMAX-50-Wert ACG AG jetzt ein
EBIT von 43 Mio. Euro für das kommende Geschäftsjahr. Bisher waren sie von einem
EBIT in Höhe von 30 Mio. DM ausgegangen. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) klettert
durch die nun fehlenden Abschreibungen von 0,96 Euro auf 1,82 Euro.
Dabei hat sich am operativen Geschäft nichts verändert. Dies wird am EBITDA
gemessen, dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
Zu den Gewinnern der Bilanzreform in den USA gehören auch Biodata
und Brokat . Biodata kann sein geschätztes Ergebnis pro Aktie von 0,74
Euro auf 1,22 Euro verbessern. Brokat verringert seinen bisher geplanten Verlust
je Anteilsschein von 5,74 Euro auf 1,86 Euro. Auch der akquisitionsfreudige
Logistikdienstleister Thiel wird profitieren. Das Ergebnis pro Aktie
klettert von einem Euro auf 1,08 Euro.
"Daraus läßt sich aber nicht ableiten, ob die Unternehmen preiswert oder
teuer eingekauft haben", sagte Oliver Wojahn, Mitverfasser der Studie. Die teils
erheblichen Veränderungen hätten zudem nichts mit dem operativen Geschäft des
Unternehmens zu tun, bekräftigte er./ts/ep