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Strategy: Bitcoin-Treasury-Gigant droht historischer Quartalsverlust

Seit der Umstellung auf die Fair-Value-Bilanzierung Anfang 2025 sorgten steigende Bitcoin-Kurse phasenweise für hohe Buchgewinne – nun zeigt sich die Kehrseite.
  • Strategy steuert nach dem schwachen Jahresendquartal bei Bitcoin auf einen Ergebnisschock zu. Der Kurs der größten Kryptowährung fiel im vierten Quartal deutlich und notierte zum Jahreswechsel um 88.000 US-Dollar – rund 30 Prozent unter dem Oktober-Hoch jenseits von 126.000 US-Dollar.
  • Für Strategy ist der Rücksetzer besonders folgenreich, weil das Unternehmen seine BTC-Bestände seit 2025 nach dem neuen US-Standard ASU 2023-08 zum Fair Value bilanziert. Damit laufen Kursbewegungen direkt über die Gewinn- und Verlustrechnung, statt – wie früher – nur Wertminderungen abzubilden.
  • Das kann Quartale extrem volatil machen: Im dritten Quartal 2025 meldete Strategy noch einen Netto­gewinn von rund 2,8 Milliarden US-Dollar. Nach dem Kursrutsch im vierten Quartal droht nun spiegelbildlich ein hoher, nicht realisierter Verlust.
  • Gleichzeitig wachsen die Zweifel am “Bitcoin-Treasury”-Modell. Strategy hält inzwischen 672.497 BTC, deren Marktwert zuletzt bei rund 58,8 Milliarden US-Dollar lag. Die Aktie ist 2025 deutlich gefallen, während das Unternehmen weiter über Aktienverkäufe Liquidität beschafft: Allein im Dezember nahm Strategy so rund 2,67 Milliarden US-Dollar ein und kaufte damit weiter Bitcoin. Parallel baut das Management Fiat-Reserven auf, um Dividenden- und Schuldendienst abfedern zu können.
  • Dass die Bewertungsluft dünner wird, zeigt auch der schrumpfende Aufschlag der Aktie auf den reinen Bitcoin-Bestand: Zeitweise notierte die Marktkapitalisierung bereits nahe am Wert der gehaltenen Coins. Für Anleger ist das ein Stresstest: Je weniger “Premium” der Markt zahlt, desto schwieriger wird es, den Kreislauf aus Kapitalaufnahme, weiteren Krypto-Käufen und steigender Aktienbewertung stabil zu halten – insbesondere, solange die Leitwährung des Blockchain-Sektors keine nachhaltige Trendwende schafft.
  • Weiter unter Druck gesetzt wird das Unternehmen weiterhin von der am 15. Januar anstehenden Entscheidung bei Index-Provider MSCI, ob MSTR aus deren Indizes gestrichen wird. Dies würde Abflüsse in Milliardenhöhe nach sich ziehen.
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