Bitcoin-Totalverkauf: Mining-CEO will Anleger beruhigen
Nach der Liquidierung der Bitcoin-Reserve meldet sich Bitdeer-CEO Jihan Wu zu Wort. Warum die Mining-Firma jetzt andere Prioritäten hat.
Der nächste Player verabschiedet sich aus dem Bitcoin-Rennen – nach eigenen Angaben hat die Mining-Firma Bitdeer ihre vollständige BTC-Reserve verkauft und hält derzeit keinen einzigen Coin mehr. Die Verkäufe sollten “für den breiteren Markt kein Grund zur Sorge sein”, heißt es in einem X-Post vom gestrigen Montag.
In der vergangenen Woche verkaufte Bitdeer insgesamt 943,1 BTC aus seiner Reserve und weitere 189,8 BTC, die aus dem Mining-Betrieb stammten, wie BTC-ECHO berichtete. Noch Ende Januar besaß das Unternehmen 1.530 BTC, aber veräußerte diese schrittweise und liquidierte nun auch den Restbestand. CEO Jihan Wu versucht die Gemüter zu beruhigen.
In einem neuen X-Post erklärt er, dass die Verkaufsentscheidung des Miners “nicht bedeutet, dass [die Bilanz] in Zukunft immer bei Null liegen wird”. Auf viel Verständnis stößt Wu allerdings nicht. “Warum habt ihr gewartet, bis Bitcoin auf 60.000 US-Dollar gefallen ist, um diese geschäftliche Entscheidung zu treffen?” fragt ein X-Nutzer skeptisch. “Regel Nr. 1: Verkaufe niemals Bitcoin”, betont ein anderer.
Nach Angaben von companiesmarketcap ist Bitdeer mit einer Börsenbewertung von 1,8 Milliarden US-Dollar das weltweit neuntgrößte Bitcoin-Mining-Unternehmen. Die in Singapur gehandelte Bitdeer-Aktie steht derzeit bei 7,74 US-Dollar, rund 41 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Wie es insgesamt um die Branche steht, erfahrt ihr hier: “Warum Bitcoin-Miner unter massivem Druck stehen“.
Das Unternehmen verfolgt nun offenbar die Strategie, Liquidität für “mehrere unverbindliche Möglichkeiten zum Erwerb von Grundstücken” bereitzustellen, und erklärte, dass die Hashrate parallel zum laufenden Bitcoin-Mining “weiter wachsen wird”.
Am Dienstagabend handelt die Krypto-Leitwährung bei 64.800 US-Dollar, was Mining-Firmen deshalb zu schaffen macht, weil ihre Einnahmen sinken, während die Fixkosten weiterhin hoch bleiben. Kleinere oder hoch verschuldete Betreiber geraten in existenzielle Nöte, was eine fortschreitende Konsolidierung der Mining-Branche begünstigen könnte.
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