Für Autos, die in den Überschwemmungsgebieten durch die Straßen dümpeln, gibt es kaum Rettung. Wenn sie bis zum Wagendach im Wasser gestanden haben, sind sie reif für den Schrottplatz. Zu teuer und aufwendig wären Reinigung und Reparatur.

"Abgesoffen": Dieses Auto ist verloren
Frankfurt am Main - "Solche Fahrzeuge sind unrettbar verloren, denn niemand kann sich die Hunderte Stunden für Demontage, Reinigung und Wiederaufbau leisten", sagte der Sprecher des Automobilclubs von Deutschland (AvD), Johannes Hübner, am Freitag in Frankfurt am Main. Teilweise "abgesoffene" Fahrzeuge könne der Autofahrer dagegen wieder flott machen.
Die Höhe des Wasserstands entscheide, ob der Wagen noch eine Überlebenschance habe, erklärte Hübner: "Als Faustformel gilt die Unterkante Armaturenbrett, denn darüber befinden sich die Nervenenden fast aller Kabel." Auch die Elektronik von Instrumenten, Klimaanlage und Lüftung befänden sich auf Höhe des Armaturenbretts: "Sie können, einmal geflutet, kaum mehr gereinigt werden."
Der Aufwand bleibt auch bei niedrigerem Wasserstand groß. In einem ersten Schritt sollte der Fahrzeughalter immer die Batterie abklemmen, rät Hübner. Auf keinen Fall sollte der Fahrer versuchen einfach den Wagen zu starten. Autos mit Zentralverriegelung müssen manuell geöffnet werden.
Nachdem der Wagen zu einem trockenen Ort mit Wasser- und Stromanschluss geschleppt wurde, gilt: Alle Türen und Hauben des Fahrzeugs öffnen, das Auto ausräumen und von Schlamm und Schmutz befreien, am besten mit klarem Wasser. Anschließend muss das Auto mindestens eine Woche bei geöffneten Türen trocknen.
Bevor der Wagen wieder starten kann, muss geprüft werden, ob Wasser in die Ölversorgung, den Tank, die Zylinder oder die Bremsflüssigkeit eingedrungen ist. Dann gibt es nämlich keinen anderen Weg als ab in die Werkstatt. Für Wagen mit Automatikgetriebe ist ein Werkstattaufenthalt für alle weiteren Schritte ohnehin obligatorisch. Um einen Wagen mit Schaltgetriebe zu starten, ist es nach Angaben des AvD notwendig, die Zündkerzen heraus zu drehen und alle Stromverbraucher abzuschalten.
Dann kann vorsichtig die Batterie wieder angeklemmt werden. Hübner erklärt: "Beim Auflegen des Minuspols darf sich maximal ein kleiner Funke zeigen." Eine zweite Person muss derweil den Sicherungskasten des Fahrzeugs im Auge behalten. Gibt es keine Probleme, kann für etwa zwei Sekunden der Anlasser betätigt werden. Funktioniert der, kann der Autofahrer die Zündkerzen wieder einschrauben und den Wagen starten. Eine Zusatzinspektion in der Werkstatt ist aber auf jedem Fall ratsam.

"Abgesoffen": Dieses Auto ist verloren
Frankfurt am Main - "Solche Fahrzeuge sind unrettbar verloren, denn niemand kann sich die Hunderte Stunden für Demontage, Reinigung und Wiederaufbau leisten", sagte der Sprecher des Automobilclubs von Deutschland (AvD), Johannes Hübner, am Freitag in Frankfurt am Main. Teilweise "abgesoffene" Fahrzeuge könne der Autofahrer dagegen wieder flott machen.
Die Höhe des Wasserstands entscheide, ob der Wagen noch eine Überlebenschance habe, erklärte Hübner: "Als Faustformel gilt die Unterkante Armaturenbrett, denn darüber befinden sich die Nervenenden fast aller Kabel." Auch die Elektronik von Instrumenten, Klimaanlage und Lüftung befänden sich auf Höhe des Armaturenbretts: "Sie können, einmal geflutet, kaum mehr gereinigt werden."
Der Aufwand bleibt auch bei niedrigerem Wasserstand groß. In einem ersten Schritt sollte der Fahrzeughalter immer die Batterie abklemmen, rät Hübner. Auf keinen Fall sollte der Fahrer versuchen einfach den Wagen zu starten. Autos mit Zentralverriegelung müssen manuell geöffnet werden.
Nachdem der Wagen zu einem trockenen Ort mit Wasser- und Stromanschluss geschleppt wurde, gilt: Alle Türen und Hauben des Fahrzeugs öffnen, das Auto ausräumen und von Schlamm und Schmutz befreien, am besten mit klarem Wasser. Anschließend muss das Auto mindestens eine Woche bei geöffneten Türen trocknen.
Bevor der Wagen wieder starten kann, muss geprüft werden, ob Wasser in die Ölversorgung, den Tank, die Zylinder oder die Bremsflüssigkeit eingedrungen ist. Dann gibt es nämlich keinen anderen Weg als ab in die Werkstatt. Für Wagen mit Automatikgetriebe ist ein Werkstattaufenthalt für alle weiteren Schritte ohnehin obligatorisch. Um einen Wagen mit Schaltgetriebe zu starten, ist es nach Angaben des AvD notwendig, die Zündkerzen heraus zu drehen und alle Stromverbraucher abzuschalten.
Dann kann vorsichtig die Batterie wieder angeklemmt werden. Hübner erklärt: "Beim Auflegen des Minuspols darf sich maximal ein kleiner Funke zeigen." Eine zweite Person muss derweil den Sicherungskasten des Fahrzeugs im Auge behalten. Gibt es keine Probleme, kann für etwa zwei Sekunden der Anlasser betätigt werden. Funktioniert der, kann der Autofahrer die Zündkerzen wieder einschrauben und den Wagen starten. Eine Zusatzinspektion in der Werkstatt ist aber auf jedem Fall ratsam.
