PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Mittwoch im Zuge steigender Ölpreise den Rückwärtsgang eingelegt. "Die Kombination aus hohen Energiepreisen und fehlenden neuen Handelsimpulsen entwickelt derzeit eine Sogwirkung auf den Gesamtmarkt. In der nachrichtenarmen Phase fehlt den Anlegern ein Grund, größere Risiken einzugehen", kommentierte Analyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.
Für dich zusammengefasst:
Europas Aktienmärkte fielen aufgrund steigender Ölpreise.
Der EuroStoxx 50 schloss 0,39 Prozent tiefer bei 6.299,82.
Die Aktien von UBS sanken um 1,7 Prozent nach neuen Regeln.
Der EuroStoxx 50 schloss 0,39 Prozent tiefer bei 6.299,82 Punkte. Außerhalb der Eurozone sank der britische FTSE 100 um 0,03 Prozent auf 10.705,26 Zähler. Der Schweizer Leitindex SMI verlor 0,23 Prozent auf 13.921,72 Punkte.
Angesichts der herrschenden Unsicherheiten gaben Konjunkturdaten dem Markt keine Impulse, obwohl sie besser als erwartet ausgefallen waren. Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank sprach angesichts der Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone im September von überraschend guten Daten. "In Anbetracht der hohen Energiepreise war davon auszugehen, dass die Unternehmen weniger optimistisch in die Zukunft blicken", so Gitzel. "Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Die Stimmung hellt sich sogar nochmals deutlich auf."
Die Aktien der UBS fielen um 1,7 Prozent. Der Schweizer Ständerat hatte strengere Eigenmittel-Regeln für systemrelevante Großbanken beschlossen. Die Banken müssen Auslandstöchter künftig mit 90 Prozent hartem Kernkapital (CET1) unterlegen.
Die volatilen Papiere von AMS-Osram stiegen im Handelsverlauf auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren und gewannen letztlich mehr als 10 Prozent an Wert. Sie reagierten damit auf eine Studie des Analysehauses Jefferies. Experte Janardan Menon sieht das Hightech-Unternehmen gut aufgestellt, um von mittel- bis langfristigen Chancen im Bereich der Chip-zu-Chip-Verbindungen durch VCSEL-Technik zu profitieren.
Weniger gut kamen Neuigkeiten zu Diageo (Diageo Aktie) an. Bei dem britischen Spirituosenkonzern war es erneut zu einem Wechsel in der Führungsetage gekommen. Der angekündigte Abschied des Finanzchefs sei negativ, schrieb Jefferies-Analyst Edward Mundy. Die Diageo-Titel fielen um 1,1 Prozent./edh/nas
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