AfD-Nachwuchs gegen Euro-Austritt

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Flaggen der Alternative für Deutschland (AfD).
- © Thomas Lohnes / Freier Fotograf / Getty Images News / Getty Images

BERLIN/MAGDEBURG (dpa-AFX) - Die Generation Deutschland (GD) geht auf Distanz zum klaren Euro-Ausstiegskurs ihrer Mutterpartei AfD. GD-Chef Jean-Pascal Hohm sagte "Bild": "Wir wollen keinen deutschen Euro-Austritt, sondern die bestehenden Konstruktionsmängel des Euro-Systems beheben."

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Der AfD-Nachwuchs will sich dazu am Samstag bei einem Bundeskongress in Magdeburg positionieren. Im Entwurf für eine Erklärung, die dort verabschiedet werden soll, heißt es: "Der Euro hat den Binnenmarkt gestärkt, weist jedoch erhebliche Konstruktionsmängel auf, die die europäischen Völker eher gegeneinander aufbringen, als sie hinter einem gemeinsamen Projekt zu vereinen. Deshalb stehen wir Reformvorschlägen offen gegenüber, die Stabilität schaffen, ohne die wirtschaftliche Einheit Europas aufzugeben." Von einem Ausstieg aus dem Euro ist nicht die Rede.

Weidel steht zu traditioneller AfD-Anti-Euro-Linie

Die AfD war 2013 als Euro-kritische Partei gegründet worden. Im Bundestagswahlprogramm für 2025 hatte sie bekräftigt, "Deutschland muss aus dem Euro-System austreten". Danach gefragt, hatte Parteichefin Alice Weidel zuletzt im ZDF-"Sommerinterview" gesagt, Deutschland sei es vor der Euro-Einführung deutlich besser gegangen.

Auch beim Thema Migration schlägt GD-Chef Hohm, der mit Weidel im AfD-Bundesvorstand sitzt, andere Töne an. Weidel hatte vor dem Hintergrund des Ansturms von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta gesagt, bei der Migration fange das Problem an der Grenze an. "Wir werden sie zumachen, wir werden aus Schengen aussteigen." Hohm sagte: "Wir wollen, dass Deutschland Teil des Schengen-Raums bleibt."

Werte aus dem Artikel:

Die GD trifft sich in Magdeburg zu ihrem zweiten Bundeskongress. Die eng an die Mutterpartei angebundene Organisation war im vergangenen Jahr in Gießen neu gegründet worden, nachdem die frühere AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA) aufgelöst worden war. Die JA war ein weitgehend eigenständiger Verein, auf den die AfD nur begrenzt Zugriff hatte.

Bei dem GD-Treffen in Magdeburg wird auch der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, erwartet./jr/DP/he


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