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A K T I E N - Newsletter

 
31.01.02 14:25


 4. Sind die US-Aktien generell stark UEBERBEWERTET?
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 Nach Nettogewinnausweis per US-GAAP laegen die tatsaechlichen Ge-
 winnzahlen je Aktie, die durch allzu breite Auslegung von Sonder-
 faktoren und Einmalbelastungen geschoent sind, der US-Unternehmen
 deutlich unter dem aktuellen Niveau. Dies wuerde auch die Bewer-
 tung der US-Unternehmen empfindlich beeinflussen:

 In 2000 lag die durchschnittliche KGV-Bewertung im DAX mit 23 im
 Vergleich zum US-amerikanischen S&P mit 24 nahezu gleichauf.
 Hierbei muss jedoch beruecksichtigt werden, dass auf gleicher
 KGV-Bewertungsmethode (in den USA wird das KGV auf proForma-Basis
 errechnet) das durchschnittliche KGV des S&P unseren Schaetzungen
 zufolge bei ca. 36 laege. Hierbei wird bei den US-Unternehmen ein
 deutlicher Bewertungsaufschlag ersichtlich.

 Sollten sich die US-Analysten vor diesem Hintergrund sowie auf-
 grund der Missbrauchs-Gefahr in Zukunft transparenteren Bilanzie-
 rungspraktiken zuwenden, ist zu befuerchten, dass der Bewertungs-
 aufschlag bei den US-Unternehmen zumindest partiell und sukzessi-
 ve abgebaut werden muss. Diese latente Befuerchtung belastete die
 US-Maerkte am Dienstag deutlich.

 5. DEUTSCHE INDUSTRIEBEWERTUNG vor NEUBEWERTUNG!
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 Bezugnehmend auf den vorangegangenen Artikel, ist es noch zu
 frueh, um einen nachhaltigen Trend auszumachen. In jedem Fall be-
 staetigt sich jedoch unsere Ansicht, dass gerade die deutschen

 Industriewerte, deren Aktiva aufgrund geringer Kapitaleffizienz
 und aufgrund der Bilanzierungsregeln ohnehin schon merklich un-
 terbewertet sind - was insbesondere in dem im internationalen
 Vergleich wesentlich niedrigeren Verhaeltnis von Kurs zu Buchwert
 ersichtlich wird - vor einer Neubewertung stehen.

 Wir erwarten, dass die Steuerreform in Deutschland dazu fuehrt,
 dass sich die Kapitaleffizienz ab 2002 durch eine effizientere
 Finanzierung der Industrieaktivitaeten deutlich verbessert, was
 wiederum zu einer erheblichen Verbesserung des Shareholder Value
 fuehren sollte. Diesen Effekt sehen wir noch ueberhaupt nicht in
 den deutschen Aktien eingepreist, was durch die gleiche KGV-Be-
 wertung von DAX zu S&P dokumentiert wird, denn im Hinblick auf
 das geschilderte Szenario muessten deutsche Industrieaktien einen
 Aufschlag enthalten - ganz abgesehen davon, dass aufgrund der zum
 Teil verschiedenen KGV-Berechnungsgrundlagen zwischen USA und DE
 das vergleichbare KGV in den USA nochmals deutlich hoeher liegt.  

 Um dies nochmals zu verdeutlichen, weisen wir auf die signifikan-
 te Differenz des Kurs-Buchwertverhaeltnisses zwischen DAX 100 von
 3 und S&P mit ueber 6 hin, wobei die den MDAX-Unternehmen ueber-
 wiegend zugrundeliegende HGB-Rechnungslegung diesen Effekt noch-
 mals verniedlicht. Anleger tun unserer Ansicht nach also gut da-
 ran, fuer 2002 die industrielastigen, guenstigen Werte aus dem
 MDAX in ihren Portfolios ueberzugewichten.

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 6. KONJUNKTUR * MARKTSENTIMENT * BOERSENAUSBLICK
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KONJUNKTURLAGE ENTSPANNT SICH

 In den USA hat die Konjunktur ihren Boden gefunden, das muessen
 selbst notorische Skeptiker nun zur Kenntnis nehmen. Die Fruehin-
 dikatoren deuten unmissverstaendlich darauf hin, dass die US-
 Wirtschaft nicht nur ihren Boden gefunden hat, sondern sich be-
 reits wieder auf dem Wege der Besserung befindet. Die juengsten
 US-Wirtschaftsdaten wie der heute veroeffentlichte Auftragsein-
 gang langlebiger Wirtschaftsgueter konkretisieren weiter eine be-
 vorstehende Konjunkturerholung in den USA.

 Zunaechst muessen sich Marktteilnehmer jedoch mit dem Gedanken
 anfreunden, dass sich der Zinssenkungszyklus seinem Ende naehert.
 Sollte die US-Notenbank heute die Zinsen nicht mehr senken, kann
 dies als deutliches Indiz gewertet werden, dass auch Alan Green-
 span die Chancen einer bevorstehenden Konjunkturerholung inzwi-
 schen fuer groesser befindet als die zweifellos noch vorhandenen
 konjunkturellen Risiken.

MARKTSENTIMENT & BOERSENAUSBLICK

 Ungeachtet der konjunkturellen Erholungstendenzen muessen sich
 Marktteilnehmer darueber bewusst sein, dass sich dies realwirt-
 schaftlich erst in den Geschaeftszahlen der Unternehmen zum drit-
 ten bzw. vierten Quartal 2002 niederschlagen wird. Erst dann wer-
 den sich die massiven Leitzinssenkungen der FED in 2001 realwirt-
 schaftlich merkbar manifestieren. Ferner muessen sich deutsche
 Investoren darueber bewusst sein, dass die Konjunkturerholung von
 den USA ausgeht.

 Demzufolge werden die US-Unternehmensgewinne frueher anspringen
 als die der deutschen bzw. Euroland Titel. Ueber die Dollar-Geld-
 menge in der Eigenschaft als weltweite Leitwaehrung und ueber den
 Export wird die US-Wirtschaftserholung mit einer Zeitverzoegerung
 von erfahrungsgemaess 4-6 Monaten auch nach Euroland uebergrei-
 fen. Dies bedeutet, dass sich die zur zweiten Jahreshaelfte von
 uns erwartete US-Konjunkturerholung realwirtschaftlich auf deut-
 scher Unternehmensseite erst in 2003 bemerkbar machen wird.

 Vor diesem Hintergrund sehen Investoren nach der deutlichen Erho-
 lung im Anschluss an die Septembertiefs derzeit keinerlei Eile.
 Obwohl die Institutionellen nahezu geschlossen damit rechnen,
 dass in 2003 hoehere Kurse zu erwarten sind, muessen bspw. die
 Fondsmanager ihre Performance monatlich bzw. quartalsweise recht-
 fertigen. So nutzt es dem Fondsmanager, der sich gegenueber sei-
 ner Gesellschaft und seinen Anlegern fuer die Renditeerwirtschaf-
 tung verantworten muss, herzlich wenig, wenn er im laufenden
 Quartal aufgrund hoher Aktiengewichtung eine gegenueber der
 Benchmark geringere Performance erzielt - obwohl er unter Um-
 staenden genau weiss, dass der Markt in 2003 deutlich hoeher no-
 tiert.

 Privatanleger muessen begreifen, dass Institutionelle meist we-
 sentlich kurzfristiger handeln, als dies allgemeinhin angenommen
 wird. Nicht der typische Privatanleger ist der vielzitierte Tra-
 der, sondern der Institutionelle ist es, der die Maerkte zu timen
 versucht.

 Der weitere Wochenverlauf wird von den Aussagen des US-Notenbank-
 chefs Alan Greenspan im Rahmen der FOMC-Sitzung am heutigen Mitt-
 woch abhaengen. Ferner zeigen sich die US-Maerkte aufgrund der
 Accounting-Probleme einiger bedeutender US-Unternehmen derzeit
 stark verunsichert (lesen Sie hierzu auch Menuepunkt 3, 4 und 5).
 Strategisch ausgerichtete Anleger nutzen Schwaechephasen weiter-
 hin zum selektiven Einstieg, kurzfristig ausgerichtete Anleger
 koennen derzeit noch keine klare Tendenz ausmachen und sollten
 sich daher zurueckhalten.


 In der letzten Woche fiel DATA MODUL (Empfehlungskurs 19,20) un-
 ter den empfohlenen Stop-Loss-Kurs bei 16,50 Euro (-14%) und
 faellt daher aus der Beobachtungsliste.

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 8. BIJOU BRIGITTE / weiterhin Top-Pick bei Nebenwerten
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 Bereits im August 2000 empfahlen wir BIJOU BRIGITTE zur Kauf. Da-
 mals notierte das Papier bei 29 Euro, jetzt notiert die Aktie bei
 knapp 37 Euro. Ungeachtet des Kursanstieges um mehr als 25% in-
 nerhalb der letzten 1,5 Jahre, in denen die Weltboersen regel-
 recht einbrachen, ist das Papier mit einem 02e-KGV von unter 8
 und einer Dividendenrendite von ueber 8% weiterhin hochattraktiv
 bewertet.

 Als deutschlandweit unangefochtener Marktfuehrer im Bereich Mode-
 schmuck-Filialisten betreibt der Anbieter von Modeschmuck und mo-
 dischen Accessoires ein Filialnetz mit ueber 360 eigenen, ver-
 pachteten sowie Franchisegeschaeften im In- und Ausland (Nieder-
 lande, Oesterreich, Spanien, Ungarn und Portugal).

 Das Bijou Brigitte-Sortiment, bestehend aus Modeschmuck und hoch-
 wertigem Exklusiv-Schmuck, umfasst rund 9.000 Artikel in einem
 harmonischen Preis-Leistungs-Verhaeltnis. Die Zielgruppe besteht
 aus modebewussten, ueberwiegend weiblichen Kunden.

 Mit einer aggressiven Expansionspolitik, wobei der Rentabili-
 taetsgedanke stets im Vordergrund steht, gelang es dem Unterneh-
 men, die Umsaetze vom Geschaeftsjahr 1995 bis einschliesslich
 2001e auf 88 Mio Euro zu verdoppeln. Wesentlich besser konnte
 sich in dieser Zeit der Gewinn entwickeln, der sich auf voraus-
 sichtlich 4,10 Euro in 2001e je Aktie verzehnfacht.

 Wir gehen davon aus, dass Bijou Brigitte das profitable Wachstum
 auch in den kommenden Jahren fortsetzen kann und empfehlen das
 Papier weiterhin zum Kauf. Unser Ratinglautet auf "Buy".


BIJOU BRIGITTE, WKN: 522950  

 Marktkapitalisierung:    98 Mio Euro
 Umsatzmultiple 02e:      ca. 1
 EPS 02e:                 4,48 Euro
 KGV 02e:                 8  
 Dividendenrendite 02e:   8 / 9%

 FFWP-Kurs 30.01.:        36,95 Euro
 52-Wochen-Hoch:          37,78
 52-Wochen-Tief:          27,25

 Kursziel 24 Monate.      48,00 Euro
 empfohlenes Stop-Loss:   31,90 Euro
 Unser Anlage-Urteil:     "Buy"

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 9. VIVACON / innovative Immobilienaktie attraktiv bewertet
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 Erst vergangenen Monat ging Vivacon an die Boerse. Die Erstnotiz
 fand bei ca. 12,40 Euro statt. Anschliessend geriet der Titel aus
 den Augen der Investoren und gab ohne fundamentale Nachrichten
 bis aktuell auf 7,55 Euro ab. Hierbei sehen wir eine aussichts-
 reiche Einstiegschance fuer langfristig ausgerichtete Anleger.

 Die vom Unternehmen kuerzlich praesentierten Geschaeftszahlen la-
 gen leicht ueber unseren Erwartungen. So hat Vivacon hat im Ge-
 schaeftsjahr 2001 einen um die Kosten des Boersengangs bereinig-
 ten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach IAS von Euro 6,4
 Mio. erzielt und damit nach Euro 5,7 Mio. im Geschaeftsjahr 2000
 ein neues IAS-Rekordergebnis erzielt. Dies entspricht einem be-
 reinigten Ergebnis pro Aktie nach IAS von Euro 0,63 in 2001 nach
 Euro 0,54 in 2000. Das bereinigte Net Income betraegt Euro 2,5
 Mio. in 2001 nach Euro 2,2 Mio. in 2000 und wurde damit gegenue-
 ber der internen Planung, welche von Euro 2,3 Mio. ausging, um
 9,4% uebertroffen. Auch die Gesamtleistung nach IAS wurde von Eu-
 ro 26,0 Mio. in 2000 um 33,4% auf Euro 34,6 Mio. in 2001 gestei-
 gert. Die nach IAS bereinigten Kosten des Boersengangs beliefen
 sich auf Euro 1,1 Mio. Das 4. Quartal war auch im Geschaeftsjahr
 2001 mit einem Umsatzanteil aus Verkaufserloesen von 41,4% wie in
 den Vorjahren das mit Abstand umsatzstaerkste Quartal.

 Mit Vivacon ging im letzten Monat ein Unternehmen an die Boerse,
 das schwarze Zahlen schreibt, gute Wachstumsaussichten in einem
 prosperierenden Markt geniesst, ein innovatives, einzigartiges
 Geschaeftsmodell verfolgt und aufgrund der Kompetenz im Bereich
 Erbbaurecht ein Alleinstellungsmerkmal aufweist.

 Vivacon erwirbt, modernisiert und privatisiert Wohnungen. Im Ge-
 gensatz zu ihren Mitbewerbern veraeussert Vivacon die Wohnungen
 im Erbbaurecht. Die Wohnungskaufpreise reduzieren sich so um die
 anteiligen Grundstueckskosten. Ein Konzept, von dem viele profi-
 tieren, vor allem aber erwerbswillige Familien, bei denen die Fi-
 nanzierung wie in den meisten Faellen hinsichtlich der monatlich-
 en Belastung an einer um 15 oder 20% zu hohen Finanzierungssumme
 scheitert. Genau um diese Summe verringert sich die Finanzie-
 rungshoehe im Erbbaurecht.

 Kommunen, Staat und Industrieunternehmen in Deutschland werden
 Studien zufolge in den kommenden zehn Jahren 3,5 Millionen Woh-
 nungen privatisieren. Andererseits liegt die Wohneigentumsquote
 in Deutschland mit 42 Prozent innerhalb Europas immer noch am un-
 teren Ende, obwohl viele Menschen gerne eine eigene Wohnung haet-
 ten. Der guenstige Erwerb von Immobilienbesitz nach dem Erbbaumo-
 dell sollte sich daher weiterhin einer steigenden Nachfrage er-
 freuen. Diese Entwicklung stellt fuer das weitere Wachstum der
 Vivacon eine vielversprechende Basis dar.

 Die Vivacon AG ist als Deutschlands fuehrender Buy- and Sell-Spe-
 zialist im Erbbaurecht eines der wohl dynamischsten Immobilienun-
 ternehmen. Im Gegensatz zu anderen deutschen Immobilienaktienge-
 sellschaften differenziert sich die Vivacon AG aufgrund ihres Ge-
 schaeftsmodells durch die Erzielung ueberproportional hoher Cash-
 Flow Beitraege. Durch das Erbbaurechtskonzept der Vivacon AG sind
 aufgrund des hohen Nachfragepotentials nach bezahlbarem Wohnraum
 auch weiterhin hohe Wachstumsraten zu erwarten.

 In beeindruckender Weise kombiniert die Vivacon-Aktie Substanz-
 aufbau und Ertragsstaerke. Vivacon erwirbt stark renovierungsbe-
 duerftige Wohnungen zu einem Preis von rund 500 Euro je Quadrat-
 meter und investiert jeweils etwa 600 Euro in die Renovierung.
 Fuer weniger knapp 1.500 Euro je Quadratmeter werden die Wohnung-
 en verkauft. Ferner zahlen die Kaeufer an Vivacon fuer die Dauer
 von 99 Jahren Erbbauzinsen in Hoehe von derzeit fuenf bis sechs
 Prozent des Grundstueckswertes. Mit jedem verkauften Projekt er-
 hoehen sich somit die laufenden Einnahmen der Immobiliengesell-
 schaft - ein sehr werthaltiges und fuer alle Parteien (Kaeufer,
 Unternehmen und Aktionaer) lohnendes Geschaeftsmodell, wie wir
 meinen.

 Wenn die Immobilieneigentumsquote von derzeit 41,5 auf 50% in
 2010, wie vom Staat vorgesehen, steigen soll, entspricht dies
 fuer die Vivacon einem jaehrlichen Marktpotential-Volumen von
 knapp 25 MRD Euro. Selbst ein geringer Marktanteil reicht somit
 aus, dass Vivacon ihre Wachstumsambitionen erfuellen kann. Vor
 diesem Hintergrund halten wir es fuer moeglich, dass die Vivacon
 ihre Wachstumsziele in Umsatz und Ertrag uebertreffen kann. Die
 Fokussierung auf das Erbbaurecht werten wir als Alleinstellungs-
 merkmal.

 Das profitable, substanz- und wachstumsstarke Unternehmen ist
 mit einer 02-Umsatzmultiple von rund 0,8 und einem 02e-KGV von
 knapp 9 attraktiv bewertet. Unser rating lautet auf "Buy".


VIVACON, WKN: 604891

 Marktkapitalisierung:     39 Mio Euro
 Umsatzmultiple 02e:       1
 EPS 02e:                  0,83 Euro
 KGV 02e:                  9  

 FFWP-Kurs 30.01.:         7,55 Euro
 52-Wochen-Hoch:          12,40
 52-Wochen-Tief:           7,35

 Kursziel 24 Monate.      12,00 Euro
 empfohlenes Stop-Loss:    7,00 Euro
 Unser Anlage-Urteil:     "Buy"

10. E.ON AG / moderates Upgrade durch hoehere Verkaufserloese
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 E.ON ist das drittgroesste Industrieunternehmen Deutschlands und
 Europas zweitgroesster privater Stromversorger mit einem Umsatz
 von mehr als 85 Mrd. EUR und rund 190.000 Mitarbeitern (Mitarbei-
 terzahl und Umsatz verringern sich aufgrund des Konzernumbaus zu-
 naechst). Der aus VEBA und VIAG entstandene Konzern ist in der
 Erzeugung, im Handel, in der Uebertragung/Verteilung sowie im
 Vertrieb von Strom aktiv. Ferner beliefert der Konzern Kunden mit
 Gas und Wasser. Knapp 57% des Umsatzes werden noch im Heimatmarkt
 Deutschland erwirtschaftet. Das Energiegeschaeft ist in der E.ON
 Energie AG (20% Umsatzanteil) gebuendelt, die im Juli 2000 durch
 den Zusammenschluss von PreussenElektra und Bayernwerk entstand.

 E.ON Energie AG ist die Fuehrungsgesellschaft fuer die Strom-,
 Wasser- und Gasaktivitaeten des E.ON Konzerns und das zweit-
 groesste private Stromunternehmen in Europa. Durch wesentliche
 Beteiligungen an 12 regionalen Versorgungsunternehmen in ganz
 Deutschland beliefert E.ON Energie 12 Millionen Kunden mit Strom.
 Ausserdem ist das Unternehmen europaweit in mehr als einem Dut-
 zend Laendern mit Beteiligungen und Kooperationen engagiert, ins-
 besondere in Skandinavien, Russland, den baltischen Staaten, Po-
 len, Tschechien, Ungarn, Italien, Schweiz und den Niederlanden.

 Gaben sich Anleger und Analysten anfangs skeptisch, inwiefern die
 Dauerbaustelle E.ON ein erfolgreiches Ende findet, zeichnet sich
 nun jedoch der Erfolg deutlich ab. Zwar ist die Dynamik des Um-
 wandlungsprozesses etwas weniger hoch als bei RWE, E.ON verfuegt
 jedoch noch ueber groessere Ressourcen. Seit der Power-Gen-Ueber-
 nahme verfolgt der Konzern das Ziel, zum weltweit groessten Ener-
 giedienstleister zu avancieren. In diesem Zusammenhang werden
 Tochtergesellschaften, die nicht mehr zum Kerngeschaeft gehoeren,
 wie bspw. VAW Aluminium, Stinnes, Viterra, und Degussa veraeus-
 sert. Die durch diese Desinvestitionen vereinnahmten Mittel sind
 fuer Akquisitionen im Kerngeschaeftsbereich Energie vorgesehen.

 Derzeit verfuegt E.ON ueber eine Kriegskasse von knapp 40 Mrd Eu-
 ro. Weitere Akquisitionen, vor allem im Energiebereich und insbe-
 sondere in den USA, sind zu erwarten. Die im Bundesstaat Kentucky
 taetige Powergen-Tochter LG & E stellt fuer E.ON dabei den ersten
 Schritt auf dem US-Markt dar, dem weitere folgen werden. Nachdem
 der schlimmste Preisdruck aufgrund der Liberalisierung der Ener-
 giemaerkte nun zunaechst verdaut ist und auslaufende Vertraege
 bereits wieder zu Preissteigerungen fuehren, sehen wir bei E.ON
 aufgrund des fortgesetzten Abbaus von Ueberkapazitaeten und der
 voranschreitenden Konzentration auf das zukuenftige Kernge-
 schaeftsfeld Energiedienstleistungen langfristig positive Pers-
 pektiven. Bereits jetzt weist E.ON im Energiebereich die hoech-
 sten Margen auf, welche sich durch Effizienzgewinne, Kostensyner-
 gien und Einsparungsprogramme in den naechsten Jahren nochmals
 steigern werden.

 Es hat sich gezeigt, dass der E.ON-Vorstand in der Lage ist, die
 schwierigsten und auf den ersten Blick unmoeglichen Transaktionen
 geschickt einzufaedeln und erfolgreich abzuwickeln. Ferner hat
 sich gezeigt, dass E.ON wie kaum ein anderes Unternehmen in der
 Lage ist, das Beteiligungsgeschaeft profitabel abzuwickeln. Man
 findet hier in beeindruckender Weise meist zur richtigen Zeit den
 richtigen Partner. In 2002 ist bereits jetzt abzusehen, dass E.ON
 verstaerkt von der Moeglichkeit der steuerfreien Beteiligungsver-
 kaeufe profitieren wird. Der Konzernumbau wird sich somit be-
 schleunigen. Wir erwarten daher, dass der positive Newsflow fuer
 die E.ON-Aktie in 2002 anhalten wird. Mit einem 02e-KGV von 16
 halten wir die Aktie langfristig fuer kaufenswert. Unser Rating
 lautet auf "Long Term Buy".


E.ON AG, WKN: 761440

 Marktkapitalisierung:    45 MRD Euro
 Umsatzmultiple 03e:      0,7
 EPS 03e:                 3,98 Euro
 KGV 03e:                 15

 FFWP-Kurs 30.01.:        58,11 Euro
 52-Wochen-Hoch:          64,60
 52-Wochen-Tief:          46,41

 Kursziel 24 Monate:      75,00 Euro
 empfohlenes Stop-Loss:   53,00 Euro
 Unser Anlage-Urteil:     "Long Term Buy"

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11. ZAPF Creation weiter auf internationalem Wachstumskurs
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 Die Aktien der Zapf Creation sind seit Ende Dezember im MDAX ge-
 listet. Nach einem Kurssturz von knapp 25% seit Beginn November
 2001 auf aktuell rund 22 Euro sehen wir derzeit bei Zapf Creation
 eine interessante Einstiegsgelegenheit. Die juengsten Geschaefts-
 zahlen fielen konstruktiv aus:

 Entgegen der weltweiten Konjunkturschwaeche hat die Zapf Creation
 das Geschaeftsjahr 2001 (31.12.2001) mit kraeftigem Wachstum ab-
 geschlossen. Nach vorlaeufigen Zahlen steigerte Europas fuehren-
 der Markenhersteller von Spiel- und Funktionspuppen den Umsatz um
 17% von 164,9 Mio Euro auf 193,1 Mio Euro. Der Gewinn vor Ab-
 schreibungen, Steuern und Zinsen (EBITDA) stieg um 15% von 25,4
 Mio Euro auf 29,3 Mio Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen
 (EBIT) stieg um 12% auf 26,2 Mio Euro (Vj. 23,4 Mio Euro). Im
 vierten Quartal stieg der Umsatz um 14% von 61,0 Mio. Euro auf
 69,6 Mio. Euro, das EBIT sprang um ueber 30% von 10,8 Mio. Euro
 auf 14,1 Mio. Euro, die EBIT-Marge uebersprang damit erstmals im
 vierten Quartal 2001 die 20%-Marke.

 Grund der posiven Entwicklung war vor allem der Aufbau eigener
 internationaler Vertriebsniederlassungen. Die Wachstumsdynamik
 hielt entgegen aller weltweiten Rezessionstendenzen bis November
 an, liess im Dezember aufgrund kurzfristig ausbleibender Nachbe-
 stellungen des Handels jedoch merklich nach. Das fuehrte dazu,
 dass die Planzahlen fuer 2001 von 200 Mio Euro beim Umsatz und
 von 28 Mio Euro beim Ertrag leicht verfehlt wurden. In Anbetracht
 der erheblichen Verwerfungen auf konjunktureller und geopoliti-
 scher Ebene halten wir die leichte Verfehlung der Gesamtjahreser-
 wartung jedoch fuer unrelevant.

 Die Vorzeichen stehen gut, dass Zapf im Jahr 2002 bei Umsatz und
 Ertrag (EBIT) ein Wachstum von rund 15 Prozent erzielen kann.
 Aufgrund des recht guten Sales-Ergebnisses zur Weihnachtszeit
 duerften die Nachbestellung zur Wiederherstellung der Retail-Sor-
 timents das Wachstum des 1. Halbjahrs stuetzen, waehrend wir zum
 2. Halbjahr 2002 wieder von einer anziehenden Konjunktur ausge-
 hen. Ein 15%iges Umsatz-Wachstum auf rund 220 Mio Reuro in 2002
 halten wir daher fuer realisierbar, einhergehend mit einer zumin-
 dest proportionalen Ergebnisentwicklung.

 In Anbetracht der sehr guenstigen Bewertung der Aktie nach dem
 unserer Meinung nach ungerechtfertigten Kurssturz der letzten 2
 Monate empfehlen wir das Papier auf dem stark ermaessigten Kurs-
 niveau zum Kauf. In 2002 gehen wir von einem EPS von 2,45 Euro
 aus, fuer 2003 erwarten wir ein EPS jenseits von 3 Euro. Somit
 ist der Titel mit einem 02e-KGV von lediglich 9 und einem 03e-KGV
 von 7 sehr guenstig bewertet. Unsrer Rating lautet daher auf
 "Strong Buy".


ZAPF Creation, WKN: 780600

 Marktkapitalisierung:    174 Mio Euro
 Umsatzmultiple 03e:      0,8
 EPS 03e:                 3,01 Euro
 KGV 03e:                 7

 FFWP-Kurs 30.01.:        22,30 Euro
 52-Wochen-Hoch:          45,50
 52-Wochen-Tief:          17,61

 Kursziel 24 Monate:      39,00 Euro
 empfohlenes Stop-Loss:   21,00 Euro
 Unser Anlage-Urteil:     "Strong Buy"
15. BANKANALYSEN & RATINGS renommierter Institute - Standardwerte
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 Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
 schnell auffinden koennen.

 TITEL          RATING         INSTITUT                     DATUM

 Altana         "buy"          Dresdner Kleinwort Wasser.   28.01.
 Altana         "buy"          SEB                          28.01.
 Altana         "hold"         Bankhaus Julius Baer         25.01.
 Altana         "sell"         HSBC Investmentbank          29.01.
 Altana         akkumulieren   Bankgesellschaft Berlin      25.01.
 Altana         akkumulieren   WGZ-Bank                     29.01.
 Altana         herabgestuft   Consors Capital              29.01.
 Altana         Kursziel 65 Eu SEB                          29.01.
 Altana         weiter kaufen  Delbrueck Asset Management   28.01.
 Altana         weiterh. Outp. Frankfurter Sparkasse        25.01.
 BMW            "add"          HSBC Investmentbank          29.01.
 BMW            "hold"         SEB                          28.01.
 BMW            "outperform"   HypoVereinsbank              29.01.
 BMW            "strong buy"   Lehman Brothers              29.01.
 BMW            "strong buy"   Merrill Lynch                29.01.
 BMW            "strong buy"   Morgan Stanley Dean Witter   28.01.
 BMW            akkumulieren   Delbrueck Asset Management   29.01.
 BMW            akkumulieren   WGZ-Bank                     28.01.
 BMW            Downgrade      SEB                          28.01.
 BMW            halten         Bankgesellschaft Berlin      25.01.
 BMW            halten         Bankgesellschaft Berlin      29.01.
 BMW            neutral        BNP Paribas                  29.01.
 Buderus        "buy"          SEB                          25.01.
 Buderus        "hold"         Jefferies & Co               29.01.
 Buderus        kaufen         Aktienservice Research       25.01.
 Commerzbank    neutral        Helaba Trust                 29.01.
 DaimlerChrysl  "outperform"   HypoVereinsbank              29.01.
 DaimlerChrysl  Fair Val. erh. Sal. Oppenheim               25.01.
 DaimlerChrysl  halten         Bankgesellschaft Berlin      25.01.
 DePfa          kaufen         Bankgesellschaft Berlin      29.01.
 Deutsche Bank  "reduce"       HSBC Investmentbank          29.01.
 Deutsche Bank  kaufen         Bankgesellschaft Berlin      29.01.
 Deutsche Bank  uebergewichten Helaba Trust                 29.01.
 Deutsche Post  uebergewichten BW Bank                      25.01.
 Deut. Telekom  "LT buy"       Merrill Lynch                29.01.
 Deut. Telekom  akkumulieren   Delbrueck Asset Management   29.01.
 Deut. Telekom  kaufen         Bankgesellschaft Berlin      29.01.
 Deut. Telekom  Outperformer   Sal. Oppenheim               29.01.
 Dt. Telekom    kaufen         ABN Amro                     25.01.
 E.ON           "strong buy"   Morgan Stanley Dean Witter   25.01.
 Epcos          "reduce"       Bankhaus Julius Baer         25.01.
 Epcos          reduzieren     Bankgesellschaft Berlin      29.01.
 Epcos          untergewichten Helaba Trust                 28.01.
 Jenoptik       "strong buy"   SEB                          28.01.
 Jenoptik       akkumulieren   AC Research                  29.01.
 Jenoptik       kaufen         Bankgesellschaft Berlin      29.01.
 Jenoptik       neutral        Helaba Trust                 28.01.
 Jenoptik       uebergewichten BW Bank                      29.01.
 Linde          "outperform"   Schroder Salomon S. B.       28.01.
 Linde          akkumulieren   WGZ-Bank                     29.01.
 Linde          kaufen         Berliner Volksbank           29.01.
 Merck KGaA     "outperform"   Morgan Stanley Dean Witter   28.01.
 Merck          verkaufen      BBBank                       28.01.
 Metro          "trading sell" Hornblower Fischer           28.01.
 MLP            "add"          HSBC Investmentbank          29.01.
 MLP            "buy"          Concord Effekten             28.01.
 MLP            akkumulieren   Bankgesellschaft Berlin      25.01.
 Muenchen Rueck Ersteinschaetz Banc of America              29.01.
 Preussag       "buy"          Sparkasse Bremen             25.01.
 Preussag       vor Kaufsignal M.M.Warburg & CO             29.01.
 RWE            akkumulieren   Delbrueck Asset Management   29.01.
 SAP            halten         Bankgesellschaft Berlin      29.01.
 SAP            halten         Hornblower Fischer           29.01.
 SAP            langfr. kaufen Aktienservice Research       25.01.
 SAP            Marketperf.    LB Baden-Wuerttemberg        25.01.
 Schering       halten         Bankgesellschaft Berlin      25.01.
 Schering       halten         Hornblower Fischer           29.01.
 Schering       Upgrade        Berliner Volksbank           25.01.
 SGL Carbon     langfr. kaufen Aktienservice Research       25.01.
 Siemens        "buy"          Sparkasse Bremen             28.01.
 Siemens        "outperform"   HypoVereinsbank              29.01.
 Siemens        akkumulieren   Bankgesellschaft Berlin      29.01.
 Siemens        halten         ABN Amro                     25.01.
 Siemens        halten         Hornblower Fischer           29.01.
 Siemens        Kursziel 83 Eu Berenberg Bank               25.01.
 ThyssenKrupp   weiter halten  Delbrueck Asset Management   29.01.
 VW             akkumulieren   Bankgesellschaft Berlin      29.01.
 Wella          akkumulieren   ABN Amro                     25.01.
 Wella VZ       "Market Outp." Goldman Sachs                25.01.

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