NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag im frühen Handel ihre Verluste vom Vorabend weitgehend wettgemacht. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November legte zuletzt um 1,95 Prozent auf 107,33 US-Dollar zu.
Für dich zusammengefasst:
Ölpreise haben ihre Verluste vom Vorabend wettgemacht.
Brent-Ölpreis stieg um 1,95 Prozent auf 107,33 US-Dollar.
Saudi-Arabien hat die Öltransporte durch seine Pipeline wieder aufgenommen.
Fehlende Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran sowie Anzeichen einer starken Nachfrage sorgten für ein Plus bei den Ölnotierungen, während die Wiederaufnahme von Öllieferungen über eine wichtige Pipeline des führenden Exporteurs Saudi-Arabien nicht für eine Entlastung sorgte.
US-Präsident Donald Trump dementierte einen Medienbericht, nach dem er mögliche Lockerungen von Sanktionen gegen den Iran im Gegenzug für Eingeständnisse beim iranischen Atomprogramm in Aussicht gestellt haben soll.
"Das ist unwahr. Ich habe ihnen NICHTS angeboten!", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social mit Bezug auf einen entsprechenden Artikel des Nachrichtenportals "Axios". Er forderte das Medium auf, die "Falschmeldung" zurückzuziehen.
In dieser Woche wollen demnach Vermittler aus Katar und Pakistan zusammenkommen, um ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran zu erörtern. Vor wenigen Tagen hatte Trump einem iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Straße von Hormus eine Abfuhr erteilt.
Saudi-Arabien hat unterdessen etwa die Hälfte der Öltransporte durch seine Ost-West-Pipeline wieder aufgenommen. Die quer durch das Land verlaufende Leitung ist eine wichtige Alternative zur Route durch die Straße von Hormus.
Drohnenangriffe hatten den Betrieb Anfang des Monats zum Erliegen gebracht. Inzwischen werden durch die Pipeline zum Roten Meer mindestens 3,5 Millionen Barrel pro Tag transportiert, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete.
"Es gibt weiterhin enorme geopolitische Risiken, aber der Markt hat gelernt, dass das Öl immer wieder einen Weg nach draußen findet", sagte Haris Khurshid, Anlagechef bei Karobaar Capital. "Wir sehen nicht die anhaltende Neubewertung, die zu erwarten wäre, wenn Öl-Händler mit einer deutlichen Verschlechterung der tatsächlichen Versorgungslage rechnen würden."
Vor dem Iran-Krieg, den die USA und Israel Ende Februar gemeinsam begonnen hatten, verlief die Schifffahrt in der Meerenge weitestgehend ungestört. In der Folge stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas sprunghaft an./stk/mis
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