Man muss m.E. eher auf das operative Ergebnis der Beteiligungen schauen und das war im ersten Halbjahr negativ.
Die hohe Dividende wird nicht verdient. Sie speist sich m.E. hauptsächlich aus Anleihenemissionen. Die Gründer / Erstinvestoren ziehen über die Dividenden mehr Geld raus als sie investiert haben.
Mich erinnert die Sache an Beteiligungsgesellschaften um die Jahrtausendwende. Wurde ähnlich bilanziert und überlebt haben davon die wenigsten.
Anders bilanzieren Gesco und Indus, die ich auf der Herbstkonferenz in Frankfurt gesehen haben. Die sind seriöser , aber bei denen sieht man deutlich, dass es der Wirtschaft in Deutschland schlecht geht. Gewinne, die hier nur operativ sind, gehen deutlich zurück. Warum sollte das bei Mutares anders sein zumal ein hoher Anteil in Autozulieferern investiert hat? Mutares kann langfristig m.E. nur dann funktionieren wenn die Konjunktur mitspielt und tatsächlich Veräußerungsgewinne erzielt werden können. Und zwar Gewinne auf den bilanzierten Preis incl. Badwill , nicht auf den Kaufpreis der Unternehmen.
Wir haben zuletzt erste Shorts in der Aktie gesehen und erste Insiderverkäufe. Ein Kauf drängt sich m.E. nicht auf. Die alte Anleihe ist übrigens in den letzten Tagen deutlich gefallen. Von 108 auf 99. Rendite damit deutlich im 2-stelligen Bereich. Zweistellige Renditen gibt es nur wenn die Bonität eher negativ eingeschätzt wird. Auch die Bonds mahnen zur Vorsicht.
Ich weiss dass meine Meinung nicht Konsens ist und wie immer: es ist nur eine Meinung, die kann auch falsch sein.
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