Arbeit an einer Statistik (Symbolbild).
Quelle: - ©unsplash.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 263

IAB-Studie: Mehrheit steht hinter Prinzip 'Sozialstaat'

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Eine große Mehrheit der Berufstätigen in Deutschland steht einer Erhebung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge hinter dem Grundgedanken des Sozialstaats. Die Menschen wollen aber zugleich auch das Leistungsprinzip hochhalten. Fast drei von vier Befragten sagten: "Wer mehr leistet, sollte auch mehr bekommen."

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Laut der Untersuchung erkennen rund 70 Prozent den hohen Nutzen sozialstaatlicher Leistungen grundsätzlich an. Zugleich sehen jedoch 64 Prozent die damit verbundenen Kosten als Belastung für Gesellschaft und Wirtschaft. Etwa 40 Prozent der Befragten bewerten den Sozialstaat ambivalent - als notwendig, aber kostspielig. "Für viele ist der Sozialstaat wie Sport: anstrengend, aber notwendig, um die Gesellschaft fit zu halten", sagte Moritz Kuhn von der Universität Mannheim, einer der Autoren der Studie.

Bedürfnis nach Leistungsgerechtigkeit

Rund die Hälfte der Befragten stimmte der Aussage zu, Sozialleistungen machten "faul". Unter Geringverdienern lag die Zustimmung sogar bei 64 Prozent. Auch Erwerbstätige, die zusätzlich staatliche Leistungen erhalten, sehen das häufig ähnlich. "Gerade wer trotz Arbeit nur wenig verdient, erlebt das Spannungsfeld zwischen Arbeit und Absicherung besonders deutlich", erklärte IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Das Bedürfnis nach Leistungsgerechtigkeit sei besonders bei Menschen mit niedrigen Einkommen ausgeprägt. Auch unter Empfängern von Bürgergeld oder Arbeitslosengeld befürwortet eine Mehrheit das Prinzip, dass sich Arbeit lohnen müsse. "Reformen finden dann Zustimmung, wenn sie den Sozialstaat sichern und Leistung belohnen", sagte IAB-Forscher Jonas A. Weik.

Die Ergebnisse basieren auf der Online-Personenbefragung "Arbeiten und Leben in Deutschland" (IAB-OPAL) mit mehr als 5.000 Teilnehmern zwischen 18 und 65 Jahren./dm/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend