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Unterstützung: Amprion lieferte Strom an Frankreich

DORTMUND (dpa-AFX) - An der Bewältigung der Stromausfälle in Spanien und Portugal ist auch der deutsche Übertragungsnetzbetreiber Amprion beteiligt gewesen. Der französische Netzbetreiber RTE hatte am Montag für den Netzwiederaufbau kurzfristig Energie bereitgestellt, wie das Unternehmen in Dortmund berichtete. "Amprion hat seinerseits mit einer grenzüberschreitenden Energielieferung in Richtung Frankreich die Situation gestützt", sagte ein Sprecher.

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Strommasten im gleißenden Sonnenlicht (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Im europäischen Verbundsystem sei vorgesehen, dass benachbarte Übertragungsnetzbetreiber Nothilfe in Form von außerplanmäßigen Energielieferungen bereitstellen. "Dies würde auch bei einem Störfall in unserem System stabilisierend wirken", so der Sprecher weiter.

Größe des Verbundnetzes wirkt stabilisierend

Grundsätzlich verfügten alle Netzbetreiber über Notfallinstrumente, um auf Großstörungen reagieren zu können. "Die Größe des europäischen Verbundnetzes wirkt hier ebenfalls stabilisierend." Für die iberische Halbinsel gelte dies wegen der Randlage jedoch nicht im selben Umfang wie für Deutschland, das von mehreren europäischen Nachbarländern umgeben ist.

Der Sprecher sagte weiter, dass die europäischen Übertragungsnetzbetreiber das Ereignis nun gemeinsam analysieren würden, um Maßnahmen zur Vermeidung von solchen Ereignissen zu ergreifen. Amprion werde dabei seine Fachkenntnisse unter anderem aus seiner Rolle als Frequenzwächter einbringen.

Vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland

In Deutschland gibt es insgesamt vier Übertragungsnetzbetreiber. Neben Amprion sind dies Tennet, 50Hertz und TransnetBW. Die vier Unternehmen kümmern sich in vier Zuständigkeitsregionen ausschließlich um das sogenannte Höchstspannungsnetz, also die Überlandleitungen mit Spannungen von 220.000 Volt und mehr. Das Übertragungsnetz in Deutschland hat derzeit eine Gesamtlänge von rund 37.000 Kilometern./tob/DP/zb

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