Adam Back entwarnt: Quantencomputer bedrohen Bitcoin noch lange nicht

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Adam Back hält die Panik der Bitcoin-Community vor Quantencomputern für überzogen. Im Gegenteil: Der Blockstream-CEO ist äußerst bullish.

Die Debatte über mögliche Angriffe durch Quantencomputer hat in der Bitcoin-Community zuletzt deutlich an Fahrt aufgenommen. Für Adam Back fällt die Reaktion vieler Marktteilnehmer jedoch zu alarmistisch aus. Auf der Paris Blockchain Week 2026 hat der Hashcash-Erfinder und Blockstream-CEO ein deutlich nüchterneres Bild der technologischen Realität gezeichnet.

Die Gefahr existiert aus seiner Sicht zwar theoretisch. Ein praktisch relevanter Angriff auf Bitcoin liege aber noch Jahrzehnte entfernt. Die zugrunde liegende Hardware bewegt sich weiterhin im Bereich experimenteller Forschung. Zwar haben unterschiedliche Systeme und Methoden zur Fehlerkorrektur Fortschritte gemacht. Von einer einsatzfähigen Infrastruktur könne jedoch keine Rede sein.

Back verweist vor allem auf die enorme technische Komplexität moderner Quantencomputer. Die Systeme benötigen stabile Umgebungen, hohe Rechenpräzision und aufwendige Fehlerkorrekturen. Selbst die fortschrittlichsten Projekte großer Technologiekonzerne und Forschungseinrichtungen arbeiten bislang mit begrenzter Skalierung. Für einen Angriff auf Bitcoin wären nach aktuellen Schätzungen Millionen stabiler physischer Qubits nötig. Davon ist die Branche noch weit entfernt.

Industrie arbeitet längst an Lösungen

Parallel dazu läuft die technische Vorbereitung bereits. Das US-Standardisierungsinstitut NIST hat schon im August 2024 erste Standards für kryptografische Verfahren veröffentlicht, die auch Angriffen durch Quantencomputer standhalten sollen. Ziel ist der schrittweise Übergang zu sogenannten postquantenresistenten Verfahren.

Auch die Industrie arbeitet längst an konkreten Lösungen. Mit SHRINCS entsteht bei Blockstream Research ein kompakterer Ansatz für quantensichere Signaturen. Anfang März 2026 hat nach Unternehmensangaben die erste entsprechende Transaktion auf der Liquid-Sidechain stattgefunden. Entwickler testen damit bereits praktische Anwendungen außerhalb theoretischer Konzepte.

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Mehrere Bitcoin-Entwickler sehen die Diskussion inzwischen vor allem als Frage des Zeitmanagements. Solange keine realistische Bedrohung existiert, bleibt ausreichend Zeit für Software-Upgrades und neue Sicherheitsstandards. Bitcoin könnte quantensichere Verfahren über Soft Forks oder neue Wallet-Standards schrittweise integrieren. Ein solcher langsamer Übergang gilt in Entwicklerkreisen als realistisches Szenario.

Bitcoin bei einer Million US-Dollar?

Back nimmt statt einer drohenden Quantengefahr eher eine andere Entwicklung im Hintergrund wahr: steigende institutionelle Nachfrage. Als Beispiel nennt er das STRC-Produkt von Strategy, das innerhalb kurzer Zeit Kapital für Bitcoin-Käufe im Umfang von bis zu 10.000 BTC eingesammelt hat.

Zusätzlichen Rückenwind liefert aus Sicht des Blockstream-CEOs die ETF-Nachfrage. Der Bitcoin-ETF IBIT von BlackRock hält mehr als 806.000 BTC und hat nach schwachem Jahresstart wieder Zuflüsse verzeichnet. Auch der Morgan Stanley Bitcoin Trust hat bereits in der ersten Woche nach dem Start mehr als 100 Millionen US-Dollar eingesammelt.

Aus dieser Marktstruktur leitet Back deutlich höhere Kursziele ab. Das Tief nach dem Allzeithoch von 126.080 US-Dollar im Oktober 2025 könnte seiner Einschätzung nach bereits den Boden markiert haben. Einen Bitcoin-Kurs zwischen 500.000 und einer Million US-Dollar innerhalb der kommenden 24 Monate schließt er nicht aus.


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