zweiten Möglichkeit ist halt die Frage, ob die gefühlt hohe Bewertung eben daran liegt, dass die Erwartungen an die Wirtschaftsdaten weltweit im 2.Halbjahr zurückgegangen sind, und ob das zu einem großen Teil am Handelsstreit lag. Mal angenommen, man einigt sich, und plötzlich bekommen wir sofort deutlich steigendes Verbrauchervertrauen, Einkaufsmanagerindex etc., dann wirkt sich die Psychologie des Finanzmarktes eben auch positiv auf die Wirtschaft aus. Die Folge ist höheres Wachstum und dann auch wieder eine andere Ansicht darüber, wie die Aktienbörsen bewertet sind. Die eigentliche Frage ist für mich dann eher, wann die Notenbanken dann wieder steigende Zinsen signalisieren. Das könnte den Anstieg eher stoppen als "sell on good News".
Aber mal abwarten. Grundsätzlich geh ich ja eh davon aus, dass wir am Ende eines großen Zyklus stehen. Die Frage ist nur, ob wir 2019 die Hochs an den Finanzmärkten sehen oder ob es noch 1-2 Jahre weitergehen kann. Gerade in Europa müsste man aber als Politiker daran interessiert sein, dass man auf keinen Fall crasht. Bläht die Probleme zwar weiter auf, aber man hat ja kaum eine Wahl.
the harder we fight the higher the wall