Mir ist das etwas zu theatralisch, denn letztlich ist eine Fahnenstange oft nur eine Frage der Perspektive bzw. der Achsenformatierung. In einem 10 oder gar 20 jahres-Chart wird selbst ein langsamer Anstieg häufig zur Fahnenstange, weil die x-Achse zusammen geschoben wird.
Deswegen geht auch das was der Rote Schuh hierzu schreibt, wieder einmal zuverlässig am Knackpunkt vorbei:
Zitat: "Wie an anderer Stelle (Anmerkung: gemeint ist H. Weygand von Godmodetrader) behauptet wurde, soll der Index (S&P) seinen mehrmonatigen Anstieg angeblich in Form einer Fahnenstange vollzogen haben. Das ist sachlich nicht haltbar, wie die obige Grafik beweist". Quelle:
http://www.ariva.de/news/columns/view.m?news_id=2234610Zudem entbehrt diese explizite Feststellung nicht einer gewissen Komik, da der Rote Schuh selbst regelmäßig auf der Spitze solcher Fahnenstangen sitzt, ohne diese zu erkennen. Bei De Beira sogar noch am Crashtag explizit feststellte, dass "noch keine dieser typischen Fahnenstangen vorläge".
Ähnlich auch bei Metabox, bei der er auf der Spitze einer solchen Fahnenstange sitzend noch eine seiner typischen "Sowohl-als-auch-Analysen" brachte.
Egal wie. Im Grunde genommen bleibt wieder einmal nur heiße Luft, das Aufquirlen wässriger technischer Erkenntnisse zum üblichen "zyklisch relevanten" und "sentimentstechnischen" Analystenschaum.