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Bitcoin-Rallye wird durch Gewinnmitnahmen gedämpft

Der Bitcoin-Kurs zeigt sich am Donnerstag zwar weiter stabil, doch unter der Oberfläche mehren sich die Anzeichen für eine nachlassende Rallye.
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Bitcoin notiert am Donnerstagmittag bei rund 74.715 US-Dollar und damit 0,8 Prozent im Plus. Zeitweise hatte Bitcoin am Vormittag die Marke von 75.000 US-Dollar überschritten. Auf Wochensicht steht ein solides Plus von über fünf Prozent, im Monatsverlauf sogar ein Anstieg von nahezu zehn Prozent.

Gewinnmitnahmen nehmen deutlich zu

Laut einer aktuellen Analyse des Blockchain-Datenanbieters CryptoQuant wächst jedoch das Risiko, dass die jüngste Aufwärtsbewegung ins Stocken gerät. Grund dafür ist eine zunehmende Gewinnmitnahme durch Investoren, die ihre Bestände bei steigenden Kursen verkaufen.

Ein zentraler Indikator ist dabei das sogenannte Realized Profit/Loss Ratio, das misst, ob Anleger ihre Coins mit Gewinn oder Verlust bewegen. Der gleitende 30-Tage-Durchschnitt dieses Indikators liegt derzeit bei 1,16 – deutlich über der Schwelle von 1, die auf verstärkte Gewinnmitnahmen hinweist.

"Die Aktivität der Gewinnmitnahmen nimmt zu, da Investoren in die Stärke hinein verkaufen", heißt es im Bericht. "Ein nachhaltiger Anstieg wird nur möglich sein, wenn der Markt dieses zusätzliche Angebot absorbieren kann."

Milliarden-Gewinne bremsen Dynamik

Besonders auffällig war die Entwicklung am Dienstag: Als Bitcoin kurzfristig in Richtung 76.000 US-Dollar stieg, realisierten Anleger laut CryptoQuant Gewinne in Höhe von rund 1,14 Milliarden US-Dollar – einer der höchsten Tageswerte des Jahres.

Trotz der jüngsten Kursgewinne bleibt die Marke um 76.800 US-Dollar ein kritischer Widerstand. Diese entspricht dem sogenannten Realized Price der Trader – einem Niveau, bei dem viele Marktteilnehmer nahe ihrer Einstandspreise liegen und daher verstärkt verkaufen könnten.

Bereits im Januar 2026 hatte genau diese Zone eine Rallye abrupt gestoppt. Sollte sich dieses Muster wiederholen, könnte der Kurs erneut unter Druck geraten.

Kapitalströme auf Börsen als Warnsignal

Zusätzliche Vorsicht mahnen steigende Zuflüsse auf Kryptobörsen an. Laut Julio Moreno, Leiter der Research-Abteilung bei CryptoQuant, sind die stündlichen Bitcoin-Zuflüsse zuletzt auf rund 11.000 BTC gestiegen – der höchste Wert seit Ende Dezember 2025.

Solche Bewegungen gelten als klassisches Warnsignal, da Anleger ihre Coins häufig auf Börsen transferieren, um sie zu verkaufen.

"In einer vergleichbaren Phase im März 2026 führten Zuflüsse von 9.000 BTC pro Stunde zu einer kurzfristigen Korrektur", so Moreno.

Rallye noch nicht am Ende?

Trotz der zunehmenden Gewinnmitnahmen ist die Rallye möglicherweise noch nicht vollständig ausgereizt. Die täglich realisierten Gewinne liegen derzeit bei etwa 500 Millionen US-Dollar – noch unterhalb der Marke von einer Milliarde US-Dollar, die in der Vergangenheit oft den Höhepunkt von Verkaufswellen markierte.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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