In den Bilanzen der Notenbanken schlummert immer noch das gold bzw. die Geldforderungen. Hatte man einerzeit von diesen Institutionen etwas Druck auf die notierungen von gold gespürt, es wurden Bestände zu Tiefstpreisen abgebaut, so sind letztere eigentlich die letzten Jahre auf die käuferseite gewechselt. Keine notenbank in Europa verkauft gold, darf sie laut bilateralen Verträgen auch nicht mehr. Darauf hatten sich die nationalen Notenbanken in Europa geeinigt.
Also wenn Gold keine Zinsen abwirft, Aufwendungen für lagerhaltung und versicherungszahlungen die Kostenseite belasten, warum halten die Notenbanken an gold fest?
Ganz einfach: die aufgezählten "Nachteile" sind auch gleichzeitig Vorteile. Denn wenn ein asset keine Zinsen abwirft bedeutet das im Gegenzug, dass das counterparty Risk gleich Null ist. Gold wird immer akzeptiert. Zu Ende des zweiten Weltkriegs konnte manch Nation nur noch mittels Gold Rechnungen begleichen.
Also allen unkenrufen zum Trotz, Gold ist ein Schatz in den Bilanzen der Zentralbanken, wenn nicht die einzig dauerhaft werthaltige Position. Die Forderungen, die angekauft wurden, können schnell in den default rutschen.