Chinesische Flagge vor Hochhäusern
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dpa-AFX  | 
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Chinas Exportkontrollen sorgen für Probleme in Europa

HORSENS (dpa-AFX) - Chinas Exportkontrollen für begehrte Rohstoffe verursachen große Probleme in der europäischen Industrie. Trotz anhaltender Kommunikation mit den chinesischen Behörden seien bislang nur etwa die Hälfte der nach Peking geschickten Anträge auf Exportgenehmigungen ordnungsgemäß bearbeitet worden, sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic bei einem informellen Ministertreffen im dänischen Horsens. Dies erschwere die Planung und Geschäftsentwicklung von Unternehmen erheblich.

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Insbesondere von Autoherstellern erhalte man zahlreiche besorgte Anrufe, ergänzte der EU-Kommissar. Chinas Exportkontrollen seien ungerechtfertigt.

Sorgen bereitet den Unternehmen nach Angaben von Sefcovic besonderes die Versorgung mit seltenen Erden, für die China in der vergangenen Woche noch einmal eine Ausweitung der Exportkontrollen angekündigt hatte.

Rohstoffe werden dringend gebraucht

Die Rohstoffe und daraus gefertigte Magnete werden in der Industrie sowie der Hightech- und Rüstungsbranche benötigt. Sie stecken in zahlreichen Produkten von Elektromotoren, Halbleitern bis hin zu Turbinen.

Die jetzt erfolgte, deutlich ausgeweitete Regelung verschärfe die Lage weiter, erklärte Sefcovic. Zudem beziehe sie auch weitere Produkte wie Batterien oder künstliche Diamanten ein.

Nach Angaben des EU-Kommissars will er die Probleme nun in einer Videokonferenz mit dem chinesischen Handelsminister thematisieren, die vermutlich Anfang nächster Woche organisiert werden soll. Zudem habe er bereits erste Gespräche mit einigen Kollegen aus der G7-Gruppe der großen demokratischen Wirtschaftsnationen geführt, darunter auch mit amerikanischen.

Thema bei G7-Treffen

An diesem Mittwoch solle die Lage auch von den G7-Finanzministern besprochen werden. Danach könnte es eine Schalte der G7-Handelsminister zu diesem Thema geben.

Chinas Ankündigung verschärfter Exportkontrollen hatte in der vergangenen Woche bereits zu einer Eskalation des Handelsstreits mit den USA geführt. US-Präsident Donald Trump ließ daraufhin mitteilen, weitere Zölle in Höhe von 100 Prozent gegen chinesische Produkte ab 1. November erheben zu wollen. Die USA haben China schon eine Weile mit weitreichenden Exportbeschränkungen für Hochleistungschips belegt. Zudem schwelt zwischen beiden Seiten ein Zollstreit.

Daran beteiligt ist indirekt auch die EU. Die EU-Kommission hatte jüngst angekündigt, die heimische Stahlindustrie mit deutlich höheren Zöllen vor billiger Konkurrenz aus Ländern wie China schützen zu wollen./aha/DP/mis

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