WIEN (dpa-AFX) - Nach einem wechselhaften Verlauf ist die Wiener Börse am Dienstag mit einem Minus aus dem Tag gegangen. Der Leitindex ATX gab 0,64 Prozent auf 5.836,92 Punkte ab. Der ATX Prime verlor 0,58 Prozent auf 2.888,75 Zähler. An den europäischen Börsen konnten Gewinne verbucht werden. Wenig überraschend überschattet das Geschehen am Persischen Golf alles.
US-Präsident Donald Trump hat laut eigenen Angaben auf einen angeblich für diesen Dienstag geplanten Angriff auf den Iran verzichtet. Anfänglich hat die Börse positiv darauf reagiert; gegen Handelsende ging es aber wieder abwärts, man traut wohl dem Frieden nicht so recht. Trump erklärte zudem, es gebe "sehr positive Entwicklungen" in den Verhandlungen mit dem Iran. Verbündete im Nahen Osten hätten ihm gesagt, sie seien "sehr nah dran, eine Einigung zu erzielen", sagte Trump am Montag bei einer Veranstaltung im Weißen Haus.
Teheran reagierte nach eigenen Angaben über den Vermittler Pakistan auf den jüngsten US-Vorstoß mit eigenen neuen Vorschlägen, wie Außenamtssprecher Ismail Baghai Reportern sagte. Nach Informationen des "Wall Street Journal" bot Teheran eine schrittweise Öffnung der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormuz an. Zugleich seien aber kritische Fragen zum Streitthema des iranischen Atomprogramms offen geblieben.
Die Finanzminister der führenden Industriestaaten (G7) haben sich bei einem Treffen in Paris auf die Notwendigkeit von Maßnahmen gegen Handelsungleichgewichte verständigt. Die derzeitige Situation sei nicht nachhaltig, erklärten die Minister und Notenbank-Gouverneure am Dienstag. Konkrete Pläne für Maßnahmen legten sie jedoch nicht vor. Frankreichs Finanzminister Roland Lescure erklärte als Gastgeber des Treffens, die Ungleichgewichte schürten Handelskonflikte und könnten zu Turbulenzen an den Finanzmärkten führen.
In Österreich hat die Vienna Insurance Group (VIG) gestern Nachmittag bekanntgegeben, die Übernahme der deutschen Nürnberger Versicherung unter Dach und Fach gebracht zu haben. Die regulatorischen Freigaben seien schneller als erwartet erteilt worden. Die Papiere des Versicherers verloren 3,7 Prozent und waren damit Schlusslicht im ATX Prime-Segment.
In den Fokus rückte auch Rosenbauer. Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster hat berichtet, im ersten Quartal mehr Fahrzeuge ausgeliefert zu haben. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,3 Prozent auf 303,8 Millionen Euro. Das Periodenergebnis stieg von 0,1 Millionen auf 9,4 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzernvorstand mit einem weiteren Umsatz- und Ergebnisanstieg. Rosenbauer-Aktien legten um 4,0 Prozent zu und führten den ATX Prime an.
Verbund-Titel verloren 1,04 Prozent auf 61,85 Euro. Die Analysten der UBS Investment Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des österreichischen Stromkonzerns von 55 Euro bestätigt. Die Empfehlung "Sell" wurde von Analystin Wanda Serwinowska ebenfalls unverändert beibehalten.
Die Papiere des Caterers Do & Co gaben 2,98 Prozent auf 175,70 Euro ab. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel von 255,0 auf 247,5 Euro gesenkt. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde von Analystin Vladimira Urbankova für die Titel des Cateringunternehmens bestätigt. Das Unternehmen ist weiterhin auf dem besten Weg, im Geschäftsjahr 2025/26 erneut Rekordergebnisse zu erzielen, hieß es in der aktuellen Studie. Die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025/26 werden am 11. Juni veröffentlicht./moe/spa/APA/jha
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