Aktien Frankfurt Ausblick: Stabilisierung trotz Wahlausgang - Ölpreise helfen

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Entspannung am Ölmarkt und stabile Vorgaben aus Asien dürften dem Dax zu Wochenbeginn helfen. Eine Stunde vor Handelsbeginn am Montag signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,6 Prozent auf 25.447 Punkte.

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Damit würde dem Dax die Stabilisierung an seiner 100-Tage-Durchschnittslinie gelingen, an die er am Freitag mit einem Tagestief von 25.285 Punkten zurückgefallen war. Sie beschreibt den mittel- bis langfristigen Trend und hatte das Börsenbarometer am noch schwächeren Dienstag schon einmal aufgefangen. Insgesamt verzeichnete der Dax nach seinem Rekord von 26.618 Punkten nun drei schwache Wochen.

Trotz deutlich gesunkener Ölpreise auf hohem Niveau bleiben die Signale aus Nahost widersprüchlich. So hatte der Iran am Wochenende nach Angaben seines obersten Sicherheitskoordinators die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens signalisiert. Gleichzeitig richtete das Militär wieder Drohungen gegen die USA und ihre Verbündeten.

Hauptgesprächsthema sind aber zunächst ohnehin die Ausgänge der Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin - mit Siegen der Rechts- und Linkspopulisten. Der Druck auf den Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU steigt, nachdem die Christdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern sogar erstmals aus einem Landesparlament geflogen sind. Er machte aber noch am Abend deutlich, dass er weitermachen will und auf den eingeschlagenen Reformkurs der Regierung setzt.

Unter den Einzelwerten blicken die Anleger angesichts des Wahlausgangs in der Hauptstadt auf den Immobilienkonzern Vonovia (Vonovia Aktie) . Wahlsiegerin Elif Eralp von den Linken will große Wohnungsunternehmen enteignen und einen Mietendeckel für landeseigene Wohnungen einführen.

Werte aus dem Artikel:
DAX 40 25.668,61 +0,37%
MDAX (Performance) 31.682,76 +1,41%

Experten sehen aber bei einer geplanten Enteignung hohe rechtliche, politische und finanzielle Hürden. Zudem wäre rechnerisch auch eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD und damit unter Ausschluss der Linken möglich. Insofern notierten die Papiere von Vonovia im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate lediglich gut ein Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Freitag.

Für die Anteilsscheine von Berentzen ging es auf Tradegate um ein Fünftel nach oben. Die Sazerac Company aus den USA will den Getränkehersteller übernehmen./la/stk


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