Aktien Europa: Wenig bewegt - Studienflop von Novartis belastet Schweiz

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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Nach einem bereits verhaltenen Wochenstart sind Europas Börsen auch am Dienstag träge geblieben. Die anhaltend hohen Öl- und Gaspreise und die damit einhergehenden Inflationssorgen halten die Anleger weiter in Schach. Der EuroStoxx 50 notierte gegen Mittag mit 0,07 Prozent im Minus bei 6.399,55 Punkten.

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Außerhalb des Euroraums notierte der britische FTSE 100 wenig verändert. An der Schweizer Börse ging es deutlicher abwärts: Der Leitindex SMI verlor 1,18 Prozent auf 14.110,76 Punkte. Hier belasteten hohe Verluste der Novartis -Aktien.

Die Anleger träten derzeit auf die Bremse und warteten wichtige Daten und Zinsentscheidungen im Laufe der Woche zunächst ab, schrieb Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar von Robomarkets. Zugleich bleibe der Ölpreis "aktuell das Fieberthermometer der Aktienmärkte".

Ein Barrel (159 Liter) Öl (Rohöl) der Nordseesorte Brent hatte sich am Morgen der runden Marke von 100 US-Dollar angenähert. Händler warteten zuletzt auf Einzelheiten zu einem Abkommen zwischen dem Iran und Oman zur Regelung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus und darauf, wie die USA auf diese Vereinbarung reagieren würden.

Zugleich schürt der andauernde Konflikt im Nahen Osten die Inflationssorgen und sorgt für zusätzliche Unsicherheit an den Märkten. Dabei dürften höhere Zinsen länger eingepreist werden, so Robomarkets-Experte Molnar weiter.

Werte aus dem Artikel:
CAC 40 Index 7.811,26 +0,42%
Euro Stoxx 50 6.173,37 +0,76%
UK 100 10.581,39 +0,48%
CH 20 13.829,91 +0,57%

Im Fokus der Anleger stehen Inflationsdaten aus den USA. Sie dürften Hinweise darauf liefern, wie groß der Spielraum der US-Notenbank für ihre Geldpolitik ist. Allgemein wird am Markt zunehmend mit einer Zinserhöhung durch die Fed in der kommenden Woche gerechnet. Zuvor richtet sich der Blick diese Woche aber auf die Europäische Zentralbank. Die Währungshüter entscheiden am Donnerstag über die Leitzinsen.

Auf Unternehmensseite stachen Novartis-Papiere mit einem Abschlag von gut neun Prozent hervor. Damit notierten die Anteile abgeschlagen als Schlusslicht im Schweizer SMI-Index. Grund für den Kursrutsch ist eine erneut gescheiterte Studie, dieses Mal zu einem Wirkstoff gegen die Muskelkrankheit Myotone Dystrophie Typ 1. Das Mittel hatte als Herzstück der nicht ganz unumstrittenen Übernahme des US-Unternehmens Avidity Biosciences für 12 Milliarden US-Dollar im Frühjahr gegolten. Analysten hinterfragten in ersten Einschätzungen nach dem Studienflop einmal mehr die längerfristigen Wachstumsziele des Pharmakonzerns.

Dagegen überzeugte der Generika-Spezialist Sandoz mit seinen Wachstumsambitionen, die teilweise deutlich über den Erwartungen der Analysten lagen. Nach einem Kursanstieg von rund vier Prozent zu Handelsbeginn notierten die Aktien zuletzt aber nur noch leicht im Plus./tav/jha/


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