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Akitien Wien Schluss: ATX gewinnt wenig

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag leicht im Plus den Handel beendet. Der österreichische Leitindex ATX legte zum Sitzungsende 0,11 Prozent auf 5.910,42 Punkte zu, nachdem er zur Wochenmitte bereits 1,15 Prozent gewonnen hatte.

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Blick auf Wien vom Dach des Stephansdoms, Wien, Österreich. Der Stephansdom ist ein Wahrzeichen und Wahrzeichen der Stadt Wien.
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ATX (Austrian Traded Index) 5.930,62 ATX (Austrian Traded Index) Chart -0,04%
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An den europäischen Leitbörsen gab es nach den deutlichen Vortageszuwächsen eine uneinheitliche Tendenz ohne starke Veränderungen zu sehen. Die mit Spannung erwarteten Quartalsergebnisse des KI-Schwergewichtes Nvidia (Nvidia Aktie) lieferten am Vorabend nach US-Börsenschluss keinen klaren Handelsimpuls. Belastend wirken international die wieder steigenden Rohölpreise.

Am Wiener Aktienmarkt rückten auf Unternehmensebene AT&S, SBO, CA Immo, Strabag und der Flughafen Wien mit präsentierten Geschäftszahlen in den Fokus. Die Titel von AT&S schlossen nach Verlaufsverlusten mit plus 0,3 Prozent. Zur Wochenmitte hatten die Titel des Leiterplattenherstellers bereits mehr als zwölf Prozent gewonnen.

AT&S hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 zwar den Umsatz auf 1,79 Milliarden Euro klar gesteigert, beim Ergebnis rutschte der Leiterplattenhersteller jedoch in die roten Zahlen. Das Unternehmen schrieb einen Verlust von 25,6 Millionen Euro. Daher soll auch diesmal die Dividende ausfallen. Für dieses Jahr peilt der Konzern einen Gewinn im niedrigen dreistelligen Millionenbereich an. Die Analysten der Erste Group bewerteten das Zahlenwerk mit starken Verbesserungen und besser als erwartet bei der Profitabilität.

Der niederösterreichische Ölfeldausrüster SBO hat im ersten Quartal 2026 einen massiven Ergebnisrückgang verbucht. Das Ergebnis nach Steuern fiel auf null. Gleichzeitig stiegen aber die Auftragseingänge im Jahresvergleich an. Die SBO-Titel stiegen um 1,9 Prozent. Mit Ausnahme des Ordereinganges verfehlten die Zahlen für das abgelaufene Jahresviertel die Prognosen der Erste Group.

Der größte österreichische Baukonzern Strabag hat seine Produktionsleistung im ersten Quartal erhöht. Das Unternehmen gab einen Zuwachs gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 4 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro bekannt. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Bauriese mit einer erwarteten Bauleistung von "rund 22 Milliarden Euro". Das entspräche einem Anstieg von 8 Prozent. Die Strabag-Aktie stieg um 2,8 Prozent.

Das Immobilienunternehmen CA Immo hat im ersten Quartal weniger Gewinn gemacht. Das Konzernergebnis sank auf 16,6 Millionen Euro, nach 22,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Auch die Mieterlöse sanken, und zwar um 18 Prozent auf 55,9 Millionen Euro. Grund für den Rückgang sei der Verkauf mehrerer Immobilien. Hier gab es keine Kursveränderung zu sehen.

Der Flughafen Wien hat zum Jahresauftakt ein besseres Ergebnis verbucht. Der Gewinn legte um 5,3 Prozent auf 42 Millionen Euro zu, der Umsatz kletterte um 6,1 Prozent auf 239,6 Millionen Euro. Das Passagieraufkommen von Januar bis April sank in Wien um 1,5 Prozent, die gesamte Flughafen-Wien-Gruppe mit den Airports Wien, Malta und Kosice verzeichnete ein Plus von 2,9 Prozent. Die Airport-Aktie schloss mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent. Die präsentierten Zahlen lagen laut Erste Group leicht über den Erwartungen.

Ins Blickfeld rückten auch neue Analystenmeinungen. Die Experten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des Verbund von 65,00 auf 59,80 Euro gekürzt. Das Anlagevotum "Hold" wurde für die Titel des Versorgers beibehalten. Die Verbund-Titel schlossen mit plus 3,1 Prozent auf 61,75 Euro.

Die Erste Group hat ihr Kursziel für die Aktien der Kapsch TrafficCom von 5,80 auf 6,30 Euro angehoben. Die Anlageempfehlung "Hold" wurde für die Titel des Mautsystemanbieters bestätigt. Die Papiere zeigten sich mit plus 2,5 Prozent auf 5,8 Euro.

Ins Blickfeld rückte auch eine Konjunktureinschätzung. Die am Donnerstag in Brüssel veröffentlichte Wirtschaftsprognose der EU-Kommission sagt düstere Aussichten voraus: Für 2026 wird für die EU nur mehr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent gerechnet, statt 1,4 Prozent noch im Herbst. Auch die Prognose für den Euroraum wird nach unten korrigiert, und zwar auf 0,9 Prozent im Jahr 2026. Österreich zählt mit einer Rate von 0,6 Prozent (wie Deutschland) erneut zu den Schlusslichtern: Nur Italien mit 0,5 und Rumänien mit 0,1 Prozent liegen noch dahinter./ste/sto/APA/men

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