Bitcoin fällt: Iran-Eskalation und Fed-Sorgen belasten
Pascal Grunow
Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Bitcoin hat einen schweren Monat vor sich. Geopolitische Spannungen und Zinssorgen belasten den Kurs schon zu Beginn des traditionell schwachen Septembers.
Für dich zusammengefasst:
Bitcoin fällt um 1,88 Prozent auf 77.430 US-Dollar.
US-Streitkräfte griffen am Dienstag Ziele im Iran an.
66 Prozent Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhung am 16. September.
Neue US-Militärschläge gegen den Iran lassen Bitcoin fallen und könnten zusammen mit wachsenden Zinssorgen die jüngste Krypto-Rallye auf eine ernsthafte Belastungsprobe stellen.
Bitcoin verliert fast zwei Prozent
Der Bitcoin-Kurs ist am Mittwochvormittag um 1,88 Prozent auf 77.430 US-Dollar gefallen. Die weltweit größte Kryptowährung geriet damit gemeinsam mit den Großteil des Kryptomarkts unter Verkaufsdruck, nachdem neue US-Angriffe auf Ziele im Iran die geopolitischen Spannungen verschärft hatten.
Auch saisonal stehen die Vorzeichen für Bitcoin im September eher schlecht. Seit 2013 beendete die Kryptowährung acht von 13 abgeschlossenen September-Monaten im Minus und verlor im Schnitt 2,97 Prozent.
US-Angriffe erhöhen Risiko an der Straße von Hormus
Nach Angaben des U.S. Central Command begannen amerikanische Streitkräfte am Dienstag mit Angriffen auf Ziele der iranischen Revolutionsgarden. Washington begründete die Operation mit mutmaßlichen iranischen Angriffsversuchen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus sowie auf in der Region stationiertes US-Militärpersonal.
Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen an mehreren Orten entlang der Südküste, darunter auf der Insel Qeshm sowie in Bandar Abbas und Chabahar. Weitere Berichte nannten Jask, Konarak, Minab und Sirik als Ziele.
Nach Angaben der Associated Press beendeten die Angriffe eine rund einmonatige Phase ohne direkte militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran. Bereits am Sonntag hatten amerikanische Streitkräfte Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak angegriffen. Iran reagierte anschließend mit Raketen in Richtung amerikanischer Einrichtungen in Jordanien.
Fed wird zum zweiten großen Risiko für Bitcoin
Neben der geopolitischen Eskalation wächst für Bitcoin das Zinsrisiko. Nach jüngsten hawkischen Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh steigt an den Märkten die Sorge, dass die US-Notenbank zur Inflationsbekämpfung weitere Zinserhöhungen vornehmen könnte.
Für die Fed-Entscheidung am 16. September wird inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte eingepreist.
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