Aktien Frankfurt: Ölpreis über 100 Dollar belastet - Abwarten vor EZB-Sitzung

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der weiter steigende Ölpreis hat zur Wochenmitte die Kurse im deutschen Aktienhandel belastet. Der Leitindex Dax fiel gegen Mittag um knapp ein Prozent auf 25.780 Punkte. Die Marktteilnehmer dürften sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückhalten. Erwartet wird die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr.

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Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab um 0,8 Prozent auf 32.273 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor mit 1,1 Prozent deutlicher.

Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent ließ am Mittwoch die Marke von 100 US-Dollar hinter sich. Er stieg in diesem Jahr bereits um 64 Prozent. Raffinierte Produkte wie Diesel legten noch stärker zu, da sich der Konflikt im Nahen Osten bis ins Rote Meer nahe Saudi-Arabien ausgeweitet hat. Die europäischen Erdgaspreise stiegen nach den jüngsten US-Angriffen den vierten Handelstag in Folge.

Die Investoren fürchteten weitere Störungen der Ölproduktion und -transporte und preisten folglich höhere Energiepreise für längere Zeit ein, schrieb Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank. "Die Skepsis nimmt zu, dass die Ölpreise in den kommenden Monaten deutlich zurückgehen".

Mit Blick auf Einzelwerte ist die Nachrichtenlage dünn. Die Deutsche Börse will eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro ausgeben. Damit sollen allgemeine Unternehmenszwecke und Verbindlichkeiten finanziert werden. Die Aktien des Börsenbetreibers verloren 1,9 Prozent.

Werte aus dem Artikel:
DAX 40 24.954,99 -0,59%
MDAX (Performance) 29.736,46 -1,25%

Eine Abstufung der Beiersdorf-Aktien von "Halten" auf "Verkaufen" durch die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) ließ diese um 1,5 Prozent nachgeben.

Die Papiere von SAP (SAP Aktie) gewannen 2,2 Prozent. Sie waren am Vortag unter Druck geraten. Auslöser waren neu aufgekommene Sorgen an der Wall Street über die Konkurrenz von Künstlicher Intelligenz für die Software-Branche.

Nicht gefragt waren Aktien der Rüstungsbranche. Die Anteilscheine von Rheinmetall , Renk und Hensoldt verloren zwischen 2 und 3,4 Prozent./bek/stk


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