Die US-Regierung hat Aktivität auf der Blockchain gezeigt und dabei Bitcoin im Wert von rund 606.000 US-Dollar an die institutionelle Handelsplattform von Coinbase transferiert. Die Transaktion umfasst etwa 8 BTC und steht laut On-Chain-Daten in Verbindung mit Ilya Lichtenstein, dem Hauptverantwortlichen hinter dem spektakulären Hack der Kryptobörse Bitfinex aus dem Jahr 2016.
Solche Transfers auf Handelsplattformen wie Coinbase werden am Markt häufig als potenzielles Signal für bevorstehenden Verkaufsdruck interpretiert. Allerdings warnen Analysten davor, diese Bewegungen vorschnell zu deuten. Neben Verkäufen können auch interne Umschichtungen, Verwahrungswechsel oder technische Gründe hinter solchen Transaktionen stehen.
Im vorliegenden Fall ist die Verwendung der Coins bereits klar geregelt. Ein Bundesgericht hatte Anfang 2025 entschieden, dass die beschlagnahmten Bitcoin nicht in den Besitz des US-Finanzministeriums übergehen, sondern an Bitfinex zurückgeführt werden müssen.
Strategische Bitcoin-Reserven der USA im Fokus
Die beschlagnahmten Coins verblieben bis zuletzt im Besitz der US-Regierung. Diese hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, ihre Krypto-Bestände als Teil einer strategischen Bitcoin-Reserve zu betrachten.
Aktuell hält die US-Regierung Bitcoin im Wert von rund 24,54 Milliarden US-Dollar sowie Ethereum im Wert von etwa 146 Millionen US-Dollar, neben weiteren digitalen Vermögenswerten. Die jüngste Transaktion zeigt jedoch, dass ein Teil dieser Bestände nicht dauerhaft staatlich gehalten wird, sondern im Rahmen gerichtlicher Entscheidungen an ursprüngliche Eigentümer zurückgeführt werden kann.
Bitfinex plant Rückzahlung und Token-Burn
Bitfinex hat bereits konkrete Pläne für die Verwendung der zurückgeführten Mittel angekündigt. Das Unternehmen will zunächst alle ausstehenden "Recovery Right Tokens" vollständig einlösen. Diese Token wurden nach dem Hack an betroffene Kunden ausgegeben, um deren Verluste teilweise zu kompensieren.
Darüber hinaus sollen mindestens 80 Prozent der verbleibenden Nettoerlöse in den Rückkauf und die anschließende Vernichtung (Burn) des hauseigenen Tokens UNUS SED LEO fließen. Diese Maßnahme könnte das Angebot des Tokens verknappen und potenziell dessen Preis stützen.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.