29.03./ Die T-Online International AG setzt Ihren Wachstumskurs weiter fort. Der Umsatz stieg von 428,4 Millionen Euro 1999 auf 797,2 Millionen Euro im Jahr 2000. T-Online verzeichnete damit ein Umsatzplus von 86 Prozent. Dieses Umsatzwachstum geht im wesentlichen auf zwei Faktoren zurück: die Steigerung der Kundenbasis im nationalen Geschäft um rund 2,3 Millionen Kunden und die im Berichtsjahr vorangetriebene Internationalisierung. Die erstmals konsolidierten Gesellschaften haben 55,2 Millionen Euro zum Gesamtumsatz beigetragen. Ohne Veränderung des Konsolidierungskreises ergibt sich eine Umsatzsteigerung von 73,2 Prozent.
Im Access-Bereich konnte T-Online seinen Umsatz von 395 Millionen Euro im Vorjahr auf 666 Millionen Euro steigern. Die Umsätze im Portalgeschäft - also aus Internet-Werbung und E-Commerce-Angeboten - wurden im Jahr 2000 um rund 570 Prozent gesteigert - von 16,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 110 Millionen Euro. Der Anteil der Deutschen Telekom AG am gesamten Non-Access-Geschäft betrug im Berichtsjahr 44 Prozent.
Der Anteil des Non-Access-Geschäfts am Gesamtumsatz ist damit im Berichtsjahr kontinuierlich gesteigert worden - von 11,4 Prozent im ersten Quartal auf 22,3 Prozent im vierten Quartal.
"Unser Ziel ist es, den Anteil des Portal-Umsatzes bei T-Online bis zum Jahr 2004 auf über 30 Prozent zu steigern", betonte Vorstandsvorsitzender Thomas Holtrop in Darmstadt.
Das EBITDA für das Gesamtjahr 2000 belief sich insgesamt auf
minus 121,7 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung des
Dilutionerfolges durch das comdirect-Engagement reduzieren sich die EBITDA-Verluste auf minus 82,5 Millionen Euro.
Zu dieser Entwicklung trugen auch die Anlaufverluste bei den ausländischen Tochtergesellschaften bei. Die schon im dritten Quartal eingesetzte Belastung des EBITDA durch die Einführung neuer Flatrate Tarife setzte sich zudem im vierten Quartal fort.
Die T-Online International AG konnte im Berichtszeitraum ihre
Kundenbasis um rund 70 Prozent auf 7,94 Millionen Kunden steigern. In Deutschland lag die Zahl der Kunden zum Jahresende bei 6,53 Millionen, davon nutzten rund 512 000 das Flatrate-Angebot. Die Zahl der Kunden im Ausland legte auf 1,41 Millionen zu. Die französische Tochtergesellschaft Club Internet trug dazu rund 580.000 Kunden, ya.com in Spanien und Portugal 680.000 Kunden bei. In Österreich surfen rund 150.000 Kunden mit T-Online.at.
Nicht nur die Kundenzahl, auch die Nutzungsdauer und -intensität konnte T-Online in Deutschland deutlich steigern. Die Zahl der Verbindungsminuten stieg von Januar 2000 bis Januar 2001 um fast 300 Prozent. Die Verweildauer der Internet-Nutzer auf dem T-Online Portal hat sich verfünffacht. Im Durchschnitt verbrachte jeder T-Online Kunde im Berichtsjahr 580 Minuten pro Monat im Internet - im Vorjahr waren es monatlich durchschnittlich 319 Minuten. T-Online Kunden sind besonders treue Kunden. Während die Kündigungsrate auf dem deutschen Online-Markt ca. 25 Prozent beträgt, lag sie bei T-Online im Jahr 2000 durchschnittlich bei nur 12 Prozent.
T-Online wird die Weiterentwicklung des Content-Geschäfts und da-mit den Wandel zu einem breit aufgestellten Informationsdienstleister weiter forcieren. "Wir werden T-Online zum Internet-Medienhaus umbauen - mit einem klaren Fokus auf Profitabilität. Dieses Ziel werden wir mit neuen, attraktiven Contents, der Erweiterung unseres Service-Angebots, der Intensivierung unserer Werbevermarktung und nicht zuletzt durch den Ausbau unserer Marktführerschaft im Access erreichen", sagte Holtrop. So werden zum Beispiel T-Online und das ZDF exklusiv einen Online Nachrichten- und Informationsdienst betreiben, der zum führenden Nachrichtenportal in Deutschland ausgebaut werden soll.
T-Online kann schon heute eine starke Marktposition und Nutzungsintensität der Portale vorweisen: 59 Prozent (Quelle: GfK-Online-Monitor) sämtlicher Internet-Nutzer in Deutschland gehen über T-Online ins Netz. Auch die Reichweite des Portals www.t-online.de ist im Februar 2001 auf nunmehr 6,4 Millionen gestiegen: dies entspricht 52,4 Prozent aller privaten Nutzer in Deutschland.