PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Mehrheit der wichtigsten europäischen Aktienmärkte hat am Montag moderat zugelegt. Angesichts der rekordhohen Börsenstände und der aktuellen Gemengelage hielten sich die Anleger eher zurück. Einerseits lassen Befürchtungen hinsichtlich einer bevorstehenden Zinserhöhung in den USA weiter nach, andererseits sorgt der Nahost-Konflikt nach wie vor für Unsicherheit.
Für dich zusammengefasst:
Die meisten europäischen Aktienmärkte legten leicht zu.
Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,18 Prozent.
Aryzta-Aktien fielen um elf Prozent aufgrund schwacher Umsätze.
Der Iran hatte am Samstag Hoffnungen auf eine schnelle Wiedereröffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr gedämpft. Die Führung in Teheran fordert von den USA erhebliche Vorleistungen vor einer Freigabe der für den internationalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge. "Hormus ist jetzt die ultimative Verhandlungswaffe und nicht nur eine Schifffahrtsroute", resümierte Marktexperte Stephen Innes.
Der EuroStoxx 50 ging mit einem Plus von 0,18 Prozent auf 6.535,62 Punkte aus dem Tag. Am Freitag hatte der Leitindex für die Eurozone ein Rekordhoch bei rund 6.560 Punkten erklommen und einen Wochengewinn von mehr als zweieinhalb Prozent verzeichnet.
Während auch der französische Cac 40 und der spanische Ibex 35 kaum verändert schlossen, legte außerhalb der Euroregion der schweizerische Leitindex SMI um 0,61 Prozent auf 14.633,70 Punkte zu. Der britische FTSE 100 gab dagegen um 0,35 Prozent auf 10.862,50 Zähler nach. Dort schwächelten vor allem Aktien aus der Nahrungsmittel- und Konsumgüterbranche.
Aus Branchensicht waren vor dem Hintergrund des weiter währenden Konflikts um die Straße von Hormus Öl- und Gasaktien wieder stark gefragt. Zudem erholte sich die Technologiebranche weiter. Die Papiere des Halbleiterindustrie-Ausrüsters ASML zählten mit einem Kursplus von 1,0 Prozent zu den stärksten Aktien im EuroStoxx 50. Die Titel des Chipherstellers STMicro indes gingen auf eine Berg- und Talfahrt und schlossen letztlich 1,0 Prozent tiefer.
Auch die Erholung des Rohstoffsektors ging weiter. Dort waren allen voran die Papiere von Fresnillo gefragt, die in London um 3,5 Prozent stiegen. Der Bergbaukonzern hatte vor rund einer Woche starke Halbjahreszahlen vorgelegt. Die Anteilscheine des Rohstoffhändlers und Minenbetreibers Glencore (Glencore Aktie) gewannen 2,1 Prozent und die des Stahlherstellers ArcelorMittal (ArcelorMittal Aktie) zogen um 2,0 Prozent nach oben.
Nachrichtlich gab es unternehmensseitig dagegen nicht viel Neues. An der Schweizer Börse brachen die Papiere von Aryzta um elf Prozent ein. Das Backwaren-Unternehmen enttäuschte mit seiner Umsatzentwicklung im ersten Geschäftshalbjahr. Die Wachstumsflaute geht insbesondere auf das schwache Deutschland-Geschäft zurück./ck/he
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