4. Sind die US-Aktien generell stark UEBERBEWERTET?
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Nach Nettogewinnausweis per US-GAAP laegen die tatsaechlichen Ge-
winnzahlen je Aktie, die durch allzu breite Auslegung von Sonder-
faktoren und Einmalbelastungen geschoent sind, der US-Unternehmen
deutlich unter dem aktuellen Niveau. Dies wuerde auch die Bewer-
tung der US-Unternehmen empfindlich beeinflussen:
In 2000 lag die durchschnittliche KGV-Bewertung im DAX mit 23 im
Vergleich zum US-amerikanischen S&P mit 24 nahezu gleichauf.
Hierbei muss jedoch beruecksichtigt werden, dass auf gleicher
KGV-Bewertungsmethode (in den USA wird das KGV auf proForma-Basis
errechnet) das durchschnittliche KGV des S&P unseren Schaetzungen
zufolge bei ca. 36 laege. Hierbei wird bei den US-Unternehmen ein
deutlicher Bewertungsaufschlag ersichtlich.
Sollten sich die US-Analysten vor diesem Hintergrund sowie auf-
grund der Missbrauchs-Gefahr in Zukunft transparenteren Bilanzie-
rungspraktiken zuwenden, ist zu befuerchten, dass der Bewertungs-
aufschlag bei den US-Unternehmen zumindest partiell und sukzessi-
ve abgebaut werden muss. Diese latente Befuerchtung belastete die
US-Maerkte am Dienstag deutlich.
5. DEUTSCHE INDUSTRIEBEWERTUNG vor NEUBEWERTUNG!
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Bezugnehmend auf den vorangegangenen Artikel, ist es noch zu
frueh, um einen nachhaltigen Trend auszumachen. In jedem Fall be-
staetigt sich jedoch unsere Ansicht, dass gerade die deutschen
Industriewerte, deren Aktiva aufgrund geringer Kapitaleffizienz
und aufgrund der Bilanzierungsregeln ohnehin schon merklich un-
terbewertet sind - was insbesondere in dem im internationalen
Vergleich wesentlich niedrigeren Verhaeltnis von Kurs zu Buchwert
ersichtlich wird - vor einer Neubewertung stehen.
Wir erwarten, dass die Steuerreform in Deutschland dazu fuehrt,
dass sich die Kapitaleffizienz ab 2002 durch eine effizientere
Finanzierung der Industrieaktivitaeten deutlich verbessert, was
wiederum zu einer erheblichen Verbesserung des Shareholder Value
fuehren sollte. Diesen Effekt sehen wir noch ueberhaupt nicht in
den deutschen Aktien eingepreist, was durch die gleiche KGV-Be-
wertung von DAX zu S&P dokumentiert wird, denn im Hinblick auf
das geschilderte Szenario muessten deutsche Industrieaktien einen
Aufschlag enthalten - ganz abgesehen davon, dass aufgrund der zum
Teil verschiedenen KGV-Berechnungsgrundlagen zwischen USA und DE
das vergleichbare KGV in den USA nochmals deutlich hoeher liegt.
Um dies nochmals zu verdeutlichen, weisen wir auf die signifikan-
te Differenz des Kurs-Buchwertverhaeltnisses zwischen DAX 100 von
3 und S&P mit ueber 6 hin, wobei die den MDAX-Unternehmen ueber-
wiegend zugrundeliegende HGB-Rechnungslegung diesen Effekt noch-
mals verniedlicht. Anleger tun unserer Ansicht nach also gut da-
ran, fuer 2002 die industrielastigen, guenstigen Werte aus dem
MDAX in ihren Portfolios ueberzugewichten.
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6. KONJUNKTUR * MARKTSENTIMENT * BOERSENAUSBLICK
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KONJUNKTURLAGE ENTSPANNT SICH
In den USA hat die Konjunktur ihren Boden gefunden, das muessen
selbst notorische Skeptiker nun zur Kenntnis nehmen. Die Fruehin-
dikatoren deuten unmissverstaendlich darauf hin, dass die US-
Wirtschaft nicht nur ihren Boden gefunden hat, sondern sich be-
reits wieder auf dem Wege der Besserung befindet. Die juengsten
US-Wirtschaftsdaten wie der heute veroeffentlichte Auftragsein-
gang langlebiger Wirtschaftsgueter konkretisieren weiter eine be-
vorstehende Konjunkturerholung in den USA.
Zunaechst muessen sich Marktteilnehmer jedoch mit dem Gedanken
anfreunden, dass sich der Zinssenkungszyklus seinem Ende naehert.
Sollte die US-Notenbank heute die Zinsen nicht mehr senken, kann
dies als deutliches Indiz gewertet werden, dass auch Alan Green-
span die Chancen einer bevorstehenden Konjunkturerholung inzwi-
schen fuer groesser befindet als die zweifellos noch vorhandenen
konjunkturellen Risiken.
MARKTSENTIMENT & BOERSENAUSBLICK
Ungeachtet der konjunkturellen Erholungstendenzen muessen sich
Marktteilnehmer darueber bewusst sein, dass sich dies realwirt-
schaftlich erst in den Geschaeftszahlen der Unternehmen zum drit-
ten bzw. vierten Quartal 2002 niederschlagen wird. Erst dann wer-
den sich die massiven Leitzinssenkungen der FED in 2001 realwirt-
schaftlich merkbar manifestieren. Ferner muessen sich deutsche
Investoren darueber bewusst sein, dass die Konjunkturerholung von
den USA ausgeht.
Demzufolge werden die US-Unternehmensgewinne frueher anspringen
als die der deutschen bzw. Euroland Titel. Ueber die Dollar-Geld-
menge in der Eigenschaft als weltweite Leitwaehrung und ueber den
Export wird die US-Wirtschaftserholung mit einer Zeitverzoegerung
von erfahrungsgemaess 4-6 Monaten auch nach Euroland uebergrei-
fen. Dies bedeutet, dass sich die zur zweiten Jahreshaelfte von
uns erwartete US-Konjunkturerholung realwirtschaftlich auf deut-
scher Unternehmensseite erst in 2003 bemerkbar machen wird.
Vor diesem Hintergrund sehen Investoren nach der deutlichen Erho-
lung im Anschluss an die Septembertiefs derzeit keinerlei Eile.
Obwohl die Institutionellen nahezu geschlossen damit rechnen,
dass in 2003 hoehere Kurse zu erwarten sind, muessen bspw. die
Fondsmanager ihre Performance monatlich bzw. quartalsweise recht-
fertigen. So nutzt es dem Fondsmanager, der sich gegenueber sei-
ner Gesellschaft und seinen Anlegern fuer die Renditeerwirtschaf-
tung verantworten muss, herzlich wenig, wenn er im laufenden
Quartal aufgrund hoher Aktiengewichtung eine gegenueber der
Benchmark geringere Performance erzielt - obwohl er unter Um-
staenden genau weiss, dass der Markt in 2003 deutlich hoeher no-
tiert.
Privatanleger muessen begreifen, dass Institutionelle meist we-
sentlich kurzfristiger handeln, als dies allgemeinhin angenommen
wird. Nicht der typische Privatanleger ist der vielzitierte Tra-
der, sondern der Institutionelle ist es, der die Maerkte zu timen
versucht.
Der weitere Wochenverlauf wird von den Aussagen des US-Notenbank-
chefs Alan Greenspan im Rahmen der FOMC-Sitzung am heutigen Mitt-
woch abhaengen. Ferner zeigen sich die US-Maerkte aufgrund der
Accounting-Probleme einiger bedeutender US-Unternehmen derzeit
stark verunsichert (lesen Sie hierzu auch Menuepunkt 3, 4 und 5).
Strategisch ausgerichtete Anleger nutzen Schwaechephasen weiter-
hin zum selektiven Einstieg, kurzfristig ausgerichtete Anleger
koennen derzeit noch keine klare Tendenz ausmachen und sollten
sich daher zurueckhalten.
In der letzten Woche fiel DATA MODUL (Empfehlungskurs 19,20) un-
ter den empfohlenen Stop-Loss-Kurs bei 16,50 Euro (-14%) und
faellt daher aus der Beobachtungsliste.
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8. BIJOU BRIGITTE / weiterhin Top-Pick bei Nebenwerten
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Bereits im August 2000 empfahlen wir BIJOU BRIGITTE zur Kauf. Da-
mals notierte das Papier bei 29 Euro, jetzt notiert die Aktie bei
knapp 37 Euro. Ungeachtet des Kursanstieges um mehr als 25% in-
nerhalb der letzten 1,5 Jahre, in denen die Weltboersen regel-
recht einbrachen, ist das Papier mit einem 02e-KGV von unter 8
und einer Dividendenrendite von ueber 8% weiterhin hochattraktiv
bewertet.
Als deutschlandweit unangefochtener Marktfuehrer im Bereich Mode-
schmuck-Filialisten betreibt der Anbieter von Modeschmuck und mo-
dischen Accessoires ein Filialnetz mit ueber 360 eigenen, ver-
pachteten sowie Franchisegeschaeften im In- und Ausland (Nieder-
lande, Oesterreich, Spanien, Ungarn und Portugal).
Das Bijou Brigitte-Sortiment, bestehend aus Modeschmuck und hoch-
wertigem Exklusiv-Schmuck, umfasst rund 9.000 Artikel in einem
harmonischen Preis-Leistungs-Verhaeltnis. Die Zielgruppe besteht
aus modebewussten, ueberwiegend weiblichen Kunden.
Mit einer aggressiven Expansionspolitik, wobei der Rentabili-
taetsgedanke stets im Vordergrund steht, gelang es dem Unterneh-
men, die Umsaetze vom Geschaeftsjahr 1995 bis einschliesslich
2001e auf 88 Mio Euro zu verdoppeln. Wesentlich besser konnte
sich in dieser Zeit der Gewinn entwickeln, der sich auf voraus-
sichtlich 4,10 Euro in 2001e je Aktie verzehnfacht.
Wir gehen davon aus, dass Bijou Brigitte das profitable Wachstum
auch in den kommenden Jahren fortsetzen kann und empfehlen das
Papier weiterhin zum Kauf. Unser Ratinglautet auf "Buy".
BIJOU BRIGITTE, WKN: 522950
Marktkapitalisierung: 98 Mio Euro
Umsatzmultiple 02e: ca. 1
EPS 02e: 4,48 Euro
KGV 02e: 8
Dividendenrendite 02e: 8 / 9%
FFWP-Kurs 30.01.: 36,95 Euro
52-Wochen-Hoch: 37,78
52-Wochen-Tief: 27,25
Kursziel 24 Monate. 48,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 31,90 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Buy"
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9. VIVACON / innovative Immobilienaktie attraktiv bewertet
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Erst vergangenen Monat ging Vivacon an die Boerse. Die Erstnotiz
fand bei ca. 12,40 Euro statt. Anschliessend geriet der Titel aus
den Augen der Investoren und gab ohne fundamentale Nachrichten
bis aktuell auf 7,55 Euro ab. Hierbei sehen wir eine aussichts-
reiche Einstiegschance fuer langfristig ausgerichtete Anleger.
Die vom Unternehmen kuerzlich praesentierten Geschaeftszahlen la-
gen leicht ueber unseren Erwartungen. So hat Vivacon hat im Ge-
schaeftsjahr 2001 einen um die Kosten des Boersengangs bereinig-
ten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach IAS von Euro 6,4
Mio. erzielt und damit nach Euro 5,7 Mio. im Geschaeftsjahr 2000
ein neues IAS-Rekordergebnis erzielt. Dies entspricht einem be-
reinigten Ergebnis pro Aktie nach IAS von Euro 0,63 in 2001 nach
Euro 0,54 in 2000. Das bereinigte Net Income betraegt Euro 2,5
Mio. in 2001 nach Euro 2,2 Mio. in 2000 und wurde damit gegenue-
ber der internen Planung, welche von Euro 2,3 Mio. ausging, um
9,4% uebertroffen. Auch die Gesamtleistung nach IAS wurde von Eu-
ro 26,0 Mio. in 2000 um 33,4% auf Euro 34,6 Mio. in 2001 gestei-
gert. Die nach IAS bereinigten Kosten des Boersengangs beliefen
sich auf Euro 1,1 Mio. Das 4. Quartal war auch im Geschaeftsjahr
2001 mit einem Umsatzanteil aus Verkaufserloesen von 41,4% wie in
den Vorjahren das mit Abstand umsatzstaerkste Quartal.
Mit Vivacon ging im letzten Monat ein Unternehmen an die Boerse,
das schwarze Zahlen schreibt, gute Wachstumsaussichten in einem
prosperierenden Markt geniesst, ein innovatives, einzigartiges
Geschaeftsmodell verfolgt und aufgrund der Kompetenz im Bereich
Erbbaurecht ein Alleinstellungsmerkmal aufweist.
Vivacon erwirbt, modernisiert und privatisiert Wohnungen. Im Ge-
gensatz zu ihren Mitbewerbern veraeussert Vivacon die Wohnungen
im Erbbaurecht. Die Wohnungskaufpreise reduzieren sich so um die
anteiligen Grundstueckskosten. Ein Konzept, von dem viele profi-
tieren, vor allem aber erwerbswillige Familien, bei denen die Fi-
nanzierung wie in den meisten Faellen hinsichtlich der monatlich-
en Belastung an einer um 15 oder 20% zu hohen Finanzierungssumme
scheitert. Genau um diese Summe verringert sich die Finanzie-
rungshoehe im Erbbaurecht.
Kommunen, Staat und Industrieunternehmen in Deutschland werden
Studien zufolge in den kommenden zehn Jahren 3,5 Millionen Woh-
nungen privatisieren. Andererseits liegt die Wohneigentumsquote
in Deutschland mit 42 Prozent innerhalb Europas immer noch am un-
teren Ende, obwohl viele Menschen gerne eine eigene Wohnung haet-
ten. Der guenstige Erwerb von Immobilienbesitz nach dem Erbbaumo-
dell sollte sich daher weiterhin einer steigenden Nachfrage er-
freuen. Diese Entwicklung stellt fuer das weitere Wachstum der
Vivacon eine vielversprechende Basis dar.
Die Vivacon AG ist als Deutschlands fuehrender Buy- and Sell-Spe-
zialist im Erbbaurecht eines der wohl dynamischsten Immobilienun-
ternehmen. Im Gegensatz zu anderen deutschen Immobilienaktienge-
sellschaften differenziert sich die Vivacon AG aufgrund ihres Ge-
schaeftsmodells durch die Erzielung ueberproportional hoher Cash-
Flow Beitraege. Durch das Erbbaurechtskonzept der Vivacon AG sind
aufgrund des hohen Nachfragepotentials nach bezahlbarem Wohnraum
auch weiterhin hohe Wachstumsraten zu erwarten.
In beeindruckender Weise kombiniert die Vivacon-Aktie Substanz-
aufbau und Ertragsstaerke. Vivacon erwirbt stark renovierungsbe-
duerftige Wohnungen zu einem Preis von rund 500 Euro je Quadrat-
meter und investiert jeweils etwa 600 Euro in die Renovierung.
Fuer weniger knapp 1.500 Euro je Quadratmeter werden die Wohnung-
en verkauft. Ferner zahlen die Kaeufer an Vivacon fuer die Dauer
von 99 Jahren Erbbauzinsen in Hoehe von derzeit fuenf bis sechs
Prozent des Grundstueckswertes. Mit jedem verkauften Projekt er-
hoehen sich somit die laufenden Einnahmen der Immobiliengesell-
schaft - ein sehr werthaltiges und fuer alle Parteien (Kaeufer,
Unternehmen und Aktionaer) lohnendes Geschaeftsmodell, wie wir
meinen.
Wenn die Immobilieneigentumsquote von derzeit 41,5 auf 50% in
2010, wie vom Staat vorgesehen, steigen soll, entspricht dies
fuer die Vivacon einem jaehrlichen Marktpotential-Volumen von
knapp 25 MRD Euro. Selbst ein geringer Marktanteil reicht somit
aus, dass Vivacon ihre Wachstumsambitionen erfuellen kann. Vor
diesem Hintergrund halten wir es fuer moeglich, dass die Vivacon
ihre Wachstumsziele in Umsatz und Ertrag uebertreffen kann. Die
Fokussierung auf das Erbbaurecht werten wir als Alleinstellungs-
merkmal.
Das profitable, substanz- und wachstumsstarke Unternehmen ist
mit einer 02-Umsatzmultiple von rund 0,8 und einem 02e-KGV von
knapp 9 attraktiv bewertet. Unser rating lautet auf "Buy".
VIVACON, WKN: 604891
Marktkapitalisierung: 39 Mio Euro
Umsatzmultiple 02e: 1
EPS 02e: 0,83 Euro
KGV 02e: 9
FFWP-Kurs 30.01.: 7,55 Euro
52-Wochen-Hoch: 12,40
52-Wochen-Tief: 7,35
Kursziel 24 Monate. 12,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 7,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Buy"
10. E.ON AG / moderates Upgrade durch hoehere Verkaufserloese
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E.ON ist das drittgroesste Industrieunternehmen Deutschlands und
Europas zweitgroesster privater Stromversorger mit einem Umsatz
von mehr als 85 Mrd. EUR und rund 190.000 Mitarbeitern (Mitarbei-
terzahl und Umsatz verringern sich aufgrund des Konzernumbaus zu-
naechst). Der aus VEBA und VIAG entstandene Konzern ist in der
Erzeugung, im Handel, in der Uebertragung/Verteilung sowie im
Vertrieb von Strom aktiv. Ferner beliefert der Konzern Kunden mit
Gas und Wasser. Knapp 57% des Umsatzes werden noch im Heimatmarkt
Deutschland erwirtschaftet. Das Energiegeschaeft ist in der E.ON
Energie AG (20% Umsatzanteil) gebuendelt, die im Juli 2000 durch
den Zusammenschluss von PreussenElektra und Bayernwerk entstand.
E.ON Energie AG ist die Fuehrungsgesellschaft fuer die Strom-,
Wasser- und Gasaktivitaeten des E.ON Konzerns und das zweit-
groesste private Stromunternehmen in Europa. Durch wesentliche
Beteiligungen an 12 regionalen Versorgungsunternehmen in ganz
Deutschland beliefert E.ON Energie 12 Millionen Kunden mit Strom.
Ausserdem ist das Unternehmen europaweit in mehr als einem Dut-
zend Laendern mit Beteiligungen und Kooperationen engagiert, ins-
besondere in Skandinavien, Russland, den baltischen Staaten, Po-
len, Tschechien, Ungarn, Italien, Schweiz und den Niederlanden.
Gaben sich Anleger und Analysten anfangs skeptisch, inwiefern die
Dauerbaustelle E.ON ein erfolgreiches Ende findet, zeichnet sich
nun jedoch der Erfolg deutlich ab. Zwar ist die Dynamik des Um-
wandlungsprozesses etwas weniger hoch als bei RWE, E.ON verfuegt
jedoch noch ueber groessere Ressourcen. Seit der Power-Gen-Ueber-
nahme verfolgt der Konzern das Ziel, zum weltweit groessten Ener-
giedienstleister zu avancieren. In diesem Zusammenhang werden
Tochtergesellschaften, die nicht mehr zum Kerngeschaeft gehoeren,
wie bspw. VAW Aluminium, Stinnes, Viterra, und Degussa veraeus-
sert. Die durch diese Desinvestitionen vereinnahmten Mittel sind
fuer Akquisitionen im Kerngeschaeftsbereich Energie vorgesehen.
Derzeit verfuegt E.ON ueber eine Kriegskasse von knapp 40 Mrd Eu-
ro. Weitere Akquisitionen, vor allem im Energiebereich und insbe-
sondere in den USA, sind zu erwarten. Die im Bundesstaat Kentucky
taetige Powergen-Tochter LG & E stellt fuer E.ON dabei den ersten
Schritt auf dem US-Markt dar, dem weitere folgen werden. Nachdem
der schlimmste Preisdruck aufgrund der Liberalisierung der Ener-
giemaerkte nun zunaechst verdaut ist und auslaufende Vertraege
bereits wieder zu Preissteigerungen fuehren, sehen wir bei E.ON
aufgrund des fortgesetzten Abbaus von Ueberkapazitaeten und der
voranschreitenden Konzentration auf das zukuenftige Kernge-
schaeftsfeld Energiedienstleistungen langfristig positive Pers-
pektiven. Bereits jetzt weist E.ON im Energiebereich die hoech-
sten Margen auf, welche sich durch Effizienzgewinne, Kostensyner-
gien und Einsparungsprogramme in den naechsten Jahren nochmals
steigern werden.
Es hat sich gezeigt, dass der E.ON-Vorstand in der Lage ist, die
schwierigsten und auf den ersten Blick unmoeglichen Transaktionen
geschickt einzufaedeln und erfolgreich abzuwickeln. Ferner hat
sich gezeigt, dass E.ON wie kaum ein anderes Unternehmen in der
Lage ist, das Beteiligungsgeschaeft profitabel abzuwickeln. Man
findet hier in beeindruckender Weise meist zur richtigen Zeit den
richtigen Partner. In 2002 ist bereits jetzt abzusehen, dass E.ON
verstaerkt von der Moeglichkeit der steuerfreien Beteiligungsver-
kaeufe profitieren wird. Der Konzernumbau wird sich somit be-
schleunigen. Wir erwarten daher, dass der positive Newsflow fuer
die E.ON-Aktie in 2002 anhalten wird. Mit einem 02e-KGV von 16
halten wir die Aktie langfristig fuer kaufenswert. Unser Rating
lautet auf "Long Term Buy".
E.ON AG, WKN: 761440
Marktkapitalisierung: 45 MRD Euro
Umsatzmultiple 03e: 0,7
EPS 03e: 3,98 Euro
KGV 03e: 15
FFWP-Kurs 30.01.: 58,11 Euro
52-Wochen-Hoch: 64,60
52-Wochen-Tief: 46,41
Kursziel 24 Monate: 75,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 53,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Long Term Buy"
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11. ZAPF Creation weiter auf internationalem Wachstumskurs
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Die Aktien der Zapf Creation sind seit Ende Dezember im MDAX ge-
listet. Nach einem Kurssturz von knapp 25% seit Beginn November
2001 auf aktuell rund 22 Euro sehen wir derzeit bei Zapf Creation
eine interessante Einstiegsgelegenheit. Die juengsten Geschaefts-
zahlen fielen konstruktiv aus:
Entgegen der weltweiten Konjunkturschwaeche hat die Zapf Creation
das Geschaeftsjahr 2001 (31.12.2001) mit kraeftigem Wachstum ab-
geschlossen. Nach vorlaeufigen Zahlen steigerte Europas fuehren-
der Markenhersteller von Spiel- und Funktionspuppen den Umsatz um
17% von 164,9 Mio Euro auf 193,1 Mio Euro. Der Gewinn vor Ab-
schreibungen, Steuern und Zinsen (EBITDA) stieg um 15% von 25,4
Mio Euro auf 29,3 Mio Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen
(EBIT) stieg um 12% auf 26,2 Mio Euro (Vj. 23,4 Mio Euro). Im
vierten Quartal stieg der Umsatz um 14% von 61,0 Mio. Euro auf
69,6 Mio. Euro, das EBIT sprang um ueber 30% von 10,8 Mio. Euro
auf 14,1 Mio. Euro, die EBIT-Marge uebersprang damit erstmals im
vierten Quartal 2001 die 20%-Marke.
Grund der posiven Entwicklung war vor allem der Aufbau eigener
internationaler Vertriebsniederlassungen. Die Wachstumsdynamik
hielt entgegen aller weltweiten Rezessionstendenzen bis November
an, liess im Dezember aufgrund kurzfristig ausbleibender Nachbe-
stellungen des Handels jedoch merklich nach. Das fuehrte dazu,
dass die Planzahlen fuer 2001 von 200 Mio Euro beim Umsatz und
von 28 Mio Euro beim Ertrag leicht verfehlt wurden. In Anbetracht
der erheblichen Verwerfungen auf konjunktureller und geopoliti-
scher Ebene halten wir die leichte Verfehlung der Gesamtjahreser-
wartung jedoch fuer unrelevant.
Die Vorzeichen stehen gut, dass Zapf im Jahr 2002 bei Umsatz und
Ertrag (EBIT) ein Wachstum von rund 15 Prozent erzielen kann.
Aufgrund des recht guten Sales-Ergebnisses zur Weihnachtszeit
duerften die Nachbestellung zur Wiederherstellung der Retail-Sor-
timents das Wachstum des 1. Halbjahrs stuetzen, waehrend wir zum
2. Halbjahr 2002 wieder von einer anziehenden Konjunktur ausge-
hen. Ein 15%iges Umsatz-Wachstum auf rund 220 Mio Reuro in 2002
halten wir daher fuer realisierbar, einhergehend mit einer zumin-
dest proportionalen Ergebnisentwicklung.
In Anbetracht der sehr guenstigen Bewertung der Aktie nach dem
unserer Meinung nach ungerechtfertigten Kurssturz der letzten 2
Monate empfehlen wir das Papier auf dem stark ermaessigten Kurs-
niveau zum Kauf. In 2002 gehen wir von einem EPS von 2,45 Euro
aus, fuer 2003 erwarten wir ein EPS jenseits von 3 Euro. Somit
ist der Titel mit einem 02e-KGV von lediglich 9 und einem 03e-KGV
von 7 sehr guenstig bewertet. Unsrer Rating lautet daher auf
"Strong Buy".
ZAPF Creation, WKN: 780600
Marktkapitalisierung: 174 Mio Euro
Umsatzmultiple 03e: 0,8
EPS 03e: 3,01 Euro
KGV 03e: 7
FFWP-Kurs 30.01.: 22,30 Euro
52-Wochen-Hoch: 45,50
52-Wochen-Tief: 17,61
Kursziel 24 Monate: 39,00 Euro
empfohlenes Stop-Loss: 21,00 Euro
Unser Anlage-Urteil: "Strong Buy"
15. BANKANALYSEN & RATINGS renommierter Institute - Standardwerte
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Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
schnell auffinden koennen.
TITEL RATING INSTITUT DATUM
Altana "buy" Dresdner Kleinwort Wasser. 28.01.
Altana "buy" SEB 28.01.
Altana "hold" Bankhaus Julius Baer 25.01.
Altana "sell" HSBC Investmentbank 29.01.
Altana akkumulieren Bankgesellschaft Berlin 25.01.
Altana akkumulieren WGZ-Bank 29.01.
Altana herabgestuft Consors Capital 29.01.
Altana Kursziel 65 Eu SEB 29.01.
Altana weiter kaufen Delbrueck Asset Management 28.01.
Altana weiterh. Outp. Frankfurter Sparkasse 25.01.
BMW "add" HSBC Investmentbank 29.01.
BMW "hold" SEB 28.01.
BMW "outperform" HypoVereinsbank 29.01.
BMW "strong buy" Lehman Brothers 29.01.
BMW "strong buy" Merrill Lynch 29.01.
BMW "strong buy" Morgan Stanley Dean Witter 28.01.
BMW akkumulieren Delbrueck Asset Management 29.01.
BMW akkumulieren WGZ-Bank 28.01.
BMW Downgrade SEB 28.01.
BMW halten Bankgesellschaft Berlin 25.01.
BMW halten Bankgesellschaft Berlin 29.01.
BMW neutral BNP Paribas 29.01.
Buderus "buy" SEB 25.01.
Buderus "hold" Jefferies & Co 29.01.
Buderus kaufen Aktienservice Research 25.01.
Commerzbank neutral Helaba Trust 29.01.
DaimlerChrysl "outperform" HypoVereinsbank 29.01.
DaimlerChrysl Fair Val. erh. Sal. Oppenheim 25.01.
DaimlerChrysl halten Bankgesellschaft Berlin 25.01.
DePfa kaufen Bankgesellschaft Berlin 29.01.
Deutsche Bank "reduce" HSBC Investmentbank 29.01.
Deutsche Bank kaufen Bankgesellschaft Berlin 29.01.
Deutsche Bank uebergewichten Helaba Trust 29.01.
Deutsche Post uebergewichten BW Bank 25.01.
Deut. Telekom "LT buy" Merrill Lynch 29.01.
Deut. Telekom akkumulieren Delbrueck Asset Management 29.01.
Deut. Telekom kaufen Bankgesellschaft Berlin 29.01.
Deut. Telekom Outperformer Sal. Oppenheim 29.01.
Dt. Telekom kaufen ABN Amro 25.01.
E.ON "strong buy" Morgan Stanley Dean Witter 25.01.
Epcos "reduce" Bankhaus Julius Baer 25.01.
Epcos reduzieren Bankgesellschaft Berlin 29.01.
Epcos untergewichten Helaba Trust 28.01.
Jenoptik "strong buy" SEB 28.01.
Jenoptik akkumulieren AC Research 29.01.
Jenoptik kaufen Bankgesellschaft Berlin 29.01.
Jenoptik neutral Helaba Trust 28.01.
Jenoptik uebergewichten BW Bank 29.01.
Linde "outperform" Schroder Salomon S. B. 28.01.
Linde akkumulieren WGZ-Bank 29.01.
Linde kaufen Berliner Volksbank 29.01.
Merck KGaA "outperform" Morgan Stanley Dean Witter 28.01.
Merck verkaufen BBBank 28.01.
Metro "trading sell" Hornblower Fischer 28.01.
MLP "add" HSBC Investmentbank 29.01.
MLP "buy" Concord Effekten 28.01.
MLP akkumulieren Bankgesellschaft Berlin 25.01.
Muenchen Rueck Ersteinschaetz Banc of America 29.01.
Preussag "buy" Sparkasse Bremen 25.01.
Preussag vor Kaufsignal M.M.Warburg & CO 29.01.
RWE akkumulieren Delbrueck Asset Management 29.01.
SAP halten Bankgesellschaft Berlin 29.01.
SAP halten Hornblower Fischer 29.01.
SAP langfr. kaufen Aktienservice Research 25.01.
SAP Marketperf. LB Baden-Wuerttemberg 25.01.
Schering halten Bankgesellschaft Berlin 25.01.
Schering halten Hornblower Fischer 29.01.
Schering Upgrade Berliner Volksbank 25.01.
SGL Carbon langfr. kaufen Aktienservice Research 25.01.
Siemens "buy" Sparkasse Bremen 28.01.
Siemens "outperform" HypoVereinsbank 29.01.
Siemens akkumulieren Bankgesellschaft Berlin 29.01.
Siemens halten ABN Amro 25.01.
Siemens halten Hornblower Fischer 29.01.
Siemens Kursziel 83 Eu Berenberg Bank 25.01.
ThyssenKrupp weiter halten Delbrueck Asset Management 29.01.
VW akkumulieren Bankgesellschaft Berlin 29.01.
Wella akkumulieren ABN Amro 25.01.
Wella VZ "Market Outp." Goldman Sachs 25.01.
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.