Ölpreise fallen weiter - Iran signalisiert Verhandlungsbereitschaft

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Offshore-Plattform (Symbolbild).
- ©pixabay.com

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gefallen. Nachdem die Notierungen im frühen Handel noch zulegen konnten, drehten sie im Verlauf und knüpften an die Verluste der vergangenen Handelstage an.

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Der Preis der weltweiten Referenzsorte Brent für Rohöl aus der Nordsee gab den fünften Handelstag in Folge nach. Zuletzt wurde ein Barrel (159 Liter) mit Lieferung im November bei 98,86 US-Dollar gehandelt und damit etwa anderthalb Prozent niedriger als am Vortag. Das Tagestief lag bei 97,43 Dollar (Dollarkurs).

In den vergangenen Tagen wurden die Energiepreise mehrfach durch Hinweise auf Fortschritte bei den Bemühungen für eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs gedrückt. Zuletzt stellte die iranische Führung abermals Verhandlungen zur Lösung des Konflikts in Aussicht. Zudem berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo, dass der Iran angeboten habe, die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen, sofern die US-Blockade aufgehoben werde.

Im weiteren Tagesverlauf ist zudem eine Rede von US-Präsident Donald Trump vor der UN-Generalversammlung in New York geplant. Es wird spekuliert, dass sich Trump am Rande mit seinem iranischen Amtskollegen Masoud Pezeshkian treffen könnte.

Neben der Hoffnung auf diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Iran-Konflikts erkannte Rohstoffexperten Carsten Fritsch von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) in steigenden Öllieferungen aus Saudi-Arabien einen weiteren Grund für den Rückgang der Ölpreise. Der wichtige Förderstaat versuche, den Wegfall der Öllieferungen über die beschädigte Ost-West-Pipeline zum Roten Meer zu kompensieren. Demnach liefern Tanker größere Mengen an Rohöl durch die Straße von Hormus als bisher bekannt.

Werte aus dem Artikel:
Brent Crude Ölpreis 109,645 $ +0,47%

Die Sorge über die Folgen einer längeren Blockade von Öllieferungen durch die Straße von Hormus hatte den Preis für Rohöl der Sorte Brent in der vergangenen Woche noch zeitweise bis an die Marke von 110 Dollar getrieben. Seit Beginn des Jahres hat der Iran-Krieg den Rohstoff um mehr als 60 Prozent verteuert./jkr/jha/


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