Es sieht so aus, als würden freiheitsliebende Amerikaner den Menschen auf unserem Planeten jetzt einmal zeigen, wie man sich die Freiheit zurückerobert, wenn sie durch staatliche Repressionen immer stärker bedroht wird. Tausende riesige amerikanische Trucks, geschmückt mit dem Sternenbanner der Vereinigten Staaten, werden in der kommenden Woche vom 11. bis 13. Oktober das öffentliche Leben in Washington D.C. lahmlegen. Verbunden damit ist der Aufruf zu einem landesweiten Generalstreik. Pikant dabei: Die Aktion wird ausgerechnet zu einem Zeitpunkt stattfinden, da die Haushaltdebatte in den USA überkocht. Das Signal der aufgebrachten Brummifahrer wird daher nicht zu übersehen sein...
Der begrüßenswerte Hintergrund der Fahrt: Die Trucker wollen, dass die Verfassung des Landes wieder im Sinne der Gründerväter der Vereinigten Staaten umgesetzt wird. Verfassungswidrige Gesetze wie der „National Defense Authorization Act“ oder der „Patriot Act“ sollen abgeschafft werden. Und: Die Trucker fordern ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Barack Obama...
Einige Vorkommnisse im Umfeld der Aktion lassen ahnen, dass es in der größten Volkswirtschaft der Welt tatsächlich einiges zu erledigen gibt: Der Aufruf zum Konvoi wurde zunächst auf Facebook verbreitet und hatte innerhalb weniger Stunden 86.000 (!) Unterstützer. Wegen des beispiellosen Andrangs sperrte Facebook die Seite kurzerhand. Die Trucker werden der Firma mit ihren 40-Tonnern deshalb ebenfalls einen persönlichen Besuch abstatten...