FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Freitag etwas nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank um 0,14 Prozent auf 126,40 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug 2,89 Prozent.
Dem Markt fehlte es an klaren Impulsen. Die Entscheidung der EZB vom Donnerstag, die Leitzinsen nicht anzutasten, hatte die Märkte kaum bewegt, da sie erwartet worden war. Im Tagesverlauf dürften sich EZB-Vertreter zur Geldpolitik äußern. Da auf absehbare Zeit keine Zinsänderung anstehen, dürfte es hier auch keine Überraschungen geben.
Die EU-Staaten hatten sich in der Nacht nicht auf eine direkte Nutzung von in der EU eingefrorenem russischen Staatsvermögen für die Ukraine einigen können. Stattdessen bekommt Kiew einen EU-finanzierten zinslosen Kredit über 90 Milliarden Euro, um eine Staatsinsolvenz abzuwenden. Dies bedeutet zunächst eine höhere Schuldenaufnahme der betroffenen EU-Staaten. Auf die Kurse wirkte es sich kaum aus.
Merklich zugelegt haben die Renditen japanischer Staatsanleihen. Die japanische Notenbank hat den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent angehoben. Dies ist der höchste Zins seit drei Jahrzehnten.
"Das aktuelle Preisumfeld hatte diese geldpolitische Maßnahme erforderlich gemacht", kommentierte Tobias Basse, Volkswirt bei der NordLB. "Die Notenbanker in Tokios dürften zwar auch weiterhin unter einem gewissen Handlungsdruck stehen, werden die Zinsen aber auch perspektivisch nur sehr vorsichtig erhöhen wollen."/jsl/nas
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