Chip-Beben an der Börse: Intel und AMD explodieren regelrecht
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.
Intel schießt um zwölf Prozent nach oben. AMD knackt erstmals die Billionen-Dollar-Marke. Der Grund: ein KI-Boom, der die gesamte Chipbranche mitreißt, plus eine Übernahme und eine Preiserhöhung, die aufhorchen lässt.
Für dich zusammengefasst:
Die Intel-Aktie stieg um zwölf Prozent auf 121 US-Dollar.
AMD überschritt die Marke von einer Billion US-Dollar Marktkapitalisierung.
Die Nachfrage nach Prozessoren wird durch KI-Systeme befeuert.
Die Intel-Aktie ist am Montag um zwölf Prozent auf etwa 121 US-Dollar gestiegen, den höchsten Stand seit Anfang Juli. Anleger zeigten sich neu begeistert von der Foundry-Strategie des Konzerns, bei der Intel nicht mehr nur eigene Prozessoren fertigt, sondern seine Fabriken auch für andere Chipdesigner öffnet und damit stärker mit Auftragsfertigern wie TSMC konkurriert. Hinzu kam zuletzt spürbar mehr externe Nachfrage nach genau diesen Fertigungskapazitäten.
Trotz der Rallye bleibt die Aktie mit rund 17 Prozent Abstand noch unter ihrem Zwölf-Monats-Hoch von 142,35 US-Dollar. Das zeigt, wie stark sich die Stimmung gegenüber dem Papier in den vergangenen Monaten gedreht hat. Entsprechend ambitioniert fällt inzwischen auch die Bewertung aus: Der Markt traut Intel ein bereinigtes zukünftiges Kurs-Gewinn-Verhältnis von 71,44 zu.
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgten zuletzt zwei Nachrichten aus dem Umfeld des Konzerns. Zum einen hat das von Intel unterstützte Unternehmen Altera vertraulich einen Antrag auf einen Börsengang eingereicht.
Zum anderen senkte die Investmentbank Mizuho zwar ihr Kursziel für Intel, beließ die Einstufung aber bei "Neutral" und verwies dabei auf mehrere mögliche Wachstumstreiber, von der Servernachfrage bis zur sich erholenden Nachfrage nach klassischen PCs.
Intel war an diesem Handelstag jedoch nicht allein: Der gesamte Halbleitersektor zog kräftig an, allen voran Advanced Micro Devices (AMD). Die Aktie legte um fast zehn Prozent zu und überschritt dabei zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte die Marke von einer Billion US-Dollar Marktkapitalisierung, ein Meilenstein, der AMD endgültig in die Gruppe der wertvollsten Technologiekonzerne der Welt katapultiert.
Getragen wurde die branchenweite Rallye von nachgebenden Ölpreisen und sinkenden Anleiherenditen, die insgesamt für bessere Laune an den Technologiebörsen sorgten. Hinzu kam die wachsende Verbreitung autonom agierender KI-Systeme, die zunehmend eigenständig im Auftrag von Nutzerinnen und Nutzern handeln und dafür immer mehr Rechenleistung in den Serverzentren benötigen, was die Nachfrage nach Prozessoren von Herstellern wie AMD zusätzlich befeuert.
Passend dazu meldete AMD gleich zwei strategische Schritte: Der Konzern schloss eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von Taalas ab, einem auf sogenannte KI-Inferenz-Chips spezialisierten Unternehmen, die darauf ausgelegt sind, bereits trainierte KI-Modelle im laufenden Betrieb effizient auszuführen.
Zudem kündigte AMD seinen Partnern für das vierte Quartal eine Preiserhöhung von rund zehn Prozent auf KI-Beschleuniger, Grafikchips und Chipsätze an, ein Hinweis darauf, wie stark der Kostendruck bei den vorgelagerten Auftragsfertigern derzeit auf die gesamte Branche durchschlägt.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB7PVX2 ,
DE000NB7QMT7 ,
DE000NB7TBF3 ,
DE000NB7R3E5 ,
DE000NB7QTD6 ,
DE000NB6XUQ4 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.