”@AmeiseVergleich eines typischen 1,4 GW AKW mit einem onshore Windrad in Mitteldeutschland (nicht offshore, nicht Küste) das ca. 5-6 GWh/Jahr liefert.
Ich kenne aber auch die Berechnung der "Grünen" daliefert ein Windrad immer 10-12 Gwh/jahr, aber halt nicht in Hessen oder Thüringen. Zudem wird die "Windverschattung" bei immer mehr Windrädern ein Problem, weshalb man schon extrem in die Höhe geht, weil sonst der Abstand zwischen den Windrädern vergrößert werden müßte und dann der Platz nicht mehr ausreicht. Nachdem man festgestellt hat, dass die Rotorblätter Nanopartikel emittieren, will man auch nicht zu dicht an Dörfer und Städte gehen.
Ich war vor ein paar Wochen in Grafentheinfeld und hab mir die Ruine des AKWs angeschaut. Ich habe die Leute vor Ort gefragt ob sie froh wären, dass das Kraftwerk stillgelegt ist. Da meinte ein ca. 60-jähriger mit Dackel, er wäre zwar durch die Abschaltung 5 Jahre früher in Rente gekommen, aber die Mehrheit würde dem AKW nachtrauern.
exit58, 13.04.26 19:21
aber vielleicht interessiert es einige andere auch.
Die Effizienz von Energieerzeugungsanlagen kann man vergleichen in dem man die Nutzungsgrade berücksichtigt.
8760 Vollaststunden = 100% sind möglich (365Tage x 24h)
91% AKW
28-51% Wind offshore
46-57% Wind onshore
+ 10-30% Kombination von Wind mit Elektrolyse oder Speicher
46-69% Kohle
9-11% PV in Deutschland
... und nein die Zahlen kommen nicht von den "Grünen" ;-)
Daraus erbigt sich bei einem 1,4GW AKW (das größte in DE) = 11.160 GWh/Jahr
Ich rechne mit 40% (Faktor 0,4) in meinem Beispielen (Nennleistung x Vollaststunden x Nutzungsgradfaktor):
Ertrag eines 1,5MW Windrades = 5,2GWh/Jahr
Da hättest du recht, davon bräuchte man 2146 Stück.
Aktuell werden aber offshore 5-6 MW und onshore 15MW Windräder verbaut (es gibt auch größere).
Auch der Auslastungsgrad ist hier höher, wegen höherer Nabenhöhe. Ich bleibe aber bei 40% für die Rechnung.
Wenn ich mal mit 10MW pro Windrad im Durchschnitt rechne, habe ich 35,0 GWh/Jahr, entspricht 319 Windrädern.
Mit Speicher/ Elektrolyse kombiniert, nochmal durchscnittlich 20% besserer Auslastungsgrad. Damit kommt man auf 52,5 GWh/Jahr, entspricht 213 Windrädern mit Speicher/Elektrolyse.
Wenn du jetzt noch Baukosten gegenüberstellst, wirst du sehen das ein AKW zu bauen betriebswirtschaftlich komplett hirnrissig ist.
Darüber hinaus wird Uran zu 70% in russisch kontrolliertem Gebieten abgebaut - das wäre die nächste Abhängigkeit nach Öl.
Ich persönlich bin froh das es bei uns keine AKW's mehr gibt, auch wenn der ältere Herr mit Dackel das anders sieht. Aber da hat jeder eine andere Meinung. Hinsichtlich Risiko empfehle ich dir mal die "Karte der nuklearen Welt" zu googlen und Zerfallsreihen radioaktiver Elemente anzuschauen. Es wird gerne unterschlagen, dass der Zerfall von Uran/Plutonium welches in AKWS's genutzt wird, ca. 4,6 Milliarden Jahre dauert.
Und Gen4-Reaktoren die in Grenzen Atommüll verbrennen könnten, gibt es nur auf dem Papier. Wenn Reaktoren gebaut/ersetzt werden, sind es immer noch die risikobehafteteten mit herkömmlicher Bauart.
Abrieb/Erosion an Windrädern gibt es, so wie an jedem Gebäude und in der Natur auch. Allerdings ist der sehr gering. Wenn du das als Problem siehst, müsstest du dich eher für den Abrieb von Autoreifen oder Emissionen (Abgasen) von Kohlekraftwerken, Autos, Schiffen, Flugzeugen etc. interessieren, die real um ein vielfaches höher sind.
Kohlekraftwerke z.B. emittieren im Normalbetrieb mehr Radioaktivität als AKW's - im Havariefall ist natürlich ein AKW existenzbedrohend für ganze Länder.