
Dazu gehören: “Zensurresistenz, Open Source, Privatsphäre und Sicherheit” (CROPS). Sie bilden nach Vitaliks Ansicht das Fundament von Ethereum und dürfen daher selbst unter wachsendem Wettbewerbsdruck nicht verwässert werden. “Wir sollten bei den zentralen Eigenschaften keine Kompromisse eingehen”, schreibt Buterin und warnt ausdrücklich davor, Nutzer zu verunsichern, indem grundlegende Sicherheitsmerkmale der Layer-1 plötzlich zur Disposition stehen.
Dennoch fordert der 32-Jährige ein deutlich offeneres Denken bei der Weiterentwicklung von bestimmten Anwendungen. Auf dieser Ebene müsse die Szene bereit sein, vertraute Konzepte infrage zu stellen und neue Wege einzuschlagen. “Wir sollten eine mutigere und offenere Haltung einnehmen”, erklärt das Krypto-Urgestein und plädiert dafür, die eigene Komfortzone bewusst zu verlassen.
Neben technologischen Fragen sieht er außerdem kulturellen Veränderungsbedarf. Ethereum dürfe sich nicht in einer “zu formellen” Selbstwahrnehmung verlieren, sondern müsse wieder kreativer und experimentierfreudiger werden. “Reißt den Anzug und die Krawatte ab”, fordert der bevorzugt im T-Shirt auftretende Vitalik. Ausgerechnet er selbst hatte die Ethereum-Community im Februar mit dem Verkauf von rund 17.000 ETH verunsichert. Die Mittel sollen über mehrere Jahre hinweg für verschiedene Projekte der Ethereum Foundation eingesetzt werden.
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