1. EDITORIAL/ PORTFOLIO, BOERSENAUSBLICK, KONJUNKTUR
__________________________________________________
Liebe Leserinnen und Leser,
PORTFOLIO-ALLOKATION
In der letzten Woche schrieben wir woertlich:
"Die Technologiewerte haben in den letzten zwei Tagen deutlich
zugelegt. Die Frage ist, ob die Kursgewinne im Techsektor anhal-
ten. Die Konjunkturerholung in den USA hat sich nach anfaenglich-
en Zweifeln bislang als robust erwiesen. Die Technologiewerte
sind allerdings in einer internen Rezession gefangen, die mit der
allgemeinen Konjunkturentwicklung recht wenig zu tun hat. Vor
diesem Hintergrund erscheinen die Bewertungslevels bei den Techs
immer noch recht hoch. Anleger, deren Restbestaende an Technolo-
giewerten noch aus der Boomphase stammen, die aber nie eine ra-
tionale und bewusste Kaufentscheidung fuer Technologiewerte ge-
troffen haben, sollten erwaegen, ob sie den juengsten Kursauf-
schwung bei den Techs nicht zu einer grundsaetzlichen Umschich-
tung ihres Portfolios nach verantwortbaren Grundsaetzen der mo-
dernen Portfoliotheorie nutzen sollten."
Leider hat unsere Befuerchtung, dass sich die Technologierallye
von letzter Woche nicht als nachhaltig erweist, zunaechst bestae-
tigt. Da wir, wie bereits letzte Woche aufgefuehrt, nicht sehen,
woher jetzt ein neuer Technologieboom kommen sollte, gehen wir
davon aus, dass in den naechsten Monaten und wahrscheinlich auch
Jahren wieder die industriellen Sektoren staerker in den Vorder-
grund ruecken werden. Dies ist jedoch eine Entwicklung, die den
breiten Markt abbildet und damit gesund ist, denn waehrend die
Technologiewerte in den Boomjahren oftmals 40 oder 50% in den
Portfolios der Anleger einnahmen, nehmen sie weltweit nur wenig
mehr als 5% der gesamten Marktkapitalisierung ein. Wenn der Anle-
ger also 10% seines Portfolios in Technologiewerte investiert
hat, faehrt er gegenueber dem Gesamtmarkt doppeltes Risiko.
Weiter sind wir selektiv von Technologiewerten ueberzeugt, denn
vorwiegend diese verschaffen den Volkswirtschaften die zur Gene-
rierung weiteren Wachstums benoetigten Produktivitaetszugewinne.
Doch die Marktbereinigung im Techsektor ist noch lange nicht ab-
geschlossen - die guten setzen sich durch und die schlechten wird
es in einigen Jahren nicht mehr geben. Deshalb gilt bei Tech-In-
vestments weiterhin: Stock-Picking, Stock-Picking. Stock-Picking
.....
GROSSWETTERLAGE AM AKTIENMARKT - Kapitalverschiebungen
Wie sieht eigentlich die Grosswetterlage am Aktienmarkt aus? Ue-
ber dieses Thema lassen sich ganze Buecher schreiben, ueber die
moeglichen Szenarien ebenso. Ob die Konjunktur nachhaltig wieder
in 1, 2 oder 3 Jahren zulegen wird, ist dabei recht unerheblich.
Lassen Sie uns in aller Kuerze und Unvollstaendigkeit die aktuel-
len Core-Trends wie folgt zusammenfassen:
- Insgesamt steckt die Wall Street in der groessten Vertrauens-
krise seit 30 Jahren. Misstrauen gegenueber der Bilanzqualitaet
der Unternehmen, Terrorangst, der Dollar unter Druck, Misstrau-
en gegen die Researchabteilungen und Analysten der populaeren,
marktbeherrschenden Investmentbanken etc., etc. Dies hat weit-
aus unangenehmere Folgen als die lahmende Konjunktur.
- S&P wird die Bewertungskriterien anpassen, es soll nicht mehr
das wie Kaugummi dehnbare Proforma-Ergebnis herangezogen wer-
den, sondern der tatsaechliche Gewinn. Im Durchschnitt aller
S&P 500-Unternehmen wuerde dies eine 30% hoehere Bewertung nach
sich ziehen. Zwar ist fraglich, ob sich diese Bewertungsgrund-
lage durchsetzen wird, sie verdeutlicht zumindest, dass die US-
Papiere gegenueber den Euroland-Aktien stark ueberbewertet
sind.
- Die billige Finanzierung der US-Verschuldung durch u. a. japa-
nische Investoren, die Geld in Japan zum Null-Tarif (Realzins
in Japan de facto 0) aufnahmen und in sichere US-Bonds anlegten
(sichere Arbitrage-Gewinne) wird in Zukunft so nicht mehr funk-
tionieren, da zum einen der Dollar zu fundamentaler Schwaeche
neigt und zum anderen Japan langsam aus der Rezession kommen
duerfte. Kurzfristig kommt hinzu, dass es Bush geschafft hat,
einen enormen Haushaltsueberschuss schnell in ein Defizit zu
verwandeln. Die Steuersenkungen werden ferner dazu fuehren,
dass die USA erst wieder in einigen Jahren Haushaltsueber-
schuesse erwirtschaften wird.
- Genauso, wie die US-Unternehmenszahlen "frisiert" sind, sind
auch die US-Konjunkturzahlen geschoent. So wird im US-BIP-
Wachstum auch die indexierte Produktivitaetssteigerung (IT-Be-
reich) mit einberechnet, was gegenueber der deutschen Berech-
nungsmethode schnell 1 BIP-Prozent ausmachen kann - zunehmende
Tendenz.
Zwischenbilanz: Deutlich wird, dass US-Aktien und die US-Waehrung
zum Euro und zu Euroland-Aktien ueberbewertet sind. Nun jedoch zu
glauben, US-Aktien geben ab und Euroland-Aktien ziehen an, waere
toericht, da der DAX nicht zulegen wird, wenn der Dow Jones nach-
gibt. Dem entgegen ist aber zu vermuten, dass die Euroland-Aktien
im Vergleich zu den US-Aktien in Zukunft besser performen werden.
Die absolute Kursrichtung kann damit natuerlich noch nicht be-
stimmt werden. Also einige weitere Faktoren:
Wie wir bereits seit geraumer Zeit auffuehren, sehen wir eine
nachhaltige, lange waehrende Kapitalverlagerung in die Emerging
Markets. Dies bedeutet, dass Anleger den Anteil ihres Vermoegens,
der in die Emerging Markets investiert wird, sukzessive erhoehen
sollten:
Erfahrungsgemaess sollten Emerging Markets antizyklisch gekauft
werden, sobald der globale Konjunkturzyklus seinen Tiefstpunkt
erreicht hat und vor dem Turnaround steht. Dies wird unserer An-
sicht nach in den Jahren 2002, vor allem aber 2003 der Fall sein.
Bekanntlich sind Emerging Markets vergleichbar mit einem Call-Op-
tionsschein auf eine bevorstehende Erholung der Weltwirtschaft.
Die Emerging Markets profitieren vom wirtschaftlichen Aufschwung
auf Grund ihrer ausgepraegten Exportabhaengigkeit ueberproportio-
nal. Die Vergangenheit zeigt eindeutig, dass sich in dieser Phase
die Emerging Markets am besten entwickeln.
Ferner muss beruecksichtigt werden, dass Investoren staendig auf
der Suche nach Anlagemoeglichkeiten sind, welche ueberdurch-
schnittliche Renditen versprechen. Dies gilt insbesondere waeh-
rend Phasen geringerer Wachstumsraten der Weltwirtschaft. Diese
Erwartung ueberdurchschnittlicher Performance fuehrte in den
letzten Jahren in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise bei
den Technologiewerten stets zu starken Kapitalzufluessen. Anlage-
moeglichkeiten mit ueberdurchschnittlichem Gewinnpotenzial befin-
den sich nun vorwiegend in den Emerging Markets.
Ein Turnaround der Emerging Markets als eine der wenigen Asset-
klassen, die ueberdurchschnittliche Wachstumsraten erwarten las-
sen, erscheint fuer die naechsten Jahre auch in fundamentaler
Hinsicht durchaus wahrscheinlich. Wir glauben daher, dass Invest-
ments in die Emerging Markets in den naechsten Jahren eintraegli-
cher sein werden als solche in die reiferen, entwickelten und in
gewisser Weise auch arrivierten Maerkte.
BOERSENAUSBLICK
Zu Wochenbeginn gerieten die Aktienmaerkte, die in der Vorwoche
eigentlich im Begriff waren, die Trendwende einzuleiten, auf
Grund massiver Terrorwarnungen aus den USA sowie auf Grund des
eskalierenden Kashmirkonflikts unter Druck. Nun koennte diese
Angst etwas abebben, was in Verbindung mit den hervorragenden US-
Konjunkturdaten der letzten Tage zu einer Aufwaertsbewegung des
Marktes fuehren koennte. Die US-Auftragseingaenge langlebiger
Wirtschaftsgueter wurden mit +1,1% dreimal so hoch wie erwartet
veroeffentlicht und auch die juengsten Einzelhandelsdaten fielen
sehr konstruktiv aus.
Nach wie vor ist das Marktsentiment jedoch unberechenbar, Anleger
sollten daher weiter restriktiv absichern. Der DAX verkehrt der-
zeit am unteren Ende der seit Jahresbeginn etablierten Trading-
range. Die untere Unterstuetzung sehen wir bei 4.770/4.700 Punk-
ten, das Aufwaertspotenzial im Rahmen dieser Tradingrange er-
streckt sich bis auf 5.300/5.400 Punkte.
4. PREUSSAG / antizyklische Einstiegschance fuer Mutige
__________________________________________________
Preussag, das fuehrende Touristikunternehmen, litt besonders, da
in mehrfacher Hinsicht (Flugangst, Konjunkturbaisse, hohe Treib-
stoffkosten) unter den Terroranschlaegen. In den letzten Tagen
ermaessigte sich der Titel stark, was vornehmlich auf die massi-
ven Terorwarnungen zu Wochenbeginn und auf die signifikante Ge-
winnwarnung eines britischen Konkurrenten zurueck zu fuehren ist.
Bei den Kursverlusten der letzten Tage war viel Angst im Spiel.
Wir gehen davon aus, dass dieser Angst-Discount in einem neutra-
len oder positiven Marktumfeld wieder abgebaut wird. Da wir die
Aufwaertschancen des Gesamtmarktes derzeit fuer etwas hoeher als
die Abwaertsrisiken halten, gehen wir davon aus, dass die PREUS-
SAG-Aktie ueber erhebliches Erholungspotenzial verfuegt.
Im Hinblick auf die hohen Treibstoffkosten, sowie auf die weiter
mal staerker, mal weniger stark vorhandene Terrorangst, welche
die Fernreiselust der Kunden beeintraechtigt, und die etwas lang-
samer als erhofft voranschreitende Konjunkturerholung, koennte
auch bei Preussag durchaus nochmals eine Gewinnwarnung bevorste-
hen. Diese Wahrscheinlichkeit wurde mit den juengsten Kursrueck-
gaengen unseres Erachtens eingepreist. Kommt demnaechst also eine
Gewinnwarnung von Preussag, wird dies den aktuell stark ermaes-
sigten Kurs nicht mehr sonderlich belasten.
Kommt die befuerchtete Gewinnwarnung hingegen nicht, sind die
Maerkte von einem Worstcase-Szenario ausgegangen, das nicht ein-
tritt. So erscheint das weitere Rueckschlagspotenzial der Preus-
sag-Aktie begrenzt, waehrend die Aufwaertschancen insbesondere
mittel- bis langfristig signifikant erscheinen. Dies impliziert
ein positives Chancen/Risiken-Profil, welches die Erfolgswahr-
scheinlichkeit eines antizyklischen Preussag-Engagements auf dem
erniedrigten Kursniveau recht hoch erscheinen laesst.
Gerade fuer Preussag gilt: Je laenger der Anlagehorizont, desto
hoeher die Erfolgswahrscheinlichkeit, da sich langfristig erfah-
rungsgemaess die Fundamentaldaten durchsetzen, die sich bei
Preussag, sieht man von den temporaeren geopolitischen Verwerfun-
gen ab, sehr konstruktiv darstellen. So gelang es Preussag, vom
einem Grund- und Rohstoff-orientierten Konzern zum Touristik-
Marktfuehrer zu avancieren.
Als Kostenfuehrer in der Touristikbranche hat Preussag insbeson-
dere in der Krise hervorragende Voraussetzungen, ein Preisdiktat
auszuueben, welches kleineren Wettbewerbern hart zusetzt. Dies
hat zur Folge, dass Preussag aus der aktuell durchaus diffizilen
Marktphase gestaerkt und mit vergroesserten Marktanteilen hervor
gehen wird. Voruebergehende externe Marktverwerfungen hin oder
her, langfristig ist der Touristikmarkt ein Wachstumsmarkt, an
dessen Zuwachsraten Preussag als Marktfuehrer mit flexibler Des-
tination-Politik ueberproportional profitieren wird.
Im laufenden Jahr rechnen wir mit einer Gewinnstagnation, das
Folgejahr 2003 duerfte ueberwiegend im Zeichen des konjunkturel-
len Aufschwungs stehen, so dass wir fuer 2003 mit einer hoeheren
Gewinndynamik bzw. mit einem EPS von 2,30 ausgehen, was auf Ba-
sis des aktuellen Kurses ein sehr preiswertes 03e-KGV von unter
12 bedeutet. Unser Rating lautet auf "Long Term Buy".
PREUSSAG, WKN: 695200
Marktkapitalisierung: 5,1 MRD Euro
Umsatzmultiple 03e: 0,24
EPS 03e: 2,30 Euro
KGV 03e: 12
Kurs XETRA 23.05. 26,70 Euro
52-Wochen-Hoch: 40,41 Euro
52-Wochen-Tief: 17,15 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 24,40 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term Buy"
5. SAP AG / Einstiegsniveau erreicht oder nicht mehr fern
__________________________________________________
Die SAP-Aktie ist eine unser bevorzugten Tradingaktien, Sie als
Aktienservice-Leserin/Leser wissen dies. So rieten wir nach dem
11. September verschiedentlich zum Einstieg, das Papier stieg
nach den Terroranschlaegen von 100 auf knapp 180 Euro bis Mitte
Maerz. Seit diesem Zeitpunkt hat die SAP-Aktie ein Dritel ihres
Wertes engebuesst. Das bedeutet, dass der Kurs der SAP-Aktie in
den letzten 2 Monaten knapp 35% abgegeben hat. Auf fundamentale
Nachrichten ist dies nicht zurueck zu fuehren.
Die fundamental recht ambitioniert bewertete SAP-Aktie wurde ih-
rer hohen Bewertung bislang auch gerecht, so zeigte sich das Un-
ternehmen im Vergleich zur Konkurrenz als sehr widerstandsfaehig
und praesentierte ungeachtet der IT-Rezession immer noch sehr an-
sprechende Unternehmensergebnisse. Doch hoch bewertete Aktien, so
gut sie auch sind, korrelieren stark mit der Gesamtmarktstimmung.
Fuer negative Stimmungslagen am Aktienmarkt sind sie sehr em-
pfaenglich.
So hat sich die Gesamtmarkstimmung seit Mitte Maerz wieder stark
verschlechtert, nahezu alle bekannten Softwareunternehmen mit
Ausnahme von SAP praesentierten seitdem zum Teil recht harsche
Gewinnwarnungen. Zudem wurde der Software-Sektor von populaeren
angelsaechsischen Investmentbanken mehrfach herabgestuft. Dies
alles ging an der SAP-Aktie natuerlich nicht spurlos vorbei.
Doch ist die Marktstimmung ein wechselhaftes Phaenomen, auf Regen
folgt in der Regel Sonnenschein. Der SAP-Chart reflektiert dies
hervorragend, so bewegt sich das Papier nach wie vor in einer
breit gefassten, dafuer aber umso definierteren Tradingrange zwi-
schen 100 und 180 Euro. Ab 180 Euro steigen die Langfrist-Inves-
toren ein, unter 100 Euro verkaufen die Weltuntergangs-Propagan-
disten. Zwischen 100 und 180 Euro agieren die kurz- bis mittel-
fristig agierenden Trader und Anleger.
Das Rezept ist einfach: Im Bereich von 100-120 Euro wird antizyk-
lisch in die Schwaeche hinein gekauft, im Bereich von 160-180 Eu-
ro wird in die Staerke hinein verkauft. Bei 113 Euro hat die SAP-
Aktie vor wenigen Tagen ihr vorlaeufiges Tief erreicht, konnte
sich leicht erholen und notiert nun bei knapp 116 Euro. Wir sehen
nun ein attraktives Einstiegsniveau mit guten Chancen, dass sich
die SAP-Aktie wieder in Richtung des oberen Widerstandes bewegt.
Die Fundamentalbewertung ist immer noch nicht echt preiswert, ein
03e-KGV von unter 30 halten wir bei SAP in Anbetracht des hervor-
ragenden Ergebis-Track-Records jedoch ohne weiteres fuer argumen-
tierbar. Unser Rating lautet auf "Trading Buy". Technisch orien-
tierte Anleger sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass je-
derzeit noch der Absturz in Richtung 100-Euro-Marke moeglich ist.
Ein Stopp-Loss sollte daher je nach Risikoneigung nicht unter 98
Euro platziert werden.
SAP AG, WKN: 716460
Marktkapitalisierung: 35,7 MRD Euro
Umsatzmultiple 03e: 3,7
EPS 03e: 3,88 Euro
KGV 03e: 30
Kurs XETRA 23.05. 115,75 Euro
52-Wochen-Hoch: 182,50 Euro
52-Wochen-Tief: 90,50 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 98,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Trading Buy"
TERMINE:
MONTAG, 27. Mai
US Volkstrauertag, Feiertage USA
DE Advanced Medien AG - 3-Monatsabschluss
Broadnet Mediascape Communications AG - 3-Monatsabschluss
CANCOM IT Systeme AG - Hauptversammlung
CyBio AG - 3-Monatsabschluss
Fritz Nols AG - Analystenpraesentation, Bilanzpressekonf.
IN-motion AG movie & TV productions - Hauptversammlung
InfoGenie Europe AG - 3-Monatsabschluss
Medisana AG - 3-Monatsabschluss
MME Me, Myself & Eye Entertainment AG - 3-Monatsabschluss
Nordex AG - 6-Monatsabschluss
OTI On Track Innovations Ltd. - 3-Monatsabschluss
SINGULUS TECHNOLOGIES AG - Hauptversammlung
US-KONJUNKTURDATEN
Datum Zeit ET Bezeichnung Periode Markterwartung Vorperiode
May 24 8:30 AM Chain Deflator-Prel. 0.8% 0.8%
May 24 8:30 AM GDP-Prel. 6.0% 5.8%
May 24 10:00 AM New Home Sales 885K 878K
__________________________________________________
8. BANKANALYSEN & RATINGS renommierter Institute - Standardwerte
__________________________________________________
Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
schnell auffinden koennen.
TITEL RATING INSTITUT DATUM
Bayer akkumulieren Berliner Sparkasse 22.05.
Beiersdorf Kursziel 150 Euro Commerzbank 22.05.
DaimlerChrysl. "add" HSBC Investmentbank 23.05.
Degussa "hold" SEB 22.05.
Degussa "sell" HSBC Investmentbank 22.05.
Degussa Downgrade Credit Suisse First B. 22.05.
Degussa Downgrade WestLB Panmure 22.05.
Degussa Upgrade auf "buy" Commerzbank 22.05.
Deutsche Bank Kursziel erhoeht Credit Suisse First B. 23.05.
Deutsche Telek "attractive" Bear Stearns 22.05.
Deutsche Telek "buy" Berenberg Bank 22.05.
Deutsche Telek "buy" SEB 22.05.
Deutsche Telek "reduce" HSBC Investmentbank 23.05.
Deutsche Telek fairer Wert 31 Euro Sal. Oppenheim 23.05.
Deutsche Telek kein Investment Sparkasse Bremen 23.05.
Deutsche Telek neues Kursziel Bankhaus Metzler 23.05.
Deutsche Telek neues Kursziel MSDW 23.05.
Deutsche Telek Outperformer LB Baden-Wuerttemberg 23.05.
Deutsche Telek reduzieren WGZ-Bank 22.05.
Deutsche Telek uebergewichten BW Bank 22.05.
Douglas Hold Outperformer Sal. Oppenheim 23.05.
E.ON "buy" Schroder Salomon S. B. 22.05.
E.ON Outperformer Sal. Oppenheim 23.05.
HypoVereinsbk "add" HSBC Investmentbank 23.05.
HypoVereinsbk "reduce" SEB 22.05.
HypoVereinsbk "sell" Bankhaus Metzler 22.05.
HypoVereinsbk akkumulieren WGZ-Bank 22.05.
HypoVereinsbk Marketperformer LB Baden-Wuerttemberg 22.05.
HypoVereinsbk neues Kursziel Lehman Brothers 23.05.
HypoVereinsbk neutral Sparkasse Bremen 23.05.
HypoVereinsbk Outperformer Sal. Oppenheim 23.05.
Infineon kaufen Berliner Sparkasse 22.05.
KarstadtQuelle Outperformer Sal. Oppenheim 23.05.
Koenig & Bauer untergewichten Helaba Trust 23.05.
MLP "buy" HSBC Trinkaus & Burkh. 22.05.
MLP "buy" WestLB Panmure 22.05.
MLP Downgrade Bankhaus Metzler 22.05.
MLP hoeh. Kurse in Sicht M.M.Warburg & CO 23.05.
MLP Marketperformer LB Baden-Wuerttemberg 22.05.
Muenchen Rueck mit Kurspotenzial Helaba Trust 22.05.
ProSiebenSAT.1
Media neues Kursziel HSBC T&B 23.05.
ProSiebenSat.1
Media reduzieren LB Baden-Wuerttemberg 22.05.
ProSiebenSAT.1
Media VZ Downgrade Merrill Lynch 22.05.
SAP neues Kursziel Goldman Sachs 22.05.
SAP neues Kursziel WestLB Panmure 23.05.
SAP uebergewichten BW Bank 22.05.
SAP Upgrade Helaba Trust 23.05.
Siemens "buy" J.P. Morg. Chase & Co. 22.05.
STADA Arzneim "strong buy" Merrill Lynch 23.05.
Stinnes Marketperformer LB Schleswig-Holstein 23.05.
ThyssenKrupp "buy" Commerzbank 22.05.
ThyssenKrupp "outperform" BNP Paribas 23.05.
Volkswagen Kursziel erhoeht Lehman Brothers 22.05.
Volkswagen Upgrade auf "buy" CSFB 22.05.
Gruß Pichel
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Liebe Leserinnen und Leser,
PORTFOLIO-ALLOKATION
In der letzten Woche schrieben wir woertlich:
"Die Technologiewerte haben in den letzten zwei Tagen deutlich
zugelegt. Die Frage ist, ob die Kursgewinne im Techsektor anhal-
ten. Die Konjunkturerholung in den USA hat sich nach anfaenglich-
en Zweifeln bislang als robust erwiesen. Die Technologiewerte
sind allerdings in einer internen Rezession gefangen, die mit der
allgemeinen Konjunkturentwicklung recht wenig zu tun hat. Vor
diesem Hintergrund erscheinen die Bewertungslevels bei den Techs
immer noch recht hoch. Anleger, deren Restbestaende an Technolo-
giewerten noch aus der Boomphase stammen, die aber nie eine ra-
tionale und bewusste Kaufentscheidung fuer Technologiewerte ge-
troffen haben, sollten erwaegen, ob sie den juengsten Kursauf-
schwung bei den Techs nicht zu einer grundsaetzlichen Umschich-
tung ihres Portfolios nach verantwortbaren Grundsaetzen der mo-
dernen Portfoliotheorie nutzen sollten."
Leider hat unsere Befuerchtung, dass sich die Technologierallye
von letzter Woche nicht als nachhaltig erweist, zunaechst bestae-
tigt. Da wir, wie bereits letzte Woche aufgefuehrt, nicht sehen,
woher jetzt ein neuer Technologieboom kommen sollte, gehen wir
davon aus, dass in den naechsten Monaten und wahrscheinlich auch
Jahren wieder die industriellen Sektoren staerker in den Vorder-
grund ruecken werden. Dies ist jedoch eine Entwicklung, die den
breiten Markt abbildet und damit gesund ist, denn waehrend die
Technologiewerte in den Boomjahren oftmals 40 oder 50% in den
Portfolios der Anleger einnahmen, nehmen sie weltweit nur wenig
mehr als 5% der gesamten Marktkapitalisierung ein. Wenn der Anle-
ger also 10% seines Portfolios in Technologiewerte investiert
hat, faehrt er gegenueber dem Gesamtmarkt doppeltes Risiko.
Weiter sind wir selektiv von Technologiewerten ueberzeugt, denn
vorwiegend diese verschaffen den Volkswirtschaften die zur Gene-
rierung weiteren Wachstums benoetigten Produktivitaetszugewinne.
Doch die Marktbereinigung im Techsektor ist noch lange nicht ab-
geschlossen - die guten setzen sich durch und die schlechten wird
es in einigen Jahren nicht mehr geben. Deshalb gilt bei Tech-In-
vestments weiterhin: Stock-Picking, Stock-Picking. Stock-Picking
.....
GROSSWETTERLAGE AM AKTIENMARKT - Kapitalverschiebungen
Wie sieht eigentlich die Grosswetterlage am Aktienmarkt aus? Ue-
ber dieses Thema lassen sich ganze Buecher schreiben, ueber die
moeglichen Szenarien ebenso. Ob die Konjunktur nachhaltig wieder
in 1, 2 oder 3 Jahren zulegen wird, ist dabei recht unerheblich.
Lassen Sie uns in aller Kuerze und Unvollstaendigkeit die aktuel-
len Core-Trends wie folgt zusammenfassen:
- Insgesamt steckt die Wall Street in der groessten Vertrauens-
krise seit 30 Jahren. Misstrauen gegenueber der Bilanzqualitaet
der Unternehmen, Terrorangst, der Dollar unter Druck, Misstrau-
en gegen die Researchabteilungen und Analysten der populaeren,
marktbeherrschenden Investmentbanken etc., etc. Dies hat weit-
aus unangenehmere Folgen als die lahmende Konjunktur.
- S&P wird die Bewertungskriterien anpassen, es soll nicht mehr
das wie Kaugummi dehnbare Proforma-Ergebnis herangezogen wer-
den, sondern der tatsaechliche Gewinn. Im Durchschnitt aller
S&P 500-Unternehmen wuerde dies eine 30% hoehere Bewertung nach
sich ziehen. Zwar ist fraglich, ob sich diese Bewertungsgrund-
lage durchsetzen wird, sie verdeutlicht zumindest, dass die US-
Papiere gegenueber den Euroland-Aktien stark ueberbewertet
sind.
- Die billige Finanzierung der US-Verschuldung durch u. a. japa-
nische Investoren, die Geld in Japan zum Null-Tarif (Realzins
in Japan de facto 0) aufnahmen und in sichere US-Bonds anlegten
(sichere Arbitrage-Gewinne) wird in Zukunft so nicht mehr funk-
tionieren, da zum einen der Dollar zu fundamentaler Schwaeche
neigt und zum anderen Japan langsam aus der Rezession kommen
duerfte. Kurzfristig kommt hinzu, dass es Bush geschafft hat,
einen enormen Haushaltsueberschuss schnell in ein Defizit zu
verwandeln. Die Steuersenkungen werden ferner dazu fuehren,
dass die USA erst wieder in einigen Jahren Haushaltsueber-
schuesse erwirtschaften wird.
- Genauso, wie die US-Unternehmenszahlen "frisiert" sind, sind
auch die US-Konjunkturzahlen geschoent. So wird im US-BIP-
Wachstum auch die indexierte Produktivitaetssteigerung (IT-Be-
reich) mit einberechnet, was gegenueber der deutschen Berech-
nungsmethode schnell 1 BIP-Prozent ausmachen kann - zunehmende
Tendenz.
Zwischenbilanz: Deutlich wird, dass US-Aktien und die US-Waehrung
zum Euro und zu Euroland-Aktien ueberbewertet sind. Nun jedoch zu
glauben, US-Aktien geben ab und Euroland-Aktien ziehen an, waere
toericht, da der DAX nicht zulegen wird, wenn der Dow Jones nach-
gibt. Dem entgegen ist aber zu vermuten, dass die Euroland-Aktien
im Vergleich zu den US-Aktien in Zukunft besser performen werden.
Die absolute Kursrichtung kann damit natuerlich noch nicht be-
stimmt werden. Also einige weitere Faktoren:
Wie wir bereits seit geraumer Zeit auffuehren, sehen wir eine
nachhaltige, lange waehrende Kapitalverlagerung in die Emerging
Markets. Dies bedeutet, dass Anleger den Anteil ihres Vermoegens,
der in die Emerging Markets investiert wird, sukzessive erhoehen
sollten:
Erfahrungsgemaess sollten Emerging Markets antizyklisch gekauft
werden, sobald der globale Konjunkturzyklus seinen Tiefstpunkt
erreicht hat und vor dem Turnaround steht. Dies wird unserer An-
sicht nach in den Jahren 2002, vor allem aber 2003 der Fall sein.
Bekanntlich sind Emerging Markets vergleichbar mit einem Call-Op-
tionsschein auf eine bevorstehende Erholung der Weltwirtschaft.
Die Emerging Markets profitieren vom wirtschaftlichen Aufschwung
auf Grund ihrer ausgepraegten Exportabhaengigkeit ueberproportio-
nal. Die Vergangenheit zeigt eindeutig, dass sich in dieser Phase
die Emerging Markets am besten entwickeln.
Ferner muss beruecksichtigt werden, dass Investoren staendig auf
der Suche nach Anlagemoeglichkeiten sind, welche ueberdurch-
schnittliche Renditen versprechen. Dies gilt insbesondere waeh-
rend Phasen geringerer Wachstumsraten der Weltwirtschaft. Diese
Erwartung ueberdurchschnittlicher Performance fuehrte in den
letzten Jahren in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise bei
den Technologiewerten stets zu starken Kapitalzufluessen. Anlage-
moeglichkeiten mit ueberdurchschnittlichem Gewinnpotenzial befin-
den sich nun vorwiegend in den Emerging Markets.
Ein Turnaround der Emerging Markets als eine der wenigen Asset-
klassen, die ueberdurchschnittliche Wachstumsraten erwarten las-
sen, erscheint fuer die naechsten Jahre auch in fundamentaler
Hinsicht durchaus wahrscheinlich. Wir glauben daher, dass Invest-
ments in die Emerging Markets in den naechsten Jahren eintraegli-
cher sein werden als solche in die reiferen, entwickelten und in
gewisser Weise auch arrivierten Maerkte.
BOERSENAUSBLICK
Zu Wochenbeginn gerieten die Aktienmaerkte, die in der Vorwoche
eigentlich im Begriff waren, die Trendwende einzuleiten, auf
Grund massiver Terrorwarnungen aus den USA sowie auf Grund des
eskalierenden Kashmirkonflikts unter Druck. Nun koennte diese
Angst etwas abebben, was in Verbindung mit den hervorragenden US-
Konjunkturdaten der letzten Tage zu einer Aufwaertsbewegung des
Marktes fuehren koennte. Die US-Auftragseingaenge langlebiger
Wirtschaftsgueter wurden mit +1,1% dreimal so hoch wie erwartet
veroeffentlicht und auch die juengsten Einzelhandelsdaten fielen
sehr konstruktiv aus.
Nach wie vor ist das Marktsentiment jedoch unberechenbar, Anleger
sollten daher weiter restriktiv absichern. Der DAX verkehrt der-
zeit am unteren Ende der seit Jahresbeginn etablierten Trading-
range. Die untere Unterstuetzung sehen wir bei 4.770/4.700 Punk-
ten, das Aufwaertspotenzial im Rahmen dieser Tradingrange er-
streckt sich bis auf 5.300/5.400 Punkte.
4. PREUSSAG / antizyklische Einstiegschance fuer Mutige
__________________________________________________
Preussag, das fuehrende Touristikunternehmen, litt besonders, da
in mehrfacher Hinsicht (Flugangst, Konjunkturbaisse, hohe Treib-
stoffkosten) unter den Terroranschlaegen. In den letzten Tagen
ermaessigte sich der Titel stark, was vornehmlich auf die massi-
ven Terorwarnungen zu Wochenbeginn und auf die signifikante Ge-
winnwarnung eines britischen Konkurrenten zurueck zu fuehren ist.
Bei den Kursverlusten der letzten Tage war viel Angst im Spiel.
Wir gehen davon aus, dass dieser Angst-Discount in einem neutra-
len oder positiven Marktumfeld wieder abgebaut wird. Da wir die
Aufwaertschancen des Gesamtmarktes derzeit fuer etwas hoeher als
die Abwaertsrisiken halten, gehen wir davon aus, dass die PREUS-
SAG-Aktie ueber erhebliches Erholungspotenzial verfuegt.
Im Hinblick auf die hohen Treibstoffkosten, sowie auf die weiter
mal staerker, mal weniger stark vorhandene Terrorangst, welche
die Fernreiselust der Kunden beeintraechtigt, und die etwas lang-
samer als erhofft voranschreitende Konjunkturerholung, koennte
auch bei Preussag durchaus nochmals eine Gewinnwarnung bevorste-
hen. Diese Wahrscheinlichkeit wurde mit den juengsten Kursrueck-
gaengen unseres Erachtens eingepreist. Kommt demnaechst also eine
Gewinnwarnung von Preussag, wird dies den aktuell stark ermaes-
sigten Kurs nicht mehr sonderlich belasten.
Kommt die befuerchtete Gewinnwarnung hingegen nicht, sind die
Maerkte von einem Worstcase-Szenario ausgegangen, das nicht ein-
tritt. So erscheint das weitere Rueckschlagspotenzial der Preus-
sag-Aktie begrenzt, waehrend die Aufwaertschancen insbesondere
mittel- bis langfristig signifikant erscheinen. Dies impliziert
ein positives Chancen/Risiken-Profil, welches die Erfolgswahr-
scheinlichkeit eines antizyklischen Preussag-Engagements auf dem
erniedrigten Kursniveau recht hoch erscheinen laesst.
Gerade fuer Preussag gilt: Je laenger der Anlagehorizont, desto
hoeher die Erfolgswahrscheinlichkeit, da sich langfristig erfah-
rungsgemaess die Fundamentaldaten durchsetzen, die sich bei
Preussag, sieht man von den temporaeren geopolitischen Verwerfun-
gen ab, sehr konstruktiv darstellen. So gelang es Preussag, vom
einem Grund- und Rohstoff-orientierten Konzern zum Touristik-
Marktfuehrer zu avancieren.
Als Kostenfuehrer in der Touristikbranche hat Preussag insbeson-
dere in der Krise hervorragende Voraussetzungen, ein Preisdiktat
auszuueben, welches kleineren Wettbewerbern hart zusetzt. Dies
hat zur Folge, dass Preussag aus der aktuell durchaus diffizilen
Marktphase gestaerkt und mit vergroesserten Marktanteilen hervor
gehen wird. Voruebergehende externe Marktverwerfungen hin oder
her, langfristig ist der Touristikmarkt ein Wachstumsmarkt, an
dessen Zuwachsraten Preussag als Marktfuehrer mit flexibler Des-
tination-Politik ueberproportional profitieren wird.
Im laufenden Jahr rechnen wir mit einer Gewinnstagnation, das
Folgejahr 2003 duerfte ueberwiegend im Zeichen des konjunkturel-
len Aufschwungs stehen, so dass wir fuer 2003 mit einer hoeheren
Gewinndynamik bzw. mit einem EPS von 2,30 ausgehen, was auf Ba-
sis des aktuellen Kurses ein sehr preiswertes 03e-KGV von unter
12 bedeutet. Unser Rating lautet auf "Long Term Buy".
PREUSSAG, WKN: 695200
Marktkapitalisierung: 5,1 MRD Euro
Umsatzmultiple 03e: 0,24
EPS 03e: 2,30 Euro
KGV 03e: 12
Kurs XETRA 23.05. 26,70 Euro
52-Wochen-Hoch: 40,41 Euro
52-Wochen-Tief: 17,15 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 24,40 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term Buy"
5. SAP AG / Einstiegsniveau erreicht oder nicht mehr fern
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Die SAP-Aktie ist eine unser bevorzugten Tradingaktien, Sie als
Aktienservice-Leserin/Leser wissen dies. So rieten wir nach dem
11. September verschiedentlich zum Einstieg, das Papier stieg
nach den Terroranschlaegen von 100 auf knapp 180 Euro bis Mitte
Maerz. Seit diesem Zeitpunkt hat die SAP-Aktie ein Dritel ihres
Wertes engebuesst. Das bedeutet, dass der Kurs der SAP-Aktie in
den letzten 2 Monaten knapp 35% abgegeben hat. Auf fundamentale
Nachrichten ist dies nicht zurueck zu fuehren.
Die fundamental recht ambitioniert bewertete SAP-Aktie wurde ih-
rer hohen Bewertung bislang auch gerecht, so zeigte sich das Un-
ternehmen im Vergleich zur Konkurrenz als sehr widerstandsfaehig
und praesentierte ungeachtet der IT-Rezession immer noch sehr an-
sprechende Unternehmensergebnisse. Doch hoch bewertete Aktien, so
gut sie auch sind, korrelieren stark mit der Gesamtmarktstimmung.
Fuer negative Stimmungslagen am Aktienmarkt sind sie sehr em-
pfaenglich.
So hat sich die Gesamtmarkstimmung seit Mitte Maerz wieder stark
verschlechtert, nahezu alle bekannten Softwareunternehmen mit
Ausnahme von SAP praesentierten seitdem zum Teil recht harsche
Gewinnwarnungen. Zudem wurde der Software-Sektor von populaeren
angelsaechsischen Investmentbanken mehrfach herabgestuft. Dies
alles ging an der SAP-Aktie natuerlich nicht spurlos vorbei.
Doch ist die Marktstimmung ein wechselhaftes Phaenomen, auf Regen
folgt in der Regel Sonnenschein. Der SAP-Chart reflektiert dies
hervorragend, so bewegt sich das Papier nach wie vor in einer
breit gefassten, dafuer aber umso definierteren Tradingrange zwi-
schen 100 und 180 Euro. Ab 180 Euro steigen die Langfrist-Inves-
toren ein, unter 100 Euro verkaufen die Weltuntergangs-Propagan-
disten. Zwischen 100 und 180 Euro agieren die kurz- bis mittel-
fristig agierenden Trader und Anleger.
Das Rezept ist einfach: Im Bereich von 100-120 Euro wird antizyk-
lisch in die Schwaeche hinein gekauft, im Bereich von 160-180 Eu-
ro wird in die Staerke hinein verkauft. Bei 113 Euro hat die SAP-
Aktie vor wenigen Tagen ihr vorlaeufiges Tief erreicht, konnte
sich leicht erholen und notiert nun bei knapp 116 Euro. Wir sehen
nun ein attraktives Einstiegsniveau mit guten Chancen, dass sich
die SAP-Aktie wieder in Richtung des oberen Widerstandes bewegt.
Die Fundamentalbewertung ist immer noch nicht echt preiswert, ein
03e-KGV von unter 30 halten wir bei SAP in Anbetracht des hervor-
ragenden Ergebis-Track-Records jedoch ohne weiteres fuer argumen-
tierbar. Unser Rating lautet auf "Trading Buy". Technisch orien-
tierte Anleger sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass je-
derzeit noch der Absturz in Richtung 100-Euro-Marke moeglich ist.
Ein Stopp-Loss sollte daher je nach Risikoneigung nicht unter 98
Euro platziert werden.
SAP AG, WKN: 716460
Marktkapitalisierung: 35,7 MRD Euro
Umsatzmultiple 03e: 3,7
EPS 03e: 3,88 Euro
KGV 03e: 30
Kurs XETRA 23.05. 115,75 Euro
52-Wochen-Hoch: 182,50 Euro
52-Wochen-Tief: 90,50 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 98,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Trading Buy"
TERMINE:
MONTAG, 27. Mai
US Volkstrauertag, Feiertage USA
DE Advanced Medien AG - 3-Monatsabschluss
Broadnet Mediascape Communications AG - 3-Monatsabschluss
CANCOM IT Systeme AG - Hauptversammlung
CyBio AG - 3-Monatsabschluss
Fritz Nols AG - Analystenpraesentation, Bilanzpressekonf.
IN-motion AG movie & TV productions - Hauptversammlung
InfoGenie Europe AG - 3-Monatsabschluss
Medisana AG - 3-Monatsabschluss
MME Me, Myself & Eye Entertainment AG - 3-Monatsabschluss
Nordex AG - 6-Monatsabschluss
OTI On Track Innovations Ltd. - 3-Monatsabschluss
SINGULUS TECHNOLOGIES AG - Hauptversammlung
US-KONJUNKTURDATEN
Datum Zeit ET Bezeichnung Periode Markterwartung Vorperiode
May 24 8:30 AM Chain Deflator-Prel. 0.8% 0.8%
May 24 8:30 AM GDP-Prel. 6.0% 5.8%
May 24 10:00 AM New Home Sales 885K 878K
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8. BANKANALYSEN & RATINGS renommierter Institute - Standardwerte
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Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
schnell auffinden koennen.
TITEL RATING INSTITUT DATUM
Bayer akkumulieren Berliner Sparkasse 22.05.
Beiersdorf Kursziel 150 Euro Commerzbank 22.05.
DaimlerChrysl. "add" HSBC Investmentbank 23.05.
Degussa "hold" SEB 22.05.
Degussa "sell" HSBC Investmentbank 22.05.
Degussa Downgrade Credit Suisse First B. 22.05.
Degussa Downgrade WestLB Panmure 22.05.
Degussa Upgrade auf "buy" Commerzbank 22.05.
Deutsche Bank Kursziel erhoeht Credit Suisse First B. 23.05.
Deutsche Telek "attractive" Bear Stearns 22.05.
Deutsche Telek "buy" Berenberg Bank 22.05.
Deutsche Telek "buy" SEB 22.05.
Deutsche Telek "reduce" HSBC Investmentbank 23.05.
Deutsche Telek fairer Wert 31 Euro Sal. Oppenheim 23.05.
Deutsche Telek kein Investment Sparkasse Bremen 23.05.
Deutsche Telek neues Kursziel Bankhaus Metzler 23.05.
Deutsche Telek neues Kursziel MSDW 23.05.
Deutsche Telek Outperformer LB Baden-Wuerttemberg 23.05.
Deutsche Telek reduzieren WGZ-Bank 22.05.
Deutsche Telek uebergewichten BW Bank 22.05.
Douglas Hold Outperformer Sal. Oppenheim 23.05.
E.ON "buy" Schroder Salomon S. B. 22.05.
E.ON Outperformer Sal. Oppenheim 23.05.
HypoVereinsbk "add" HSBC Investmentbank 23.05.
HypoVereinsbk "reduce" SEB 22.05.
HypoVereinsbk "sell" Bankhaus Metzler 22.05.
HypoVereinsbk akkumulieren WGZ-Bank 22.05.
HypoVereinsbk Marketperformer LB Baden-Wuerttemberg 22.05.
HypoVereinsbk neues Kursziel Lehman Brothers 23.05.
HypoVereinsbk neutral Sparkasse Bremen 23.05.
HypoVereinsbk Outperformer Sal. Oppenheim 23.05.
Infineon kaufen Berliner Sparkasse 22.05.
KarstadtQuelle Outperformer Sal. Oppenheim 23.05.
Koenig & Bauer untergewichten Helaba Trust 23.05.
MLP "buy" HSBC Trinkaus & Burkh. 22.05.
MLP "buy" WestLB Panmure 22.05.
MLP Downgrade Bankhaus Metzler 22.05.
MLP hoeh. Kurse in Sicht M.M.Warburg & CO 23.05.
MLP Marketperformer LB Baden-Wuerttemberg 22.05.
Muenchen Rueck mit Kurspotenzial Helaba Trust 22.05.
ProSiebenSAT.1
Media neues Kursziel HSBC T&B 23.05.
ProSiebenSat.1
Media reduzieren LB Baden-Wuerttemberg 22.05.
ProSiebenSAT.1
Media VZ Downgrade Merrill Lynch 22.05.
SAP neues Kursziel Goldman Sachs 22.05.
SAP neues Kursziel WestLB Panmure 23.05.
SAP uebergewichten BW Bank 22.05.
SAP Upgrade Helaba Trust 23.05.
Siemens "buy" J.P. Morg. Chase & Co. 22.05.
STADA Arzneim "strong buy" Merrill Lynch 23.05.
Stinnes Marketperformer LB Schleswig-Holstein 23.05.
ThyssenKrupp "buy" Commerzbank 22.05.
ThyssenKrupp "outperform" BNP Paribas 23.05.
Volkswagen Kursziel erhoeht Lehman Brothers 22.05.
Volkswagen Upgrade auf "buy" CSFB 22.05.
Gruß Pichel