PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 hat sich nach seinen jüngsten Verlusten stabilisiert. Etwas Rückenwind kam am Donnerstag aus den USA, wo Aussagen eines Notenbankmitglieds zur Inflationsentwicklung positiv aufgenommen worden waren.
Für dich zusammengefasst:
Der EuroStoxx 50 stieg um 0,32 Prozent auf 6.382,59 Punkte.
Der Schweizer Leitindex SMI legte um 0,22 Prozent zu.
Die Aktien von LVMH und Hermes verloren zwischen 1,8 und 3,6 Prozent.
Der Eurozonen-Leitindex stieg um 0,32 Prozent auf 6.382,59 Punkte. Außerhalb des gemeinsamen Währungsraums legte der Schweizer Leitindex SMI um 0,22 Prozent auf 14.394,77 Punkte zu. Für den britischen FTSE 100 ging es um 0,70 Prozent auf 10.831,52 Zähler nach oben.
Christopher Waller, Mitglied des Gouverneursrats der US-Notenbank, hatte sich optimistisch geäußert, dass der Preisdruck in den USA Anzeichen einer Entspannung zeigt. Er signalisierte seine Bereitschaft, ein Beibehalten der Leitzinsen zu unterstützen.
Generell war der Handel auch am Donnerstag von Vorsicht geprägt. Das lag nicht nur an der unverändert angespannten Lage im Nahen Osten, sondern auch an den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. "Da die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ein sehr niedriges Niveau aufweisen und daher keine Schwäche hinsichtlich der Beschäftigungsentwicklung erkennen lassen, wird mit Blick auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht ein Stellenplus erwartet", merkten die Volkswirte der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) dazu an. "Sollte sich dies bestätigen, könnten Vertreter der US-Notenbank darin bestärkt werden, die Leitzinsen doch alsbald zu erhöhen."
Stärkster Sektor waren die Medienwerte . Dabei gab das Schwergewicht Publicis den Takt vor. Die Aktien des französischen Werbeunternehmens zogen um 4,4 Prozent an. Sie profitierte damit von einem milliardenschweren Auftrag von Pepsico .
Deutliche Verluste erlitten die Luxuswerte. Zum einen waren Signale vom wichtigen chinesischen Markt durchwachsen ausgefallen. Die Marktstrategen der Deutschen Bank werteten die von der Agentur RatingDog ermittelten Einkaufsmanagerindizes als Hinweis dafür, dass die Erholung der heimischen Nachfrage schleppend verlaufe. Zum anderen belastete die Aufwertung des japanischen Yen, die sich negativ auf die Tourismusausgaben in dem Land auswirken könnte.
Die im EuroStoxx gelisteten Aktien von LVMH , Hermes und EssilorLuxottica büßten zwischen 1,8 und 3,6 Prozent ein. Unter den schwächsten Titeln im französischen Leitindex CAC 40 fielen die Anteilscheine von Kering (Kering Aktie) um 2 Prozent, und in Zürich ging es für Richemont um 3,1 Prozent nach unten./la/he
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