Deutsche Anleihen: Kursverluste - 10-Jahresrendite auf höchstem Stand seit 2011

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Donnerstag belastet durch die stark gestiegene Ölpreise nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel am Nachmittag um 0,25 Prozent auf 124,11 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,21 Prozent und erreichte so den höchsten Stand seit dem Jahr 2011. Auch in anderen Ländern der Eurozone stiegen die Renditen deutlich an.

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Das US-Militär attackiert nach eigenen Angaben in der Nacht wieder militärische Ziele im Iran. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die Vereinigten Staaten die Islamische Republik angriffen. US-Präsident Donald Trump drohte mit einer Verschärfung des Konflikts.

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent (159 Liter) stieg erstmals seit zwei Monaten über 100 Dollar (Dollarkurs) je Barrel. Damit wurden Inflationssorgen angeheizt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zunächst wie erwartet noch nicht mit einer Leitzinserhöhung reagiert. "Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollständig zum Tragen gekommen", sagte Präsidentin Christine Lagarde nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt. Die Notenbank will weitere Konjunkturdaten abwarten und im September über eine mögliche Leitzinserhöhung entscheiden.

Die EZB sei mit dem aktuellen Zinsniveau gut aufgestellt, "um nicht auf jede Preisschwankung reagieren zu müssen und die Entwicklungen vorerst beobachten zu können", meint Andreas Bley, Chefvolkswirt des Bankenverbandes BVR. "Angesichts der Lage am Persischen Golf stehen die Zeichen aktuell auf eine Zinserhöhung im September."/jsl/he

Werte aus dem Artikel:
Euro-Bund Future 120,84 € +0,14%

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