Zukunftsideen made by Simyo
Daten-Flatrate und Web 2.0 könnten demnächst den Handy-Nutzen bestimmen
Die Sub-Marke Simyo von E-Plus hat ein erfolgreiches erstes Jahr hinter sich. Doch der Mobilfunkmarkt befindet sich im Wandel. Im Gespräch mit Golem.de erläuterte Rolf Hansen, Geschäftsführer bei Simyo, die Pläne für die Zukunft. Für ihn sind Internettelefonie und Daten-Flatrate in Zukunft nicht ausgeschlossen, derzeit ist dafür die E-Plus-Marke Base zuständig.
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Simyo wird bald ein Jahr alt. Zeit, Bilanz zu ziehen und Zukunftspläne zu schmieden. Simyo ist mit der bisherigen Entwicklung zufrieden. Auch wenn die E-Plus-Marke auch weiterhin keine genauen Zahlen nennen will, so konnte der Mobilfunker zusammen mit seinen Partnern in den letzten zwölf Monaten doch 2 Millionen Neukunden gewinnen. Der Löwenanteil meldete sich für Simyo, Base und Aldi-Talk an. Analysten zufolge telefonieren derzeit etwa 2 Prozent aller Mobilfunknutzer in Deutschland über einen Discounter-Tarif.
Rolf Hansen, Gründer und Geschäftsführer von Simyo, sieht in Deutschland daher noch jede Menge Wachstumspotenzial. Er schätzt, dass 20 bis 30 Prozent aller Kunden, die in Deutschland mobil telefonieren, bereit wären, auf ein Discounter-Modell umzusteigen. Mit dieser Meinung steht er nicht allein da. Auch Handelsketten wie Aldi, Schlecker oder Rewe setzen auf den Mobilfunkmarkt und bieten mehr oder weniger komplizierte Tarife mit 15 oder 16 Cent pro Minute für ein Telefonat.
Doch der Markt der Sprachtelefonie unterliegt einem Wandel. Internettelefonie wird immer bedeutender - und das Interesse an Datendiensten scheint ebenfalls zu wachsen. Konvergenz und Web 2.0 sind für Simyo-Geschäftsführer Rolf Hansen die großen Schlagworte. So könnten Daten-Flatrates in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.
Das Thema mobile E-Mail erfordere zum Beispiel einen zuverlässigen Zugang. Gleiches gilt für die Sprachtelefonie über das Internet. Hier sondiert Simyo derzeit das Terrain und überlegt, mit welchen Partnern sie diese Dienste zusammen anbieten könnten.
Weiterhin seien Geschäftsmodelle, die auf dem Community-Gedanken basieren, denkbar. Beispiele seien Online-Foto-Communities oder Lesezeichen-Börsen, so der Simyo-Geschäftsführer. Interessant wäre es für den Nutzer, wenn ein Anbieter einen einzigen Zugang zu all den Diensten anbieten könnte, meint Hansen. Der Nutzer müsste sich demnach nur noch einmal anmelden und könnte anschließend alle seine Lieblingsanwendungen nutzen, ähnlich wie es Portale oder große Anbieter wie Yahoo, Google oder Microsoft schon heute versprechen. Über Bonuspunkte könnte man die Aktivitäten auf den Community-Seiten fördern und über Partnerprogramme zusätzliche Einkünfte erzielen.
Ob diese Szenarien Wirklichkeit werden, wird sich zeigen. Derzeit laufen bei Simyo Marktforschungsstudien, die ergründen sollen, worin die Bedürfnisse des Kunden wirklich liegen. (yg)
quelle: www.golem.de
mfg kram