Community-Beiträge zu iShares MSCI Peru and Global Exposure ETF [Miscellaneous Region]
Community-Beiträge
Aktuellste Threads
xx77xx
Humala - neuer Linkspopulist
Humala gewinnt Präsidentenwahl in Peru
Der Linkspopulist setzt sich knapp gegen die Tochter des früheren Präsidenten Fujimori durch
Ollanta Humala hat die peruanischen Präsidentschaftswahlen knapp für sich entschieden. Die Börse in Lima reagierte mit einem massiven Kurssturz.
Werner Marti, Buenos Aires
Der Linkspopulist und frühere Militär Ollanta Humala hat am Sonntag die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen in Peru gewonnen. Keiko Fujimori gestand am Montagnachmittag ihre Niederlage ein und wünschte ihm Erfolg für seine zukünftige Regierung. Humala führte zu diesem Zeitpunkt nach der Auszählung von gut 90 Prozent der Stimmen mit einer Differenz von 2,7 Prozentpunkten. Die Peruaner haben sich damit zwischen den zwei «Übeln» einer möglichen Rückkehr der Vergangenheit unter Fujimori und einer ungewissen Zukunft unter dem Chamäleon Humala für das letztere entschieden. Peru konnte zwar in den letzten zehn Jahren das höchste Wachstum in Südamerika verzeichnen. Der Urnengang zeigt allerdings, dass in der Bevölkerung darüber – oder besser darüber, wie die Gewinne verteilt wurden – nicht einhellig Zufriedenheit herrscht.
Anzeige:
Regierung mit breiter Basis
In seiner ersten Rede von Sonntagnacht, als sich sein Wahlsieg abzuzeichnen begann, versprach Humala vor seinen Anhängern auf der Plaza 2 de Mayo im Zentrum von Lima, er werde das bisher Erreichte weiterführen, allerdings nicht ohne Fehler zu korrigieren und dafür zu schauen, dass das Wirtschaftswachstum in Zukunft bei allen Peruanern ankomme. Er kündigte die Bildung einer Regierung mit breiter Basis an, in der alle Peruaner vertreten seien. Zu diesem Zweck wolle er die besten unabhängigen Spezialisten und Intellektuellen zur Mitarbeit auffordern.
Die Anhänger von Humala brachen in Jubel aus, als die Exit-Polls und später die Hochrechnungen einen Sieg prognostizierten. Keine Freude hat das Resultat jedoch in Wirtschaftskreisen ausgelöst. Die Börse in Lima erlebte am Montag den grössten Kurssturz ihrer Geschichte (–12,5 Prozent) und musste vorzeitig geschlossen werden. Will Humala grösseren Schaden vermeiden, wird er rasch ein überzeugendes wirtschaftspolitisches Team und Regierungsprogramm präsentieren müssen.
Erhöhung der Sozialausgaben
Es ist davon auszugehen, dass Humala die Sozialausgaben in Peru massiv erhöhen wird. Ähnlich wie in anderen lateinamerikanischen Ländern geschehen, hat er angekündigt, die direkte Unterstützung Bedürftiger mit Regierungsgeldern stark auszubauen. Als Herzstück gehört dazu das Programm «Pensión 65», das künftig allen Peruanern über 65 eine staatliche Pension gewähren soll. Humala hat versprochen, dieses Programm innerhalb der ersten hundert Tage seiner Regierung zu beginnen, zuerst für Arbeiter ohne Pension und anschliessend sukzessive für die ganze Bevölkerung.
Die Zusatzausgaben dürften die Staatskasse unter beträchtlichen Druck setzen. Wie man aus den Ausführungen von Humala im Wahlkampf schliessen kann, hofft er die Finanzierung mit einer neuen ausserordentlichen Steuer für den Bergwerksektor sicherstellen zu können. Damit sollen zusätzliche Gewinne als Folge stark gestiegener Rohstoffpreise besteuert werden. Humala hat im Wahlkampf auch versprochen, dass er die Verträge im Minensektor respektieren werde, falls sie korrekt zustande gekommen seinen. Nicht überraschend hat dieser Sektor an der Börse die grössten Verluste erlitten.
Es wird sich zeigen, ob Humala an seinem neuerdings gemässigten Kurs festhält. Wenn er als Pragmatiker das Wohl der Gesamtnation im Auge hat, kann er einen wichtigen Beitrag leisten, um das peruanische Wirtschaftswunder auf eine stabilere Basis zu stellen. Andernfalls dürften wirtschaftlich schwere Zeiten auf Peru zukommen.
Quelle: http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/humala_gewinnt_praesidentenwahl_in_peru_1.10840897.html
xx77xx
Linksrutsch: Humala gewinnt in Peru
Nachdem es die Jahre zuvor nicht geklappt hat, ist Ollanta Humala zum neuen Präsidenten von Peru gewählt worden. Er konnte sich in der Stichwahl gegen Keiko Fujimori (Tochter des damals diktatorisch regierenden Alberto Fujimori) durchsetzen.
Humala wird von vielen mit ähnlich Zielen wie Chavez oder Morales verglichen. Seine Wahl dürfe zu größeren Unsicherheiten an der Börse führen!
Na dann Prost Mahlzeit....
xx77xx
aktuelle Wirtschaftslage
Stand: März 2011
Wirtschaftslage, Wirtschaftsstruktur
Nach einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums im Jahr 2009 erholte sich die peruanische Wirtschaft im Jahr 2010 wieder kräftig. Nach einem leichten Wachstum im ersten Quartal , konnte vor allem in den darauffolgenden Quartalen Wachstumsraten von über 9% erzielt werden. Insgesamt wuchs die Wirtschaft 2010 um 8,8%. Die antizyklischen Konjunkturfördermaßnahmen wurden folglich kontinuierlich reduziert.
Die Binnennachfrage stieg 2010 so stark wie schon lange nicht mehr. Bedingt war dies hauptsächlich durch den Stimulationsplan der Regierung, dessen Mittel hauptsächlich Infrastrukturprojekten zugute kamen, dem wiedererstarkten privaten Konsum und das erneut hohe Wirtschaftswachstum. Die öffentlichen Investitionen stiegen um 26,5%. Bei der Umsetzung der noch offenen Großprojekte ergibt sich für 2011/2012 ein Investitionspotential auch für deutsche Unternehmen.
Die Inflationsrate, die 2009 bei 0,25% lag, hat im Jahr 2010 2,08% erreicht und bewegt sich in dem von der Zentralbank vorgegebenen Korridor zwischen 1 und 3%. Grund für den Anstieg sind steigende Lebensmittel-, Energie und Kraftstoffpreise. Die Zentralbank reagierte auf die Preissteigerungen mit kontinuierlichen Erhöhungen der Leitzinsen, von 1,25% Ende Dezember 2009 auf derzeit 3,75%.
Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/Peru/Wirtschaft_node.html
xx77xx
10 % Wachstum im Januar
Aufwärtstrend seit 17 Monaten - 10 Prozent Wachstum im Jänner 2011
Die Inter-Amerikanische Entwicklungsbank (BID) prognostiziert für Peru auf Grund der Wirtschaftskonsolidierung, einem niedrigen Inflationsniveau sowie starker Investitionstätigkeit ein hohes Wachstumspotenzial. Der Volkswirt Mesquito des BID geht sogar von einem höheren Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) als in den anderen lateinamerikanischen Ländern aus.
Quelle: http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?angid=1&stid=605332&dstid=0&titel=Hohe%2CWachstumsraten%2Cf%C3%BCr%2CPerus%2CWirtschaft%2Cprognostiziert