Seit mittlerweile vier Handelstagen geht es mit den Notierungen am Ölmarkt nach unten. Am Donnerstag ist der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee erstmals seit dem 9. April wieder unter die Marke von 60 US-Dollar gefallen. Die Notierungen knüpften an die starken Verluste im April an. Im Vormonat hat sich Brent-Öl um mehr als zehn Dollar je Barrel verbilligt. Marktbeobachter sprachen vom stärksten Preisverfall innerhalb eines Monats seit 2021.
Zuletzt haben Spekulationen über die Förderpolitik der Opec+ belastet. Am Markt wurde auf einen Medienbericht verwiesen. Demnach haben Vertreter von Saudi-Arabien den übrigen Mitgliedern der Opec+ deutlich gemacht, dass eine Phase mit niedrigen Ölpreisen kein Problem für das führende Opec-Land sei. Dies stützte die Spekulation auf eine Ausweitung der Fördermenge.
Im April hatte die Ankündigung einer deutlichen Erhöhung der Fördermenge durch die Opec+, in der neben Opec-Staaten auch andere wichtige Ölstaaten wie Russland organisiert sind, die Ölpreise belastet. Anfang März hatte sich die Opec+ auf freiwillige Förderkürzungen verständigt. Eine seit 2023 geltende Kürzung der Tagesproduktion von 2,2 Millionen Barrel soll demnach schrittweise und unter Vorbehalt aufgehoben werden.
Darüber hinaus hatte zuletzt auch die Furcht der Anleger vor möglichen Folgen der aggressiven Zollpolitik der US-Regierung die Ölpreise immer wieder kräftig unter Druck gesetzt./jkr/jha/
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