Landesbank Baden-Württemberg Bereit für Neues Landesbank Baden-Württemberg
Landesbank Baden-Württemberg Bereit für Neues Landesbank Baden-Württemberg
Die LBBW ist eines der führenden Finanzinstitute in Deutschland und bietet auch in Zeiten der Veränderung Stabilität und Sicherheit. Seit über 200 Jahren steht die LBBW an der Seite ihrer Kunden, um gemeinsam Neues zu schaffen.
Als mittelständische Universalbank sowie Zentralinstitut der Sparkassen in Baden-Württemberg, Sachsen und Rheinland-Pfalz ist die LBBW mit ihren Kunden auf Augenhöhe und begleitet diese aktiv im Wandel. Die Kundenbeziehungen der LBBW bestehen oft über viele Jahrzehnte, was das Vertrauen gegenüber der Bank widerspiegelt. Dieses immer wieder neu zu verdienen, daran arbeitet die LBBW täglich mit Leidenschaft.
Am deutschen Zertifikatemarkt gehört die LBBW zu den größten Anbietern von Zertifikaten und strukturierten Anleihen. Hier verfügt das Emissionhaus über eine langjährigen Expertise und bietet seit mehr als 20 Jahren ein verlässliches und vielfältiges Produktangebot in den Anlageklassen Aktien, Zinsen und Credits. Produkte und weitere Informationen finden Sie unter https://www.lbbw-markets.de.
Die LBBW gehört dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassen-Finanzgruppe an. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.dsgv.de/sicherungssystem zur Verfügung.

 | 
aufrufe Aufrufe: 172

Einigung mit Iran rückt ins Blickfeld

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern

US-Börsen verzeichnen neue Rekorde


Gestern trieb die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahost-Konflikt die US-Börsen den zweiten Tag in Folge auf Rekordhochs. Der S&P 500 kletterte um 0,2 % und stieg auf ein neues Allzeithoch, während der technologielastige Nasdaq Composite um 0,4 % zulegte und ebenfalls ein neues Rekordhoch verzeichnete. Anleger reagierten positiv auf Trumps gestrige Ankündigung, dass seit gestern Abend eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon gilt. Dies war bisher ein wichtiger Knackpunkt in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Zudem erklärte Trump, die Regierung in Teheran habe angeboten, für mehr als 20 Jahre auf Atomwaffen zu verzichten. Die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges könnten am Wochenende weitergehen.

Wirtschaftliche Unsicherheiten steigen

Geopolitische Risiken wie der Iran-Krieg, steigende Energiepreise und mögliche Störungen der Lieferketten belasteten in den vergangenen Wochen die Planungssicherheit der Unternehmen - was wiederum Investitionen gefährdet und die Wachstumsperspektiven dämpft. Nach einer aktuellen ifo-Umfrage ist die Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft zuletzt auf den höchsten Stand seit Februar 2024 gestiegen. Im März hatten 78,6 % der Firmen Schwierigkeiten, ihre zukünftige Geschäftsentwicklung einzuschätzen, nach 75,4 % im Februar. Besonders betroffen ist die Industrie, in der rund 88 % der Firmen von hoher Unsicherheit berichten; in energieintensiven Branchen wie der Chemieindustrie (rund 95 %) sowie bei Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren (rund 94 %) ist die Planungsunsicherheit extrem ausgeprägt. Basierend auf jüngsten Insider-Informationen erwartet die Bundesregierung wegen des Iran-Kriegs ein schwächeres Wirtschaftswachstum und höhere Inflation. Im Entwurf des kommenden Konjunkturausblicks wird die BIP-Prognose 2026 von 1,0 % auf 0,5 % und für 2027 auf 0,9 % gesenkt. Die erwartete Inflation könnte 2026 bei 2,7 % und 2027 bei 2,8 % liegen.

Euro wieder gesucht

Allen konjunkturellen Widrigkeiten zum Trotz und entgegen der mauen Stimmung in der deutschen Wirtschaft profitiert jüngst wieder das internationale Ansehen unserer Gemeinschaftswährung. Der Euro machte seit Monatsbeginn fast täglich Boden gegenüber dem US-Dollar gut. Mit aktuell rund 1,18 US-Dollar je Euro notiert die Gemeinschaftswährung auf dem Niveau von Ende Februar. Damit wurde die starke Aufwertung des US-Dollars seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten bis Ende März komplett egalisiert. Bis Jahresende rechnen wir sogar mit einer weiteren Aufwertung bis auf 1,22 EUR/USD. Die Gründe für die Euro-Stärke bzw. die Dollar-Schwäche sind vielfältig. In Anbetracht eines steigenden Inflationsdrucks durch höhere Energierohstoffpreise werden an den Terminmärkten bereits zwei EZB-Leitzinserhöhungen zu jeweils 25 Basispunkten bis zum Jahresende eingepreist. Auch wir rechnen mit zwei Anhebungen der Schlüsselzinsen. Im Gegensatz dazu dürfte die Fed lediglich eine Pause in ihrem Kurs weiterer Zinssenkungen einlegen. Damit würde sich der aktuelle Zinsvorsprung der USA weiter reduzieren. Zudem gerät der US-Dollar unter Druck, da Investoren aus Asien und dem Nahen Osten ihre US-Staatsanleihen verkaufen, um die gestiegenen Kosten ihrer Energieimporte zu finanzieren. Gleichzeitig investieren erdölexportierende Länder - vor allem solche aus dem Nahen Osten - traditionell einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen aus Ölverkäufen in US-Staatsanleihen. Da derzeit jedoch die Einnahmen aus dem Export von Erdöl und Erdgas in Teilen wegfallen, bleibt diese Nachfrage nach US-Treasuries momentan aus. Darüber hinaus droht dem US-Dollar auf mittelfristiger Sicht weiterer Gegenwind. Europas und Asiens Volkswirtschaften stehen vor erheblich steigenden Ausgaben für Infrastruktur, Verteidigung, Energieunabhängigkeit und den Ausbau robuster, diversifizierter Lieferketten. Dieses Kapital dürfte zum überwiegenden Teil in den jeweiligen heimischen Währungsräumen gebunden bleiben.


Wichtige Hinweise


Diese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen.

Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt.

Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern.

Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.

Herausgeber


Landesbank Baden-Württemberg
Am Hauptbahnhof 2
70173 Stuttgart




Über den Autor

RSS-Feed
Die LBBW ist eines der führenden Finanzinstitute in Deutschland und bietet auch in Zeiten der Veränderung Stabilität und Sicherheit. Seit über 200 Jahren steht die LBBW an der Seite ihrer Kunden, um gemeinsam Neues zu schaffen.
Als mittelständische Universalbank sowie Zentralinstitut der Sparkassen in Baden-Württemberg, Sachsen und Rheinland-Pfalz ist die LBBW mit ihren Kunden auf Augenhöhe und begleitet diese aktiv im Wandel. Die Kundenbeziehungen der LBBW bestehen oft über viele Jahrzehnte, was das Vertrauen gegenüber der Bank widerspiegelt. Dieses immer wieder neu zu verdienen, daran arbeitet die LBBW täglich mit Leidenschaft.
Am deutschen Zertifikatemarkt gehört die LBBW zu den größten Anbietern von Zertifikaten und strukturierten Anleihen. Hier verfügt das Emissionhaus über eine langjährigen Expertise und bietet seit mehr als 20 Jahren ein verlässliches und vielfältiges Produktangebot in den Anlageklassen Aktien, Zinsen und Credits. Produkte und weitere Informationen finden Sie unter https://www.lbbw-markets.de.
Die LBBW gehört dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassen-Finanzgruppe an. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.dsgv.de/sicherungssystem zur Verfügung.

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend