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Adobe: Jeder nutzt es - Wer profitiert davon?

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Passende Knock-Outs auf Tesla Inc

Strategie Hebel
Steigender Tesla Inc-Kurs 5,00 10,01 14,97
Fallender Tesla Inc-Kurs 4,97 10,09 14,72
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH0BDY7 , DE000VY9X8D1 , DE000VY8XVG2 , DE000VY1TGV5 , DE000VY55DV5 , DE000VY9DGS8 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Adobe Inc 197,72 € +0,90% Perf. seit Threadbeginn:   +196,06%
 
proxima:

Adobe: Jeder nutzt es - Wer profitiert davon?

7
13.02.15 21:18
Ich kann´s ja kaum glauben!

Seit drei Jahen geht´s hier aufwärts und fast keine Wortmeldungen.

Vielleicht muss mal was Neues her?

Also, darum der doppeldeutige Titel:
Ich glaube, es gibt Niemanden unter euch, der Adobe nicht nutzt.

Wenn also schon kein Weg dran vorbeiführt, warum nicht auch finanziell davon profitieren?

Nach einer jahrelangen Schwächephase habe ich auch zu lange an der Seitenlinie gestanden, habe mittlerweile aber auch ein ansehnliches Plus.

Wer profitiert also noch von Adobe?
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Konstruckt:

Die nackte Rendite-Wahrheit und die Risiken

 
02.07.26 12:02
Um die Diskussion auf ein solides, mathematisches Fundament zu stellen, lohnt sich ein Blick auf die konkreten Renditezahlen pro Aktie. Bezogen auf meinen antizyklischen Einstiegskurs von ca. 180,40 EUR (umgerechnet rund 194 USD) ergibt sich bei einer 50%igen Ausschüttung des wahren Free Cash Flows (9.830 Mio. USD) folgendes Bild:

Heute (TTM / Jahr 0): Adobe könnte ab sofort eine Dividende von 11,87 USD pro Aktie ausschütten.

Das entspricht einer Einstiegs-Dividendenrendite (Yield on Cost) von 6,12 % – basierend auf dem bereits existierenden Cashflow, völlig ohne zukünftiges Wachstum.Jahr 1 (nach 3 % Mindestwachstum):

Die Dividende steigt auf 12,23 USD (6,30 % Rendite).Jahr 10 (nach 10 Jahren mit 3 % p.a.): Die jährliche Ausschüttung klettert auf 15,96 USD pro Aktie.
Das bedeutet eine persönliche Dividendenrendite von 8,22 % pro Jahr.Eine solche Renditebasis für ein etabliertes Software-Unternehmen würde automatisch ein starkes Sicherheitsnetz (Yield Floor) in den Kurs einziehen, da Value- und Dividendenfonds dieses Renditeniveau historisch stark nachfragen.

Das gängige Argument für die reine Aktienrückkauf-Politik (ARK) hält einer historischen Überprüfung oft nicht stand.
Adobe illustriert hier ein klassisches Problem der Corporate Governance: Das Management hat in den vergangenen Jahren erhebliche Milliardenbeträge für Rückkäufe zu Höchstkursen verpulvert, als die Aktie deutlich über 500, 600 oder 700 Dollar notierte.

Das ist ökonomisch ineffiziente Kapitalallokation. Die Finanzgeschichte zeigt, dass ein Großteil der börsennotierten Unternehmen eigene Aktien antizyklisch kaufen sollte, es prozyklisch in Boomphasen aber zu teuer tut, um den Gewinn pro Aktie (EPS) optisch zu glätten und die Verwässerung durch die SBC auszugleichen.
Ein strategisch aufgebautes Liquiditätspolster ist für Technologiekonzerne in Umbruchphasen jedoch überlebenswichtig. Wenn Adobe die von mir vorgeschlagene Strategie konsequent umsetzt, liegen nach 10 Jahren 73,5 Milliarden Dollar bar in hochverzinsten T-Bills.
Das entspricht fast der gesamten heutigen Marktkapitalisierung von rund 85 Milliarden Dollar.
Dieses Polster sichert das Unternehmen strukturell ab. Sollte sich der Wettbewerb durch generative KI-Modelle oder Open-Source-Workflows (wie ComfyUI) in den kommenden Jahren verschärfen, besitzt Adobe mit 73 Milliarden Dollar die finanzielle Flexibilität, um Preiskämpfe auszusitzen, massiv in eigene Forschung zu investieren oder disruptive Konkurrenten strategisch aufzukaufen.
Wird der Cashflow stattdessen fortlaufend für kurzfristige Stützungskäufe aufgewendet, schwindet die innere Substanz (der Tangible Book Value ist bereits negativ).
Ein Unternehmen steht dann in einer echten Krise ohne operatives Sicherheitsnetz da.
Ich habe die Aktie bei ca. 194 USD gekauft, weil das operative Kerngeschäft so profitabel ist, dass es diese strategischen Fehlentscheidungen der Vergangenheit ökonomisch tragen konnte.
Das jüngste Say-on-Pay-Votum und die personellen Wechsel im Vorstand signalisieren jedoch, dass der Druck der Großinvestoren zunimmt. Ein neues Management hat ab Herbst die historische Chance, durch kaufmännische Disziplin und eine ausgewogene Kapitalallokation den wahren Wert dieser Cash-Maschine für die Aktionäre freizulegen.
Antworten
Aktienhuepfer:

Als Aktionär....

 
02.07.26 12:48
kannst du einfach die Aktienrückkäufe durch kleine Verkäufe in einen Cashflow identisch zur Dividende umwandeln.... bei 3% Aktienrückkauf bei zu hohem Kurs durch das Unternehmen einfach 3% der Aktien verkaufen, wenn dir die Aktienrückkaufstrategie nicht gefällt und du lieber das Geld in Bar willst (Dividendenähnlich).... die 97% der Aktien die dir im Depot übrig bleiben bilden danach immernoch exakt den gleichen Unternehmensanteil ab den du vorher hattest ..... 97 Aktien von 97.000.000 Aktien sind genausoviel wie 100 Aktien von 100.000.000Aktien...

Am Ende ist das steuerlich sogar attraktiver, da du die 3% verkauften Aktien nicht vollständig versteuern musst sondern nur den Gewinnanteil von diesen 3% Aktien (Stichwort Steuerstundung)...

Im Nachhinein darauf zu schimpfen, dass das Management zu einem zu hohen Kurs die Aktien zurückgekauft hat, ist ein schlichtes wegschieben der Eigenverantwortung der Aktionäre auf jemand anderen. Da ganz offensichtlich der Aktionär die Eigenverantwortung hat das Geld was vom Management an die Aktionäre ausgeschüttet wird entgegen zu nehmen und zu verwalten. Wenn die Aktionäre durch nichts tuen entscheiden, dass die Reinvestition des ausgeschütteten Geldes die beste Entscheidung für Sie selbst ist, brauchen die Aktionäre sich anschließend nicht beschweren, dass das Geld bei einem zu hohen Kurs reinvestiert wurde.

Überspitzt könnte man sagen eine Dividendenausschüttung ist immer ein Zeichen für ein unfähiges Management, da die steueroptimierte Ausschüttungsvariante in den aller meisten Fällen die Ausschüttungsform über Aktienrückkäufe ist.

Umgekehrt ist ein Aktionär, der die entsprechenden Cashflows die er von der Firma bekommt nicht eigenverantwortlich entgegennimmt und Verantwortungsvoll verwaltet einfach unwissend oder faul.
Das Wort faul soll nicht beleidigend sein, da die Leute die meine obige Aussage bereits kennen und trotzdem die Verwaltung des Aktienrückkaufcashflows ignorieren in der Regel selbst wissen, dass Sie dieses aus Faulheit tuen. Das Wort Unwissenheit ist ebenfalls nicht beleidigend gemeint, da wir ja alle wissen wie schlecht das Versorgungsangebot mit Finanzbildung/-wissen weltweit ist.....
Antworten
Konstruckt:

Re: Die Illusion der selbstgemachten Dividende

 
02.07.26 12:53
Dein Beitrag beschreibt die klassische, theoretische Wall-Street-Lehre aus dem Lehrbuch. Mathematisch klingt das im sterilen Raum wunderbar: „Verkauf doch einfach 3 %, dann hast du deinen Cashflow.“

Das Problem an dieser Argumentation ist jedoch, dass sie die fundamentale Realität des Value-Investings komplett ignoriert und den Unterschied zwischen einem „Buchgewinn“ und echtem „Kapitalerhalt“ verwischt.
Hier ist die unbarmherzige Realität, warum diese Logik in der Praxis gefährlicher Blödsinn ist und warum ich als Value-Investor hier definitiv nicht weichen werde:
1. Das „Selbstgemachte Dividenden“-Märchen im BärenmarktDer Vorschlag, im Tief einfach 3 % der Aktien zu verkaufen, um eine Dividende zu simulieren, ist bei einem um 71 % eingebrochenen Kurs der reinste Renditekiller.
Wenn das Unternehmen bei Höchstkursen (sagen wir bei 600 USD) massiv Aktien zurückkauft, vernichtet es Kapital. Wenn ich dann gezwungen bin, im tiefsten Keller bei ~205 USD meine Anteile zu verkaufen, um meinen Cashflow zu generieren, betreibe ich Substanzvernichtung im eigenen Depot.
Eine Dividende wird aus dem laufenden operativen Cashflow der Firma gezahlt – meine Anzahl an Aktien bleibt dabei unangetastet. Wenn ich stattdessen Anteile verkaufen muss, während der Markt in Panik ist, kann ich von einer späteren Kurserholung nie wieder im vollen Umfang profitieren, weil meine absolute Stückzahl unwiderruflich geschrumpft ist.2. Fatale Beispiele aus der Geschichte:
Wenn Rückkäufe Firmen ruinierenDie Behauptung, Dividenden seien ein Zeichen für ein „unfähiges Management“ und Aktienrückkäufe (ARK) immer die „steueroptimierte Vorzugsvariante“, wird durch die Wirtschaftsgeschichte spektakulär widerlegt:

General Electric (GE): Unter Jeff Immelt verpulverte GE zwischen 2011 und 2016 über 45 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe zu Höchstkursen (oft über 30 USD). Das Management wollte das EPS optisch schönen und die SBC-Verwässerung kaschieren. Als die Krise einschlug, hatte GE keinen Speck mehr auf den Rippen, die Aktie stürzte in den einstelligen Bereich, der Konzern musste zerschlagen und die Rückkäufe als historische Fehlallokation abgeschrieben werden.
Das Geld war für immer weg.Die US-Airlines (2020): In den zehn Jahren vor der Corona-Krise steckten die großen US-Fluggesellschaften (wie American, Delta und United) 96 % ihres freien Cashflows in Aktienrückkäufe, um den Kurs kurzfristig zu pushen und Manager-Boni zu maximieren. Als die Krise kam, waren die Kassen leer.
Sie hatten kein Polster mehr für schlechte Zeiten und mussten im Frühjahr 2020 mit Milliarden an Steuergeldern vom Staat gerettet werden.Diese Beispiele zeigen: Rückkäufe sind eben keine Reinvestition in die Zukunft des Unternehmens.
Es ist oft reine Kurskosmetik, die in guten Zeiten den Cash-Bestand plündert, sodass in der Krise kein Geld für Innovationen, Übernahmen oder das reine Überleben da ist.
3. Warum die Kapitalallokation bei Adobe fundamental falsch liegt
Bei Adobe stehen wir vor genau diesem Problem.
Der Tangible Book Value (der harte, materielle Buchwert) ist mittlerweile negativ. Das Management hat in den letzten Jahren Milliarden bei Höchstkursen verbrannt. Gleichzeitig frisst die Stock-Based Compensation (SBC) unfassbare 28 % des Nettogewinns auf. Das bedeutet:
Ein riesiger Teil der Rückkäufe dient überhaupt nicht dem Einzug von Aktien zur Wertsteigerung für uns, sondern ist eine reine Waschanlage, um die Verwässerung durch die eigenen Manager-Boni am offenen Markt teuer wegzubügeln.Die Buffett-RealitätWarren Buffett wird hier gerne völlig falsch interpretiert. Buffett liebt Aktienrückkäufe – aber NUR unter einer Bedingung, die er in jedem Aktionärsbrief predigt: Wenn die Aktie unter ihrem inneren Wert notiert.
Rückkäufe zu Höchstkursen nennt Buffett ein Verbrechen am Aktionär. Wenn das Management das nicht versteht, fehlt ihm schlicht der kaufmännische Hausfrauenverstand.Wenn Adobe stattdessen die SBC halbiert, die eine Hälfte des wahren FCF als Dividende ausschüttet (was beim aktuellen Kurs eine Einstiegsrendite von über 6 % bedeuten würde) und die andere Hälfte zu 4 % risikofrei in T-Bills packt, hätten wir in 10 Jahren über 73 Milliarden Dollar pures Cash auf dem Konto – fast die gesamte heutige Marktkapitalisierung der Firma!
Das ist eine unbezwingbare Value-Festung, die jede KI-Krise spielend aussitzen und Konkurrenten im Keim aufkaufen kann.Ich lasse mich von der typischen Wall-Street-Arroganz nicht verjagen. Ich halte meine Position bei ~180 EUR, weil das operative Kerngeschäft (89,4 % Bruttomarge) so genial ist, dass es diesen Management-Wahnsinn bisher überlebt hat („Kaufen trotz des Managements“).
Aber die Zeiten des blinden Durchwinkens sind vorbei – das negative Say-on-Pay-Aktionärsvotum vom Mai und das Köpferollen im Vorstand im Juni zeigen, dass die Eigentümer endlich aufwachen und eine vernünftige Kapitalallokation erzwingen werden.
Antworten
Aktienhuepfer:

Nicht verstanden!

 
02.07.26 14:11
Dann hast du es offensichtlich nicht verstanden.

Du musst die Aktien zu dem Zeitpunkt verkauft zu welchen die Firma die Aktien zurückkauft also theoretisch musst du wen die Firma pro Stunde 0,0015% der eigenen Aktien zurückkauft pro Stunde 0,0015% der eigenen Aktien verkaufen um den Cashflow 100%ig entgegen zu nehmen. Dieses Vorgehen ist natürlich praktisch schwierig umzusetzen aber ein verkauf von monatlich 0,25% der Aktien, Quartalsweise 0,75% oder jährlich eben 3% ist durchaus praktisch umsetzbar.

Das Thema ist auch vollkommen unabhängig von der Unterscheidung zwischen Spekulant und Value-Investor, dass spielt dabei überhaupt keine Rolle.

Das einzige Argument was wirklich dagegen spricht ist das es nervig und aufwendig ist monatlich, quartalsweise oder jährlich die entsprechende Anzahl an Aktien passend zum ausgeschütteten Cashflow nachzurechnen und zu verkaufen (Stichwort Faulheit, wie gesagt nicht beleidigend gemeint da ich selbst faul bin).

Dein aufgeführtes Beispiel von GE zeigt ganz offensichtlich, dass du es nicht verstanden hast. Wer die GE Aktien immer zum Zeitpunkt der hohen Kurse wo die Aktien zurückgekauft wurden auch verkauft hätte, hätte am Ende genauso viel Geld Brutto bekommen wie als wenn die oben erwähnte 45Millarden Dollar als Dividende ausgeschüttet worden wären. Das Entscheidende bei einer Firma die keine Liquidität mehr hat auf Grund von zu hoher Ausschüttungen in der Vergangenheit ist eben, dass in der Vergangenheit zu viel Geld ausgeschüttet wurde. Die Probleme bei GE währen exakt identisch gewesen, wenn das Geld statt als Aktienrückkauf als Dividende ausgeschüttet wurden wäre, die Entscheidung für die Dividende des Management hätte absolut nicht an der Liquiditätssituation der Firma geändert!

Dieser Satz hier zeigt ebenfalls, dass du es nicht verstanden hast:
Zitat: Wenn das Unternehmen bei Höchstkursen (sagen wir bei 600 USD) massiv Aktien zurückkauft, vernichtet es Kapital. Wenn ich dann gezwungen bin, im tiefsten Keller bei ~205 USD meine Anteile zu verkaufen, um meinen Cashflow zu generieren, betreibe ich Substanzvernichtung im eigenen Depot. (Zitatende)

Wenn das Unternehmen bei 600USD 3% Aktien zurückkauft musst du bei 600USD ebenfalls 3% deiner Aktien verkaufen, es sei den du findest die reinvestition des ausgeschütteten Cashflows in weitere Unternehmensanteile erscheint dir bei 600USD attraktiv (Eigenverantwortung) .... bei Tiefstkursen von 205 USD musst du gar nichts verkaufen wenn das Unternehmen keine Aktien zu dem Tiefstkurs zurückkauft. Wenn du bei 600USD 3% der Aktien verkauft hast kannst du bei dem Tiefstkurs von 205USD rechnericht 8,7% der Aktien zurückkaufen bzw. dazukaufen, dass ist genau das gleiche wie wenn du bei 600USD 3% Dividende bekommst also 18USD pro Aktie, dann kannst du bei 205USD ebenfalls etwa 8,7% Aktien dazukaufen.

Wenn du es verschlafen hast die Aktienrückkäufe bzw. Ausschüttung bei 600USD entgegenzunehmen und erst bei 205USD aufwachst und bemerkst, dass es da einen Cashflow war, dann hast du es eben verpennt bzw. warst zu Faul dich mit deinem Unternehmen zu beschäftigen!

Das ganze Thema hat wie gesagt absolut nichts mit der Unterscheidung zwischen Value-Investing und Spekulieren oder Trading zu tuen. Die soeben aufgeführte Rechnung gilt 1 zu 1 für Value-Investoren, Spekulanten und Trader.

Ich wollte eben gerade noch schreiben, dass die Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Investor dabei eine Rolle spielt, dann habe ich gemerkt, dass das Blödsinn ist.

Klar ein aktiver Investor könnte monatlich ausrechnen wieviel Aktien zurückgekauft wurden und entsprechend die Aktienzahl reduzieren wenn er den ausgeschütteten Cashflow in Bar haben will. Der passive Investor kann das natürlich nicht wenn es dazu keine automatisierten Mechanismus gibt, wie bspw. Rebalancing oder Irgendeine Softwaretechnische Lösung. Evtl. kann man auch den einmal jährlichen verkauf von Aktien äquivalent zum Aktienrückkaufprogramms des Unternehmens ebenfalls noch als passives Investieren bezeichnen aber das ist natürlich Definitionssache und einmal jährlich bringt natürlich Kursrisiko mit sich.

Dann ist mir eingefallen, dass die von Warren Buffett empfohlenen nach Marktkapitalisierung gewichteten ETFs auf den S&P ja genau das machen. Wenn eine Firma eine Dividende ausschüttet, bleibt die Aktienzahl im ETF einfach konstant, da am Tag der Dividendenausschüttung die Marktkapitalisierung des Unternehmens und der Aktienkurs genau identisch sinken. Und wenn die Firma Aktien zurückkauft sinkt die Marktkapitalisierung der Firma während der Aktienkurs konstant bleibt, dass heißt der marktkapitalisierte Index verkauft genau den Teil der Aktien der von der Firma zurückgekauft wird, der ETF nimmt also automatisch den von der Firma ausgeschütteten Cashflow entgegen und reinvestiert diesen gleichmässig genau wie eine Dividene gewichtet in alle Aktien aus dem entsprechenden Index.

Wie du siehst handeln Marktkapitalisierte ETFs somit 1 zu 1 nach der oben beschriebenen Theorie genau diese Marktkapitalisierten ETFs auf einen Index sind auch das meist empfohlene Investionsinstrument für Anleger die es einfach haben wollen und die Indexinvestoren haben auch die von dir erwähnten 45Mrd USD somit komplett entgegengenommen und erhalten da wurde nichts vernichtet.

An der Stelle wird bereits deutlich, das ein Investor in Einzelaktien sich mit der entsprechenden Verwaltungsverantwortung des vom Unternehmen ausgeschüttetem Cashflows bewusst sein sollte während die marktkapitalisierten ETFs das automatisch machen und die veralteten Fonds wie der Name ja schon sagt sowieso alle Verwaltungsaufgaben übernehmen (wobei die Qualität natürlich diskussionswürdig ist)!
Antworten
Konstruckt:

Re: Die Kristallkugel-Theorie vs.

 
02.07.26 14:50
vs. die unbarmherzige Realität der Praxis.

Deine theoretischen Berechnungen sind mathematisch faszinierend, aber sie krachen in der echten Welt der Börse an der Realität vorbei.
Du konstruierst hier ein perfektes Laborexperiment, das in der Praxis aus mehreren fundamentalen Gründen unmöglich umsetzbar ist. Schauen wir uns die harten Fakten an:
1. Die Illusion des perfekten Timings (Das Kristallkugel-Problem)Du schreibst wörtlich: „Wenn das Unternehmen bei 600 USD 3 % Aktien zurückkauft, musst du bei 600 USD ebenfalls 3 % deiner Aktien verkaufen...“Merkst du den Denkfehler?
Woher weiß ich als Aktionär denn im Januar bei Kursen von 600 USD, dass die Aktie im Juni bei 205 USD stehen wird?
Ein Aktienrückkauf wird vom Management fortlaufend, täglich und stillschweigend über das Jahr verteilt am offenen Markt durchgeführt. Als Aktionär erfahre ich erst Monate später im Quartalsbericht (10-Q), zu welchen Kursen das Management im Schnitt gekauft hat.
Dein Vorschlag verlangt vom Investor, dass er hellseherische Fähigkeiten besitzt und exakt am Peak Anteile verkauft.
Eine Dividende hingegen wird am Ex-Tag fix eingebucht. Ich muss nichts erraten, ich muss kein Timing betreiben, das Geld landet auf dem Konto, während meine Aktienanzahl konstant bleibt.
2. Warum dein GE- und Airline-Vergleich mathematisch hinkt
Du behauptest, die Liquiditätsprobleme von General Electric oder den Airlines wären bei einer Dividende exakt identisch gewesen.
Das ist falsch. Eine Dividende ist eine unumkehrbare Verpflichtung zum Barkapital-Abfluss, die das Management zu brutaler Haushaltsdisziplin zwingt.
Man überweist echtes Geld an Millionen Konten.Aktienrückkäufe hingegen werden von Vorständen genau deshalb missbraucht, weil sie „flexibel“ sind.

In Boomphasen sprudeln die Gewinne, die Kassen sind voll, und das Management kauft blind zu Höchstkursen zurück, um den Gewinn pro Aktie (EPS) künstlich aufzuhübschen und die eigene Stock-Based Compensation (SBC) zu bedienen.
Es ist psychologische Kurskosmetik. Wäre das Geld stattdessen als Dividende ausgeschüttet worden, hätte der Markt das Unternehmen von vornherein völlig anders (als Value-Aktie) bewertet und das Management hätte gar nicht erst die Möglichkeit gehabt, das Geld in einer Rückkauf-Waschanlage zu verbrennen.
Bei GE und den Airlines wurde Substanz gegen wertlose, weil später kollabierte, eigene Aktien getauscht. Das ist Kapitalvernichtung par excellence.
3. Der fundamentale Unterschied bei Adobe: Die SBC-Waschanlage
Du ignorierst in deiner gesamten Theorie den entscheidenden Punkt, den ich kritisiert habe: Die Zweckentfremdung der Rückkäufe.Bei Adobe frisst die aktienbasierte Vergütung (SBC) aktuell 28 % des gesamten Nettogewinns auf.
Das Management druckt also im großen Stil neue Aktien für sich selbst. Die milliardenschweren Rückkäufe dienen zu einem riesigen Teil überhaupt nicht dazu, die Aktienanzahl für uns langfristige Aktionäre effektiv zu senken (Shareholder Value), sondern sie funktionieren als teure Waschanlage, um die Verwässerung der Manager-Boni am offenen Markt mit unserem Cash wegzukaufen.Wenn ich deiner Logik folge und monatlich 0,25 % meiner Aktien verkaufe, um eine Dividende zu simulieren, schrumpft meine absolute Stückzahl im Depot unaufhörlich, während die Anzahl der Gesamtaktien durch die exzessive SBC der Insider verwässert wird.
Am Ende besitze ich eben nicht mehr denselben Unternehmensanteil, sondern ich blute mein eigenes Depot zugunsten der Vorstands-Boni aus.
Fazit Deine Theorie beschreibt, wie ein passiver S&P-500-ETF mathematisch mit Rückkäufen umgeht. Das ist für einen Indexinvestor auch völlig legitim.
Aber hier geht es um ein Einzelinvestment in eine Sondersituation.Als wertorientierter Value-Investor sehe ich eine Firma mit 89,4 % Bruttomarge, die operativ eine absolute Cash-Maschine ist, deren Management aber jede Disziplin vermissen lässt.
Zu behaupten, eine Dividende sei ein Zeichen für ein „unfähiges Management“, ignoriert die Investment-Philosophie von Warren Buffett, der Dividenden von Coca-Cola oder American Express genau deshalb liebt, weil sie einen unumstößlichen Cash-Boden (Yield Floor) einziehen.
Ich verkaufe hier im Tief überhaupt nichts. Ich halte meine Position, weil der aktuelle Kurs von ~205 USD fundamental spottbillig ist. Aber ich fordere – wie übrigens die Mehrheit der Großaktionäre beim negativen Say-on-Pay-Votum im Mai – das Ende der SBC-Selbstbedienung und den Übergang zu einer vernünftigen, disziplinierten Kapitalallokation (T-Bills + Dividende). Das hat nichts mit „Faulheit“ zu tun, sondern mit kaufmännischem Verstand.
Antworten
Aktienhuepfer:

Ich will hier keinen Konflikt

 
02.07.26 18:16
die Überschrift und der erste Satz in meiner letzten Nachricht waren vielleicht ein etwas aggressiv formuliert , sorry dafür

An der Stelle muss ich aber auch deine Formulierungen mal ein bisschen in Frage stellen. Wie du hier von " die unbarmherzige Realität der Praxis" kurz danach gefolgt von der Zahl 3% sprichst, da passt doch irgendwas nicht zusammen.....

Ich habe aber auch an einer Stelle das Wort "exakt" verwendet wo es nicht hingehört! Da hast du natürlich recht. Die ETF Investoren haben natürlich nicht exakt die 45Mrd USD entsprechend Anteilig erhalten sondern nur ungefähr.

Meine Nachricht hat keinen Anspruch auf akademische Korrektheit und damit einhergehender 100%iger Abdeckung aller Details. Dein Glaskugelargument ist mir voll bewusst und natürlich gibt es praktische Herausforderungen und Details die beachtet werden müssen.

Deine Argumentation verlässt mittlerweile die Kritik an den Aktienrückkäufen selbst und ist mittlerweile viel mehr eine Kritik daran wie die Akteinrückkäufe kommuniziert und umgesetzt werden.

Des weiteren Kritisierst du die Aktienvergütung des Management und behauptest, dass dies ein Argument gegen Aktienrückkäufe ist.

Es gibt kein Gesetz das vorschreibt das ein Unternehmen welches ein Aktienrückkaufprogramm durchführt das Management mit einer Aktienbasierten Vergütung bezahlen muss.

Es gibt auch kein Gesetz, das vorschreibt das ein Unternehmen, welches KEIN Aktienrückkaufprogramm durchführt keine Aktienbasierte Vergütung bezahlen darf.

Und es gibt auch kein Gesetz welches sicher stellt, das ein Unternehmen welches eine Dividende auszahlt keine Aktienbasierte Vergütung bezahlen darf.

Ich habe NIE auch nur ein einziges mal irgend ein positives Wort über aktienbasierte Vergütungen verloren und befürworte diese auch nicht aber tut mir leid, ich sehe keinen Grund warum eine Aktienbasierte Vergütung ein Argument gegen ein Aktienrückkaufprogramm sein soll....daher habe ich den Punkt bei meiner Argumentation nicht berücksichtigt

Dein Argument mit der Glaskugel und dem Timing und den stillschweigenden Rückkäufen stimme ich fast vollständig zu und das ist mir auch schon beim verfassen der vorhergehenden Beiträge bewusst gewesen, wobei dies für mich Details sind die ich nur bedingt als wichtig empfinde und deshalb der Einfachheit halber weggelassen habe.

Vollständig stimme ich deshalb nicht zu weil stillschweigende Rückkäufe wieder nur ein Zeichen von schlechter Kommunikation sind und somit fraglich ist ob das überhaupt eine Kritik an Aktienrückkäufen ist oder an der schlechten Kommunikation des Managements.

Braucht man wirklich eine Glaskugel und wissen um das Timing? Vielleicht denke ich hier zu sehr aus meiner eigenen Perspektive und verstehe daher nicht wieso du dieses aus meiner Sicht kleines Detail so groß machst. Ich bin ehrlich gesagt auch nicht mit den genauen Details der Aktienrückkäufe von GE damals vertraut, ich bin beispielsweise bei PAYPAL investiert und da werden Quartal für Quartal fast genau 1,5MRD USD an Aktien zurück gekauft (zieht man die Stock-Base-Compensation von 250mio USD pro Quartal ab sind es ca. 1,25Mrd USD) wenn der Kurs zwischen 40 und 50 USD steht bin ich voll zufrieden wenn die Aktien vom Management für mich zurückgekauft werden da kann mir das komplett egal sein wann das genau passiert. Wenn der Kurs innerhalb des Quartals zu hoch steigt bspw. auf 60 USD und ich der Meinung bin bei 60USD ist die Aktie fair bewertet, kann ich die 1,4USD die pro Quartal pro Aktie zurückgekauft werden einfach umrechnen auf 1,4USD und entsprechend 2,3% meiner Aktien verkaufen. Wenn die Aktie dann innerhalb des Quartals weiter steigt bspw. auf 70USD und sich herausstellt, dass das Management bei 70USD zurückgekauft hat, ja dann habe ich halt nur nur 6/7 von 2,3% bekommen aber dafür steht meine Aktie dann bei 70USD zumindest Kurzzeitig. Bei 70USD kann ich einfach den Cashflowstrom vom nächsten Quartal vorziehen. Dies kann sich nur als Fehler herausstellen wenn der Kurs weiter steigt und mein Zielkurs von 80USD noch näher kommt. Und dann kann ich sowieso meine komplette Position verkaufen. Also eigentlich kann ich mit einem einfachen System schon kaum in eine Situation kommen wo da großartig durch Kursschwankungen Probleme auftreten.  

(das Beispiel sollte jetzt keine Empfehlung oder so für Paypal oder so sein mir geht es vielmehr darum wenn ein einfaches Modell anwendet wo man eine Aktie bei 50% des Zielkurses gekauft hat und einfach mit einem Aktienrückkaufprogramm zufrieden ist solange der Aktienkurs unterhalb von 75% des Zielkurses liegt. Bei 75% des Zielkurses kann man dann ausrechnen wie hoch die Rückkaufrendite pro Quartal ist. Nehmen wir einfach mal an das Aktienrückkaufprogramm entspricht bei 75% des Zielkurses genau 2% der Aktienzahl pro Quartal. Dann kann man einfach pro Quartal 2% der Aktien verkaufen wenn der Kurs oberhalb von 75% des Zielkurses liegt. Zusätzlich kann man Jedes mal wenn die Marken 80%,85%, 90% und 95% überschritten werden weitere 2% der Position verkaufen. Diese kann man zurückkaufen wenn der Kurs auf 75%, 80%,85%, 90% fällt. Also die Rückkäufe immer 5% unterhalb der Verkaufsmarke. Wenn du also Angst hast das auf Grund von kurzfristigen großen Kursschwankungen das Management zu schlechteren Kursen kauft als du selbst deine Aktien verkaufst. Kannst du einfach überlagert eine Strategie fahren die bei schnell schwankenden Kursen einen kleinen Gewinn abwirft...

Wie ich schon sagte aus meiner Sicht sind das unwichtige Details und meine Erklärung ist im Vergleich zu größe der Zahlen viel zu lang.

Die oben erwähnte Strategie ist mir viel zu aktiv und ich habe diese auch noch nie so angewandt. Bislang ist es bei mir noch nie vorgekommen, dass ich von Kursschwankungen in Bezug auf Aktienrückkäufe überrumpelt wurde. Aus meiner Sicht kann es einem Verantwortungsvollen Investor nicht passieren, dass das Management zu katastrophal hohen Kursen Aktien zurückkauft ohne das der Investor selbst die Chance hätte seine komplette Position zu einem attraktiven Kurs selbst zu verkaufen. Also das Management kann nur zu Kursen Kaufen zu denen der Investor selbst auch verkaufen kann. Es ist eigentlich unmöglich, dass das Management Aktien zu Kursen zurückkauft zu welchen der Investor nicht auch verkaufen kann.

Antworten
Bilderberg:

Sei es wie es will

 
02.07.26 18:26
ich lasse diese Aktie einfach im Depot liegen bis mindestens 250€.
Vor einem Jahr stand sie bei 340€.
So hat jeder sein Ziel.
Allen Investierten weiterhin viel Erfolg.
Antworten
Bossmen:

klingt ja dann doch schlimmer als bei Paypal...

 
02.07.26 19:24
die sich da auch ohne Ende bereichern an den Aktienvergütungen....
Antworten
Bossmen:

naja hier sieht man schon einen Rückgang

 
02.07.26 19:34
companiesmarketcap.com/adobe/shares-outstanding/
Antworten
Konstruckt:

@#330 Aktienhüpfer

 
03.07.26 07:37
Natürlich gibt es kein Gesetz dafür – es gibt auch kein Gesetz, das vorschreibt, dass morgen früh die Sonne aufgehen muss. Sie tut es in der Realität trotzdem.

Als wertorientierter Investor schaue ich nicht auf das, was im luftleeren Raum der Theorie gesetzlich erlaubt oder verboten ist, sondern unbarmherzig auf die tatsächliche Bilanzpraxis des Konzerns.

Und die harten, nackten Zahlen bei Adobe zeigen nun mal faktisch, dass die aktienbasierten Manager-Boni (SBC) astronomische 28 % des gesamten Nettogewinns auffressen, während das Management zeitgleich Milliarden für das ARK-Programm aufwendet. Zu behaupten, das eine hätte in der Realität nichts mit dem anderen zu tun, nur weil es kein Gesetz explizit verbietet, ignoriert den real existierenden Kreislauf zur Verwässerungsbekämpfung auf Kosten unseres Cashflows.
Dein hypothetisches Rechenbeispiel über PayPal und das quartalsweise Verkaufen von 2 % der Anteile in 5-Prozent-Schritten je nach Zielkurs zeigt die ganze Absurdität deines Ansatzes. Du musstest ein hochkomplexes, aktives Trading-System erfinden – das du laut eigener Aussage noch nicht einmal selbst anwendest –, nur um die offensichtlichen Schwächen der prozyklischen Aktienrückkäufe in der Praxis irgendwie theoretisch zu rechtfertigen.
Du verlangst vom Aktionär ein permanentes, bürokratisches Depot-Management und den Verkauf von Substanz im Kurs-Tief, nur um einen Cashflow künstlich zu simulieren.Mein Gegenentwurf mit gesundem kaufmännischen Verstand benötigt diesen ganzen Trading-Zauber überhaupt nicht: Das Management halbiert die exzessive SBC auf 14 % und schüttet die Hälfte des wahren FCF als Dividende aus.

Das liefert uns Aktionären beim aktuellen Kurs direkt eine Einstiegsrendite von über 6 % (TTM) bar auf die Hand, während die andere Hälfte zu 4 % risikofrei in T-Bills verzinst wird. Kein Raten, kein Timing, keine Kapitalvernichtung zu Höchstkursen.
Ich analysiere schlicht den Ist-Zustand mit harten Daten und suche keine theoretischen Schwachstellen im Kleingedruckten.
Genau deshalb habe ich meine Position bei Adobe zu rund 194 USD eröffnet: Das operative Geschäft ist eine phänomenale Cash-Maschine, aber die historische Kapitalallokation war fehlerhaft.
Das negative Say-on-Pay-Votum der Großaktionäre im Mai und das Köpferollen im Vorstand im Juni zeigen, dass die Eigentümer im echten Leben genau diese Debatte jetzt erzwingen. Ich diskutiere hier nicht über theoretische Labor-Modelle, sondern investiere in eine reale Sondersituation.
Antworten
Bilderberg:

Das wird hier heute nichts

 
03.07.26 10:31
Sonst ziehen die Amis am Nachmittag den Kurs wieder hoch aber die fehlen heute weil sie morgen groß feiern.
Also ist Geduld gefragt aber nur meine Meinung und keine Aufforderung zu irgendwas.
Antworten
Highländer49:

Adobe

 
03.07.26 12:18
Die Adobe-Aktie hat sich in dieser Woche mit einem zweistelligen Kursplus eindrucksvoll zurückgemeldet. Angesichts robuster Quartalszahlen und einer weiterhin starken operativen Entwicklung stellt sich die Frage, ob der Markt die Perspektiven des Softwarekonzerns zuletzt zu pessimistisch bewertet hat.
www.finanznachrichten.de/...er-oder-comeback-kandidat-486.htm
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slim_nesbit:

Adobe Chart

 
03.07.26 13:52
das gap ist genau an der Retacekante nach unten gerissen, und das ohne entsprechende news für den organischen oder Retailer-Handel, und dann wird der gapclose direkt hinterhergereicht. Sowas passiert wenn größerer Päckchen zwischen MMs geschoben werden oder smartmoney welche im dark pool erworben haben, so dass der "normale"  Handel häufig dahinsteuert wo er zuletzt vor diesem Abriss war.
Im Ergebnis ist das unterste Retrace angestochen und damit erst mal ein Tor bis zur nächsten Unterstützung auf. Es bleiben erstmal zwei Marken übrig:
Entweder Versuch eines Bodens zwischen 200 - 220 USD oder Dipp Rtg. 145 - 164 USD.

Aktuell wird ja so ein Grundrauschen in den Medien gespült "ist die Aktie nicht unterbewertet usw. " und genau das entpuppt sich ja regelmäßig als eingestreuter Bluff und es gibt nochmal einen Dipp. Ich glaube, da das Ganze seit 11.2021 nach einen simplen Makro, wie es das smartmoney liebt, aussieht, dass erstmal keiner gegen das Makro handeln will und es zu Ende fahren will.
Wir sehen hier den Aufbau eines mächtigen Tripletopps.
(Verkleinert auf 34%) vergrößern
Adobe: Jeder nutzt es - Wer profitiert davon? 1521741
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Aktienhuepfer:

ich verabschiede mich aus der Diskussion....

 
03.07.26 14:36
scheinbar bin ich nicht fähig mich verständlich auszudrücken da deine Nachrichten an dem Inhalt den ich in meinen Nachrichten vermitteln wollte vorbei reden .... Ist für mich ein wenig ärgerlich wenn der Leser der Nachricht einen Inhalt den ich eigentlich gar nicht gewusst habe, dass dieser in meiner Nachricht steht versucht ins lächerliche zu ziehen....

Meine weisen Deutschlehrer haben mir vermutlich nicht umsonst immer schöne hohe Zahlen ins Zeugnis geschrieben

Für mich reicht es ja auch vollkommen aus wenn ich einfach selbst den Cashflow erhalte der mir vom Management zugeschoben wird, wenn du diesen nicht entgegennehmen willst aus irgendwelchen unbarmherzigen Gründen und auf Basis von harten nackten Zahlen in der Bilanz ist das deine Sache....

Solange ich mein Geld bekomme ist für mich alles gut...

Ich hoffe nur dass das Management nicht anfängt in T-Bills zu investieren und das Geld bitte weiter an mich weiter reicht, sodass ich dieses vernünftig nach meinen eigenen Vorstellungen anlegen kann.

Mit einer der Gründe warum ich hier investiert bin ist übrigens das ich mit der Kapitalallokation sehr zufrieden bin. Ich finde es gut wenn der operative Cashflow nicht für teure Übernahmen herausgeschmissen wird sondern zu großen Teilen an die Aktionäre weiter gegeben wird.  Ob Dividende oder Aktienrückkäufe ist mir egal solange das Cash am Ende auf meinem Konto liegt und nicht in überteuerten Übernahmen verpulvert wird oder mit gesunden kaufmännischen Verstand in T-Bills investiert wird....

Das mit der gescheiterten Übernahme von vor zwei Jahren haben ich natürlich auch bei der Analyse bemerkt und das bereitet mir in dem Zusammenhang natürlich ein wenig bedenken.....

Du solltest dir mal die Aktien von Biontech anschauen die haben über 70USD pro Aktie an kaufmännischen Verstand.....

Sorry das ich mich von deiner Art der Diskussionsführung habe anstecken lassen wie gesagt ich verabschiede mich jetzt aus der Diskussion

Antworten
Bossmen:

Hi Slim_nesbit

 
03.07.26 17:07
Adobe Chart
das gap ist genau an der Retacekante nach unten gerissen, und das ohne entsprechende news für den organischen oder Retailer-Handel, und dann wird der gapclose direkt hinterhergereicht. Sowas passiert wenn größerer Päckchen zwischen MMs geschoben werden oder smartmoney welche im dark pool erworben haben, so dass der "normale"  Handel häufig dahinsteuert wo er zuletzt vor diesem Abriss war.
Im Ergebnis ist das unterste Retrace angestochen und damit erst mal ein Tor bis zur nächsten Unterstützung auf. Es bleiben erstmal zwei Marken übrig:
Entweder Versuch eines Bodens zwischen 200 - 220 USD oder Dipp Rtg. 145 - 164 USD.

Aktuell wird ja so ein Grundrauschen in den Medien gespült "ist die Aktie nicht unterbewertet usw. " und genau das entpuppt sich ja regelmäßig als eingestreuter Bluff und es gibt nochmal einen Dipp. Ich glaube, da das Ganze seit 11.2021 nach einen simplen Makro, wie es das smartmoney liebt, aussieht, dass erstmal keiner gegen das Makro handeln will und es zu Ende fahren will.
Wir sehen hier den Aufbau eines mächtigen Tripletopps.
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slim_nesbit, 03.07.26 13:52
welches Tripple Top meinst Du? Wo sitzen die beiden vorangegangenen?
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Aktienhuepfer:

Eigentlich....

3
04.07.26 00:38

wollte ich zu dem Thema nichts mehr schreiben aber auf Grund meines Diskussionspartners sind meine vorherigen Nachricht so sehr mit Details geflutet, dass die wesentlichen Punkte vermutlich unter gegangen sind.
Stichwort man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Also nochmal als Kurzfassung weil es hier in dem Forum ja evtl. doch Leute gibt die wirklich an der Sache interessiert sind und nichts daran wer irgendeine Diskussion mit welcher Strategie gewinnt....

Zusammenfassung
Wenn eine Firma ein Aktienrückkaufprogramm ausführt und zwangsläufig 100% der ausstehenden Aktien bei den Aktionären liegen hat die Firma keine Möglichkeit von jemanden anderen Aktien zu kaufen als wie von den Aktionären. Das heißt das von der Firma ausgeschüttete Cash landet bei den Aktionären (abzüglich der steuern und gebühren natürlich). Der Unterschied zwischen Dividende und Aktienrückkauf ist dabei, bei einer Dividende wird das Geld automatisch gleichmässig auf alle Aktionäre aufgeteilt und bei einem Aktienrückkaufprogramm landet das Geld nur bei den Aktionären, welche Aktien an die Firma verkaufen. Ein Aktienrückkaufprogramm erfordert somit die Aufmerksamkeit des Aktionärs das Geld welches von der Firma an die Aktionäre fließt aktiv anzunehmen indem ein kleiner Teil der Aktien verkauft wird. Das ganze ist natürlich etwas komplizierter und aufwendiger als eine Dividende aber bringt steuerliche Vorteile mit sich.  

Das sind die einfachen Fakten und alles andere sind Details: Kommunikation, Gebühren, Timing usw. .... und wenn ich das richtig verstanden habe wollte mein Diskussionspartner mir erklären warum es für einen Aktionär unmöglich ist an das Geld heranzukommen auf Grund irgendwelcher Details....

Diese Nachricht war für mich keine Fortführung der Diskussion sondern ein Versuch die schlechte Qualität meiner mit unwichtigen Details gefluteten vorherigen Nachrichten durch eine Zusammenfassung auszugleichen.

Hiermit entschuldige ich mich auch bei den nicht an der Diskussion beteiligten Forumsteilnehmer für die langen Nachrichten.

Antworten
slim_nesbit:

so ein Makro meinte ich

 
06.07.26 11:27
(Verkleinert auf 21%) vergrößern
Adobe: Jeder nutzt es - Wer profitiert davon? 1521914
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Bossmen:

Das wäre ja gigantisch

 
06.07.26 19:22
so ein Makro meinte ich
Adobe: Jeder nutzt es - Wer profitiert davon? 1521914
slim_nesbit, 06.07.26 11:27
Ich gehe sogar noch weiter und sehe nach Elliot neue Höhen über 1000 Dollar.....
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Bossmen:

so in der Art

 
06.07.26 19:45
Adobe Chart
das gap ist genau an der Retacekante nach unten gerissen, und das ohne entsprechende news für den organischen oder Retailer-Handel, und dann wird der gapclose direkt hinterhergereicht. Sowas passiert wenn größerer Päckchen zwischen MMs geschoben werden oder smartmoney welche im dark pool erworben haben, so dass der "normale"  Handel häufig dahinsteuert wo er zuletzt vor diesem Abriss war.
Im Ergebnis ist das unterste Retrace angestochen und damit erst mal ein Tor bis zur nächsten Unterstützung auf. Es bleiben erstmal zwei Marken übrig:
Entweder Versuch eines Bodens zwischen 200 - 220 USD oder Dipp Rtg. 145 - 164 USD.

Aktuell wird ja so ein Grundrauschen in den Medien gespült "ist die Aktie nicht unterbewertet usw. " und genau das entpuppt sich ja regelmäßig als eingestreuter Bluff und es gibt nochmal einen Dipp. Ich glaube, da das Ganze seit 11.2021 nach einen simplen Makro, wie es das smartmoney liebt, aussieht, dass erstmal keiner gegen das Makro handeln will und es zu Ende fahren will.
Wir sehen hier den Aufbau eines mächtigen Tripletopps.
Adobe: Jeder nutzt es - Wer profitiert davon? 1521741
slim_nesbit, 03.07.26 13:52
https://www.youtube.com/watch?v=zB7r-O5Ibsk
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slim_nesbit:

Ich sehe das wie folgt:

2
07.07.26 14:16
Die Kurse dieser Aktie werden vorwiegend durch das Interesse des Smartmoneys getriggert. Und die setzen seit einiger Zeit darauf, das Aktien möglichst falsch bewertet, also moves in beide Richtungen übertrieben werden.
Des Weiteren arbeitet Smartmoney bei großen Unternehmen mit einfachen Strategien, also vorrangig Makro-Pattern, Fibo, usw. das wird in dem Video auch gut berechnet.

Gegen die Elliottwellen spräche, dass deren Aussagekraft nur subsidiär aber nicht bestimmend sind. Sollte es so laufen wie in dem Video prognostiziert, kann man nicht häufig genug betonen: langfristiges Kursziel meint nicht den nächsten Upmove. Denn beim nächsten Upswing würde die Patternerkennung über die beiden peaks und den anschließenden neuen Upmove eine invertierte Cup and handle assimilieren (wieder ein vom smartmoney gerne genommenes weil simples Pattern) und automatisch das Hochlaufen der eigenen Positionen an den Widerständen abbrechen.
Das Hochlaufen halte ich für wahrscheinlich aber nicht über die Widerstände hinaus.

Heißt aber deutlich mehr Möglichkeiten Geld zu verdienen. Es wird auf fünf swings, den aktuellen downmove eingeschlossen, gesetzt.
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Bilderberg:

Das ist erst der Anfang

 
07.07.26 18:40
Da geht noch was wenn das mit den Smart Monkeys stimmen sollte.
Allen Investierten weiterhin viel Erfolg.
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Crane:

Tagesverlauf

 
07.07.26 22:07
An die Charttechniker... Also ich habe ja wirklich null Plan von Charttechnik, aber vielleicht könnt ihr ja mal so einen Verlauf wie heute erklären... Die ballern das Teil hoch auf fast 201,50 EUR um es danach im Verlauf und jetzt zum Tagesschluss fast wieder unter 194 Euro zu drücken... Klar masgeich ist eh der USD Kurs aber geschenkt an der Stelle... Was passiert bzw. wer macht sowas, über 5 Prozent hoch und dann von da wieder über 3,5 Prozent runter... Kämpft da Smart Money gegen Smart Money oder wie muss ich mir das vorstellen? Es würde mich wirklich interessieren...  
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Bossmen:

Hi, das war kein Adobe-Problem

 
07.07.26 22:13
Tagesverlauf
An die Charttechniker... Also ich habe ja wirklich null Plan von Charttechnik, aber vielleicht könnt ihr ja mal so einen Verlauf wie heute erklären... Die ballern das Teil hoch auf fast 201,50 EUR um es danach im Verlauf und jetzt zum Tagesschluss fast wieder unter 194 Euro zu drücken... Klar masgeich ist eh der USD Kurs aber geschenkt an der Stelle... Was passiert bzw. wer macht sowas, über 5 Prozent hoch und dann von da wieder über 3,5 Prozent runter... Kämpft da Smart Money gegen Smart Money oder wie muss ich mir das vorstellen? Es würde mich wirklich interessieren...  
Crane, 07.07.26 22:07
sondern alle Softwareaktien haben das heute abgeliefert. Microsoft, Zscaler Atlassian
Antworten
Crane:

Beitrag 344

2
10.07.26 13:27
Wenn ich mir den Beitrag #344 von slim_nesbit durchlese kann ich mir ohne Weiteres vorstellen, dass es so ist. Die Bewertung von ganzen Sektoren in die eine wie die andere Richtung bestätigt es ja eigentlich. Sollte es wirklich stimmen, würde es ja aber auch bedeuten, dass es eine Art Absprache, von wem auch immer, im Hintergrund geben muss der entscheidet, in 2026, 2027, 2028 machen wir mit folgenden Sektoren dies und das... Den Einen kaufen wir nach oben und lassen ihn Mitte 2027 fallen, den anderen Sektor lassen wir mittels folgender Narrative so tief fallen wie noch nie, kaufen währenddessen alle ein und lassen ihn dann Ende 2027 wieder stiegen usw... Es hat natürlich in der Praxis bestimmt viel mehr Feinheiten, aber persönlich habe ich schon sehr lange das Gefühl, dass des genauso funktionieren könnte. Es wird suggeriert, dass alles ein freier Markt ist, im Endeffekt könnte es sein, dass viel mehr gesteuert wird als wir uns vorstellen können, alles mit dem Ziel, dass Wenige immer gewinnen und die Masse immer verliert...
Antworten
2teSpitze:

Interessantes

 
11.07.26 12:24
Video:

youtu.be/aqXtu4B0yVk
Wie macht man an der Börse ein kleines Vermögen?
Ganz einfach: Indem man mit einem großen anfängt.
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