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Hot-Stock mit Schuss
Der Turnaround der Immobilienfirma Estavis (WKN A0K FKB) ist perfekt, attraktive Neuprojekte sichern das künftige Wachstum und in die Aktie könnte sogar ein Schuss Übernahmefantasie kommen.
Griechenland, Portugal, Spanien - die Sorgen um die Stabilität des Euro werden nicht weniger. Vor diesem Hintergrund rücken Sachwerte wie Immobilien bei der Geldanlage immer stärker in den Vordergrund. Vor allem dann, wenn man auch noch Steuern sparen kann. Der auf die Sanierung und den Verkauf von Denkmalschutzimmobilien fokussierten Estavis AG spielt das Umfeld in die Hände. Doch der Immobilien-Small-Cap ist nicht nur wegen der Eurokrise ein hochinteressantes Investment.
Eindrucksvolle Trendwende
Nachdem sich Estavis vor gut einem Jahr noch in einer prekären Verlustsituation befand, hat sich die Lage spätestens mit dem Amtsantritt des neuen Vorstandschefs Florian Lanz im Juni 2009 ins Positive gewandelt. Im ersten Halbjahr des am 30. Juni endenden Geschäftsjahres 2009/10 konnte Estavis bei einem Umsatz von 40 Millionen Euro einen Gewinn von 0,17 Euro je Aktie erwirtschaften. Das Winterquartal (Januar bis März) ist bei Estavis traditionell schwach, weil witterungsbedingt weniger Baufertigstellungen möglich sind. Mit einem Nettoergebnis von -0,63 Millionen Euro (Vorjahr: -3,2 Millionen Euro) im dritten Geschäftsquartal liegen die Berliner jedoch deutlich besser als im Vorjahr und im Rahmen der Planungen. Bezogen auf die ersten neun Monate bleibt die Firma mit einem Gewinn je Aktie von 0,09 Euro in den schwarzen Zahlen. Das Ergebnis je Aktie im Gesamtjahr dürfte nach Einschätzung des AKTIONÄRS bei 0,17 Euro je Aktie liegen. Das würde einem moderaten KGV von 11 entsprechen.
Neue Impulse von der Spree
Das Großprojekt "Glanzfilmfabrik" an der Spree ist in den meisten Analystenschätzungen noch nicht enthalten, dürfte aber einen signifikanten Ergebnisbeitrag von mindestens acht Millionen Euro ab dem Geschäftsjahr 2011/12 liefern. Das von der TAG Immobilien AG erworbene Portfolio im Zentrum Berlins hat ein Ergebnispotenzial von weiteren zwei Millionen Euro. Es ist davon auszugehen, dass die Analystenschätzungen nach der in Kürze beginnenden Vermarktung angehoben werden.
Durch den neuen Großaktionär TAG Immobilien kommt ein weiterer Spekulationsaspekt in die Estavis-Aktie. Der Sinn einer 15-prozentigen Beteiligung an Estavis zu einem Kurs von 2,35 Euro je Aktie ist hinterfragungswürdig. Die Tatsache, dass die TAG gerade eine Wandelanleihe im Volumen von 30 Millionen Euro begibt, lässt Spielraum für Spekulationen. Die Summe würde locker für einen Kauf von Estavis mit lukrativem Aufschlag reichen.
"Berliner Weiße" mit 70 Prozent
Für Überraschungen sollte bei Estavis in den nächsten Wochen gesorgt sein. Eine Übernahme ist aufgrund der günstigen Bewertung nicht abwegig. Kursziel: 3,50 Euro.
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