Fed rührt Leitzins nicht an – so reagiert Bitcoin

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Das Debüt des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh verlief ruhiger, als manche das im Vorfeld vermutet hatten. Die US-Notenbank belässt den Leitzins in der Spanne zwischen 3,5 und 3,75 Prozent. Das teilten die Währungshüter aus Washington vor wenigen Augenblicken in einer Erklärung mit. Zur Stunde stellt sich Warsh in der Pressekonferenz den Fragen der Journalisten.

Damit bleibt der Leitzins in den USA auch den sechsten Monat in Folge unverändert. Die meisten Analysten waren bereits im Vorfeld von diesem Ergebnis ausgegangen. Laut CMC FedWatch lag die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario bei 99,6 Prozent. Auf dem Prognosemarkt Polymarket lag die Quote für einen unveränderten Zinssatz noch vor der Verkündung durch die Fed schon bei 100 Prozent.

Bitcoin korrigiert derweil auf Tagessicht leicht. Die Kryptowährung ist in den vergangenen 24 Stunden um 1,1 Prozent auf aktuell 65.454 US-Dollar gefallen. Im Wochenvergleich liegt die größte Kryptowährung rund fünf Prozent im Plus.

Für Bitcoin könnte es enger werden

Einen Kursaufschwung durch die Fed hatte der Markt aber ohnehin nicht erwartet. Viel eher dürfte sich Bitcoin in kommender Zeit auf schwierigere Monate einstellen. Auf Rückendeckung der US-Notenbank sollten sich Anleger nicht verlassen. Denn Analysten, aber auch Marktteilnehmer, rechnen eher mit einem steigenden Leitzins.

Werte aus dem Artikel:
BTC/EUR 55.934,460 -0,29%
Bitcoin 63.967,990 -0,61%
Leitzins Euro EZB 2,40 % 0,00%

Das liegt nicht nur an der steigenden Inflation, die auf dem höchsten Stand seit drei Jahren ist, sondern auch daran, dass sich der Arbeitsmarkt in den USA zuletzt deutlich robuster zeigt, als in den Monaten zuvor. Letzteres hatte die Fed unter dem alten Vorsitzenden Jerome Powell davon abgehalten, Leitzinsen anzuheben. Die Prognosen etwa an der CMC gehen zunehmend von einer Anhebung aus, spätestens im Dezember.

Steigende Leitzinsen dürften Risiko-Assets wie Bitcoin belasten, weil Unternehmen sich teurer verschulden können und so den Geldbeutel für Zockereien an den Kapitalmärkten enger schnallen müssen. In der Vergangenheit schichteten Anleger ihre Liquidität in sicherere Anlageklassen wie Staatsanleihen um.


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