Levi Strauss: Höheres Gewinnziel reicht Anlegern nicht

Ferdinand Hammer Ferdinand Hammer
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Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.

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Verschiedene Jeans (Symbolbild).
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Levi Strauss erwartet mehr Gewinn, doch die Aktie gerät weiter unter Druck. Ein Zollbonus stützt den Ausblick, während der Jeanskonzern beim Umsatz vorsichtiger wird.
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Levi Strauss hebt seine Gewinnprognose für das Jahr 2026 an, begrenzt zugleich jedoch den Umsatzausblick. Die Anleger reagieren zurückhaltend: Nach einem kurzen Anstieg im nachbörslichen US-Handel drehte die Aktie ins Minus. Am Donnerstagmorgen beträgt der Abschlag fast zwei Prozent, der Kurs liegt bei 19,15 US-Dollar. Bereits im regulären Handel hatte das Papier fast fünf Prozent verloren.

Für das Geschäftsjahr 2026 stellt der Jeanshersteller nun einen bereinigten Gewinn von 1,54 bis 1,56 US-Dollar pro Aktie in Aussicht. Bislang hatte das Unternehmen mit 1,46 bis 1,52 US-Dollar gerechnet. Die von LSEG erfassten Analystenschätzungen lagen bei 1,52 bis 1,59 US-Dollar. Bei den Erlösen kalkuliert das Unternehmen dagegen nur noch mit einem Wachstum von sieben Prozent. Das entspricht dem niedrigsten Wert der zuvor genannten Spanne von sieben bis 7,5 Prozent.

Zur Anhebung des Gewinnziels tragen Zollrückerstattungen bei. Diese Entlastung entspricht 16 US-Cent pro Aktie. Einen Anteil von fünf US-Cent reinvestiert Levi Strauss in das eigene Geschäft. Laut Konzernchefin Michelle Gass sollen diese Mittel für Werbung und Verkaufsaktionen in der Weihnachtssaison eingesetzt werden.

Im dritten Geschäftsquartal, das am 30. August 2026 endete, erreichten die Erlöse 1,61 Milliarden US-Dollar, im Vorjahreszeitraum waren es 1,54 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von rund vier Prozent. Damit blieb der Umsatz unter den erwarteten 1,62 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn verringerte sich auf 168,6 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahr noch 218,1 Millionen US-Dollar erzielt worden waren. Der bereinigte Gewinn betrug 48 US-Cent pro Aktie.

Werte aus dem Artikel:
Levi Strauss Aktie 18,85 $ -3,38%

Die operative Marge verbesserte sich – auch dank der Zollrückerstattungen – von 10,8 auf 13,8 Prozent. Regional fiel die Entwicklung unterschiedlich aus: Während die Erlöse in der gesamten Region Amerika um vier Prozent stiegen, schrumpfte der Umsatz im wichtigen US-Geschäft um ein Prozent.

Auch der Direktverkauf an Endkunden entwickelte sich schwächer als erwartet. Dieser Bereich, der 45 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt, erzielte ein Erlösplus von zwei Prozent. Auf vergleichbarer Basis veränderten sich die Verkäufe kaum. Im Großhandel stieg der Umsatz dagegen um sechs Prozent.

Gass bestätigte die Schwäche im Direktvertrieb. Um das Geschäft dort zu verbessern, habe Levi Strauss bereits gezielte Maßnahmen angestoßen.

Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion


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