"Nie jemand gesagt, dass er fälschen oder veruntreuen soll"
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Braun im Verein mit Ex-Vertriebsvorstand Marsalek und weiteren Komplizen die Wirecard-Bilanzen über Jahre mit Hilfe nicht vorhandener Umsätze und Gewinne fälschte und so die kreditgebenden Banken betrog.
Braun dagegen argumentiert, dass Marsalek und dessen Bande zwei Milliarden Euro veruntreut hätten und den Konzern nur benutzten, um unter der Hand Geschäfte auf eigene Rechnung zu betreiben. "Ich habe nie jemand gesagt, dass er etwas fälschen oder veruntreuen soll", sagte der um Fassung ringende Braun. Bislang war der Hauptangeklagte in dem seit Dezember 2022 laufenden Prozess nie so emotional aufgetreten.
Richter sieht keine Entlastung Brauns
"Wenn Sie sagen, es gibt eine Tätergruppe, die Veruntreuungen begangen hat, wieso entlastet das Herrn Dr. Braun", fragte dagegen der Vorsitzende Richter Födisch die Verteidigerinnen.
Das bezieht sich darauf, dass Grundlage der Anklage die falschen Bilanzen sind: Der Dax
"Wenn wir es" - das Geld - "gefunden hätten, würden wir uns freuen", warf Staatsanwältin Inga Lemmers ein, die Braun in einem hitzigen Wortgefecht anging: "Immer, wenn es für Sie nicht so gut läuft, kommt eine andere Darstellung." Der österreichische Manager wehrte sich: "Ich bleibe analytisch, und Sie versuchen, hier Polemik zu machen."/cho/DP/men
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