Bitcoin-Reserve in Frankreich: Neuer Gesetzentwurf vorgelegt
In Frankreich wurde ein neuer Gesetzentwurf vorgelegt, der eine nationale Bitcoin-Reserve vorsieht – doch wie realistisch ist das?
In Frankreich liegt ein Gesetzentwurf vor, der die Schaffung einer nationalen Bitcoin-Reserve vorsieht. Demnach sollen rund 420.000 BTC, also etwa 2 Prozent des Gesamtangebots, gekauft und gehalten werden. Frankreich soll so “an die neue monetäre Ordnung angepasst werden”. Eingebracht hat den Vorschlag die Fraktion Union de la Droite (UDR).
Ähnlich wie in den USA soll dies jedoch budgetneutral erfolgen, das heißt, die Regierung erhöht weder das Defizit noch die Steuerlast, sondern tauscht Vermögenswerte oder nutzt bestehende Gelder. Der Aufbau soll sieben bis acht Jahre dauern und über tägliche Käufe, staatliches Mining, beschlagnahmte Coins und mögliche Steuerzahlungen in Bitcoin erfolgen.
Auch Euro-Stablecoins sollen profitieren: Zahlungen mit EURC und Co. für Waren und Dienstleistungen französischer Unternehmen sollen bis zu 200 Euro pro Tag von Einkommensteuer und Sozialabgaben ausgenommen sein.
Zudem sind steuerliche Vorteile für kleinere Zahlungen sowie energie- und kapitalmarktrechtliche Anpassungen für Mining, Rechenzentren und die Zulassung börsengehandelter Krypto-ETNs im französischen Aktiensparplan vorgesehen. Darüber hinaus fordert der Entwurf eine Lockerung der MiCA-Regulierung und spricht sich gegen die Einführung eines Digitalen Euro (CBDC) aus.
Politisch gelten die Erfolgschancen jedoch als gering – die UDR hat lediglich 16 Sitze im Parlament. Zudem sind Aspekte wie MiCA und CBDC auf EU-Ebene angesiedelt.
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