2001 - Das Jahr der Small- und Mid-Caps an der Bör


Thema
abonnieren
Beitrag: 1
Zugriffe: 373 / Heute: 2
das Zentrum d.:

2001 - Das Jahr der Small- und Mid-Caps an der Bör

 
17.05.01 08:26
2001 - Das Jahr der Small- und Mid-Caps an der Börse

New York, 15. Mai (Bloomberg) - Aktien von US-Unternehmen mit kleiner oder mittelgroßer Marktkapitalisierung haben in diesem Jahr die Nase vorn. Seit Jahresanfang konnten 114 kleine und mittlere Unternehmen ihre Aktienkurse mindestens verdoppeln. Dazu zählt Action Performance mit einem Plus von 580 Prozent. Der Kurs von Network Associates konnte sich nahezu verdreifachen. Schon im Vorjahr kamen Unternehmen wie Action Performance Cos. oder Network Associates Inc. auf Spitzenplätze. Nach der Konjunkturabkühlung in den USA dürften sich vor allem die kleineren Branchenvertreter schnell erholen, erwarten die Investoren.

Sollte dieser Trend anhalten, wäre das die erste drei Jahre andauernde Glückssträhne der kleinen und mittelständischen Unternehmen seit 1993. "Investoren konzentrieren sich auf das Gewinnwachstum. In dieser Hinsicht schneiden die kleineren Marktteilnehmer ziemlich gut ab", beobachtet Grant Babyak, Fondsmanager bei TimesSquare Capital Management Inc.

Der Standard & Poor's SmallCap 600 Index ist seit Jahresanfang mit einem Prozent im Plus. Der Russell 2000 Index - die Benchmark für das Segment der Unternehmen mit kleiner oder mittelgroßer Marktkapitalisierung - konnte im gleichen Zeitraum um 1,3 Prozent zulegen. Der S&P MidCap 400 Index verlor l1,2 Prozent. Das Nachsehen hatten die Large-Caps. So fiel der S&P 500 Index seit Jahresbeginn um 5,2 Prozent. Der Nasdaq Composite Index, der die größten Technologiewerte vereint, sackte um 15 Prozent ab. Während der Russell im letzten Jahr 2,9 Prozent verlor, konnte der S&P MidCap um 18 Prozent zulegen. Schlecht erging es den großen Börsenbarometern. So beklagte der S&P 500 ein Minus von 9 Prozent, der Nasdaq Composite brach um 39 Prozent ein. 1999 kam es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Russell mit einem Plus von 21,35 Prozent und dem S&P 500, der um 21,04 Prozent zulegen konnte.

Unter Investoren gelte, dass kleinere Werte nach einer Rezession oder einer Konjunkturabkühlung am besten abschneiden, bestätigt Jim Floyd von Leuthold Group in Minneapolis. Er verweist auf die Rezessionen Anfang der 80er und 90er Jahre. Daher dürften Small-Caps auch in diesem Jahr die Nase vorn haben, wenn die US- Konjunktur wieder auf Touren kommt. Wir sehen Licht am Ende des Tunnels, sagen Investoren zuversichtlich.

Im vierten Quartal 2000 verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum auf ein Prozent, nach 8,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal 2001 um 2 Prozent. Nach der Zinssenkung der amerikanischen Währungshüter könnte das Wirtschaftswachstum wieder deutlich zulegen, schätzen Analysten. "Davon dürften auch die Unternehmensgewinne profitieren", folgert Babyak.

Schon in der Vergangenheit haben Small- und Mid-Caps mehrfach einen rasanten Spurt eingelegt. So zog der Russell 2000 von 1980 bis 1983 locker am S&P 500 vorbei. Ein Erfolg, den der Index 1988 und von 1991 bis 1993 wiederholen konnte. Zwischen 1993 und 1998 ging ihm allerdings die Puste aus. In dieser Zeit schloss der S&P 500 mit einem Plus von jährlich 22 Prozent. "Noch nie hatten kleinere Unternehmen eine solch lange Durststrecke", erinnert sich Jay Sherwood, Analyst bei RS Investments in San Francisco. "Doch dann kam der große Sprung nach vorne."

Über Jahre hinweg wurde so massiv in Large-Caps investiert, dass diese überbewertet waren und teilweise noch sind, erklären Vermögensverwalter die Situation auf dem Aktienmarkt. So kommt Cisco Systems Inc. für 2001 auf ein geschätztes Kurs-Gewinn- Verhältnis von 67. Vorstandschef John Chambers sieht den Umsatz "unter gesunden volkswirtschaftlichen Umständen" um jährlich 30 bis 50 Prozent wachsen.

Dennoch gibt es zahlreiche kleinere Unternehmen, die schneller wachsen und ein niedrigeres KGV haben, stellt Sherwood fest. Die größte Position im 600 Mio. Dollar schweren RS Diversified Growth Fund ist 3D Systems Corp. Der Hersteller von CAD/CAM-Software aus Valencia, Kalifornien erwartet im nächsten Jahr ein Gewinnwachstum von 60 Prozent. Auf dieser Basis käme 3D Systems auf ein geschätztes KGV von 11, fügt Sherwood hinzu. "Dieses Marktsegment ist ziemlich 'bullish' eingestellt", beobachtet Sherwood.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--