Nach Powell-Rede: Darum schießt Bitcoin in die Höhe
Zuletzt überschlugen sich die hawkischen Prognosen vor Jerome Powells Rede in Jackson Hole. Doch nun die Wende: der Fed-Chef überraschte mit dovishen Aussagen.
Fed-Chef Jerome Powell hat in Jackson Hole signalisiert, dass sich die “Balance der Risiken verschoben hat” und die Geldpolitik “gegebenenfalls angepasst” werden muss.
Hintergrund sind wachsende Abwärtsrisiken am Arbeitsmarkt: sowohl Arbeitskräftenachfrage als auch -angebot lassen nach.
Gleichzeitig adressierte Powell die Überprüfung des geldpolitischen Rahmenwerks: Nach fünf Jahren rückt die Fed vom 2020 eingeführten Ansatz einer flexiblen durchschnittlichen Inflationssteuerung (FAIT) ab und kehrt zu einer orthodoxeren Ausrichtung zurück.
Damit will die Notenbank auf hartnäckige Preisdruckfaktoren – etwa Zölle – und die veränderte Konjunkturlage reagieren.
Gefangen zwischen einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt und steigendem Inflationsdruck gestand Powell, dass es “eine schwierige Situation” für die US-Notenbank sei.
Für die Märkte heißt das: Eine Zinssenkung im September ist wahrscheinlicher geworden, auch wenn Powell sich nicht festlegte und Datenabhängigkeit betonte.
Bitcoin schoss infolge Powells Aussagen auf über 115.000 US-Dollar und damit um über 2 Prozent in die Höhe, Ethereum sogar um über 5 Prozent.
US-Aktien haben um mehr als 1 Prozent zugelegt, und die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen ist um sechs Basispunkte auf 4,27 Prozent gesunken. Der Dollar-Index ist um etwa 0,5 Prozent – Gold ist um 0,6 Prozent gestiegen.
In den Stunden vor Powells Rede lag die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September laut CME FedWatch noch bei nur 69 Prozent. Nun liegen die Quoten wieder bei rund 90 Prozent.
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