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Erinnerungen an 1987
Erinnerungen an 1987
Von Dirk Harbecke
Ein heißer Sommer in Amerika. Die Aktien-Indizes haben mehr als 30 Prozent zugelegt, die langfristigen Zinsen steigen, Anleihen und Dollar stürzen ab, der Immobilienmarkt bläht sich auf, Handels- und Haushaltsdefizite wachsen beständig. Der Sommer 2003 ist ein Spiegelbild des Sommers 1987 – das Jahr, in dem die Börsen im Oktober an einem einzigen Tag 20 Prozent verloren haben.
Einige der erfahrenen Börsenexperten erinnern sich und warnen. Besonders die Geschwindigkeit des Einbruchs am Bond-Markt gibt ihnen zu denken, nachdem die Zinsen der langlaufenden US-Anleihen seit Anfang Juni um 130 Punkte geklettert sind. Das letzte Mal, dass sich ein Rückschlag am Anleihemarkt in diesem Tempo vollzog, war vor 16 Jahren – im Mai 1987. Von steigenden Zinsen geht eine ungeheure Gefahr für die US-Konjunktur aus. Wenn sich die Bond-Märkte nicht bald erholen, so warnen die Experten, drohen Folgen für das Hypothekengeschäft in den USA: Steigende Zinsen führen zu höheren Ausgaben für die Tilgung der Baukredite, damit bleibt den Amerikanern weniger Geld für den Konsum, was gerade in der derzeit noch anfälligen Konjunktur den Weg zurück in die Rezession ebnen kann. Die US-Notenbank Fed würde also gut daran tun, die Schere zwischen Kurz- und Langfristzinsen nicht zu stark auseinanderklaffen zu lassen.
Um den Vergleich mit 1987 zu vervollständigen: Damals lag das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis der US-Aktien bei 24, heute liegt es bei 26, und auch die Dividendenrenditen waren damals höher, der Markt also theoretisch weniger anfällig. Nach den Kursverlusten zu Wochenbeginn ist der Dow Jones Index inzwischen auch charttechnisch wieder angeschlagen. Selbst auf die gewöhnlich zuverlässigen Wachstumsmelder wie Cisco ist kein Verlass mehr. Sogar das angekündigte, jämmerliche Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent im laufenden Quartal wird Cisco nur durch die jüngsten Übernahmen erreichen. Lernen Sie aus der Vergangenheit: Vieles deutet auf einen heißen Herbst an den Börsen hin.
Dirk Harbecke ist Börsenexperte und Finanzkolumnist.
[ Mittwoch, 06.08.2003
prom
US-Wachstumserholung ein Strohfeuer?
US-Wachstumserholung ein Strohfeuer?
Dresdner Bank
06. August 2003
Zinsanstieg: Gift für die US-Konjunktur
Das BIP-Wachstum der USA im zweiten Quartal war mit 2,3 % gg. Vj. nach ersten Berechnungen überraschend hoch und für die nächsten Quartale ist eine weitere Beschleunigung zu erwarten. Untermauert wird der Aufschwung vor allem von Steuersenkungen und den Zinssenkungen der US-Notenbank. Die Konsensmeinung geht von einer Beschleunigung auf 3,5 % bis 4,0 % aus. Das Konjunkturprogramm der US-Regierung in Form von Steuersenkungen und einer massiven Erhöhung der Rüstungsausgaben droht allerdings wie auch bereits 2002, als ebenfalls bereits hohe Steuergeschenke verteilt wurden, im Sand zu versickern – der Aufschwung in der Stärke und Länge zu enttäuschen.
Gegenwind kommt von den US-Bundesstaaten, die wegen hoher Budgetdefizite die lokalen Steuern und Gebühren erhöhen und somit einen Teil der Washingtoner Steuergeschenke wieder für sich vereinnahmen. Einen weiteren Teil der Steuergeschenke absorbieren die hohen bzw. steigenden Ölpreise. Zudem nimmt das Handelsbilanzdefizit zu, das heißt, die Lücke zwischen Exporten und Importen wird größer, ein Teil des fiskalischen Stimulus wird exportiert. Entscheidend ist und bleibt aber die grundlegende Verfassung des privaten Sektors (Unternehmen und Verbraucher), die durch Überkapazitäten gekennzeichnet ist.
Ein konjunkturelles Strohfeuer reicht nicht aus, um die Kapazitäten auszulasten und Neuinvestitionen anzukurbeln. Wie der Juli- Arbeitsmarktbericht und die Beschäftigungskomponente der ISM Einkaufsmanagerindizes zeigen, bleiben die Arbeitsmarktverhältnisse wegen der anhaltend hohen Überkapazitäten schwierig.
Dies sorgt für nur schwache Lohn- und Gehaltszuwächse. Das im Vergleich dazu relativ hohe Wachstum der Konsumausgaben wurde bisher durch Zinsersparnisse, steigende Schulden und niedrigere Steuerabgaben finanziert. Dafür werden die Möglichkeiten aber immer enger. Beschäftigungsunsicherheit und hohe Schulden werden zwangsläufig zu verstärkten Sparanstrengungen führen, das heißt, ein weiterer Teil der Steuerersparnisse geht nicht wachstumsfördernd in den Konsum, sondern in die Erhöhung der Sparquote. Beträchtlicher Gegenwind kommt jetzt vor allem vom Zinsanstieg am Kapitalmarkt. Damit versiegen die zinssparenden Umschuldungsmöglichkeiten, die in den USA auch außerhalb der Zinsbindungstermine kostengünstig realisierbar sind, als eine die Einkommen erhöhende Quelle.
Auch Kreditaufstockungen werden wegen der hohen Verschuldung schwieriger. Erste Risse im bisher boomenden Immobilienmarkt sind bereits sichtbar. Auf nachhaltige Impulse durch den US-Konsum, der immerhin 70 % des BIP ausmacht, zu hoffen, ist deswegen illusorisch. Ohne dass der Konsum nicht in die Überkapazitäten hineinwächst sind auch vom Unternehmenssektor kaum Impulse durch Investitionen zu erwarten. Das USWachstum bleibt deswegen auf absehbare Zeit unter Potenzial. Die Aktien-, Devisen und Rentenmärkten eskomptieren jedoch kräftiges Wachstum, was Handlungsmöglichkeiten eröffnet.
prom
Lyndon LaRouche
ist alles andere als links.
hjw2
lr AllanG.
alte kräuterhexen orakeln
über den wirtschaftlichen aufschwung
in relation zu terroristischen aktivitäten
sollte der (aufschwung) 2004 nicht die erhoffte performance hinlegen
wird der osama sauer..
sagen die