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Softing Aktie

Aktie
WKN:  517800 ISIN:  DE0005178008 Branche:  IT-Dienste Land:  Deutschland
2,78 €
+0,02 €
+0,72%
09:02:38 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
27,16 Mio. €
Streubesitz
24,72%
KGV
-17,11
Dividende
0,13 €
Dividendenrendite
4,81%
Softing Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die börsennotierte Softing AG mit Sitz in Haar bei München ist ein spezialisierter Anbieter von Industrie- und Automobilkommunikation sowie von Netzwerktestsystemen für industrielle IT- und OT-Infrastrukturen. Das Unternehmen adressiert zentrale Segmente der digitalen Transformation in der industriellen Fertigung, in der Prozessautomation und im Automobilsektor. Softing entwickelt Hard- und Softwarelösungen, mit denen Maschinen, Steuerungen, Fahrzeuge und Netzwerke zuverlässig Daten austauschen, überwachen und analysieren können. Im Zentrum des Geschäftsmodells stehen robuste, langzyklische B2B-Kundenbeziehungen und ein hoher Anteil an wiederkehrenden Umsätzen durch Service, Lizenzen und Software-Updates. Die Softing-Aktie ist im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert, was erhöhte Transparenz- und Governance-Anforderungen impliziert.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Softing agiert als Technologieanbieter für industrielle Kommunikation, Automobil-Diagnose und Netzwerk-Performance. Das Geschäftsmodell basiert auf drei Säulen: Entwicklung proprietärer Kommunikations- und Diagnosetechnologien, Vertrieb standardisierter Produkte über ein globales Partner- und Direktvertriebsnetz sowie kundenspezifische Engineering- und Integrationsleistungen. Die Gesellschaft verbindet Embedded-Hardware, Protokoll-Stacks, Middleware und Konfigurationssoftware zu integrierten Lösungen, die sich in bestehende Automatisierungs- und IT-Architekturen einbetten lassen. Wertschöpfung entsteht durch hohe Spezialisierung in Feldbussystemen, Industrial Ethernet, OPC UA, PROFINET, PROFIBUS, CAN, Automotive-Ethernet und anderen Kommunikationsstandards. Die Produkte sind häufig sicherheits- und verfügbarkeitskritisch, wodurch qualitätsgetriebene Margen und langfristige Einsatzdauern erreicht werden. Softing adressiert primär OEMs, Systemintegratoren, Automatisierer, Automobilhersteller, Zulieferer und Betreiber komplexer Produktionsanlagen.

Mission und strategische Leitlinie

Die Mission von Softing lässt sich als Ermöglichung sicherer, durchgängiger und effizienter Datenkommunikation zwischen Maschinen, Fahrzeugen und IT-Systemen beschreiben. Ziel ist es, industrielle Digitalisierung und vernetzte Mobilität zu unterstützen, indem Kommunikationsbarrieren zwischen proprietären Protokollen, Steuerungen und Cloud-Plattformen abgebaut werden. Softing positioniert sich als verlässlicher Partner für Industrial Connectivity, Automobil-Diagnose und Netzwerk-Transparenz entlang des gesamten Lebenszyklus von Anlagen und Fahrzeugen. Die Strategie zielt auf technologischen Vorsprung in Nischenmärkten, Ausbau von Software- und Plattformanteilen, Verstärkung wiederkehrender Erträge und internationale Skalierung ausgewählter Produktlinien. Nachhaltigkeit zeigt sich vor allem in der Verlängerung von Lebenszyklen bestehender Anlagen über Retrofit-Lösungen und in der Erhöhung von Energieeffizienz durch bessere Datennutzung.

Produkte und Dienstleistungen

Das Portfolio von Softing umfasst Hard- und Softwarelösungen für industrielle Kommunikation, Fahrzeugdiagnose und Netzwerkdiagnostik. Zentrale Produktgruppen sind:
  • Gateways, Protokollkonverter und Kommunikationsmodule zur Kopplung unterschiedlicher Feldbus- und Industrial-Ethernet-Systeme
  • OPC-Server, OPC-UA-Toolkit und Middleware für die vertikale Integration von Shopfloor-Daten in MES-, ERP- und Cloud-Systeme
  • Embedded-Komponenten und Software-Stacks für Steuerungs- und Gerätehersteller
  • Diagnose- und Testsysteme für Fahrzeugnetzwerke, inklusive Interfaces für CAN, LIN, FlexRay und Automotive-Ethernet
  • Netzwerktester, Monitoring- und Analysewerkzeuge für industrielle Ethernet- und IT/OT-Infrastrukturen
  • Konfigurations- und Engineering-Tools für Automatisierungs- und Kommunikationslösungen
Ergänzend bietet Softing Dienstleistungen wie Consulting, Systemintegration, kundenspezifische Entwicklungsprojekte, Schulungen und technischen Support. Ein wachsender Anteil des Angebots basiert auf Softwarelizenzen, Firmware-Updates und Langzeit-Supportverträgen, was zu planbareren Ertragsstrukturen führt.

Business Units und organisatorische Struktur

Softing gliedert sein operatives Geschäft im Wesentlichen in drei Geschäftseinheiten:
  • Industrial: Lösungen für industrielle Automatisierung, Prozessautomation, Energie- und Gebäudetechnik. Fokus auf industrieller Kommunikation, Feldbus- und Ethernet-Connectivity, OPC-UA-Integration, Edge-Connectivity und Cloud-Anbindung.
  • Automotive: Produkte und Systeme für Fahrzeugdiagnose, Test und Validierung elektronischer Steuergeräte sowie Infrastruktursoftware für Entwicklungs- und End-of-Line-Prüfstände. Kunden sind OEMs, Zulieferer und Entwicklungsdienstleister.
  • IT Networks: Messtechnik, Analyse- und Zertifizierungstools für industrielle Ethernet- und IT-Netzwerke. Zielgruppe sind Betreiber, Planer und Installateure kritischer Kommunikationsinfrastrukturen in Industrie, Rechenzentren und Gebäuden.
Diese Segmentierung ermöglicht eine fokussierte Marktbearbeitung, gleichzeitig aber auch die Nutzung von Synergien bei Technologieplattformen und Entwicklungsressourcen.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Softing weist mehrere potenzielle Alleinstellungsmerkmale auf. Erstens verfügt das Unternehmen über langjährige Expertise in der Umsetzung und Zertifizierung industrieller Kommunikationsstandards, was sich in ausgereiften Protokoll-Stacks und bewährter Interoperabilität zeigt. Zweitens vereint Softing industrielle Kommunikation, Automobil-Diagnose und Netzwerkanalyse unter einem Dach, wodurch Know-how-Transfer und Cross-Selling-Potenziale entstehen. Drittens ist die Produktstrategie stark auf Standardkonformität und Integrationsfähigkeit ausgerichtet, was die Einbindung in heterogene Bestandslandschaften erleichtert. Als Burggräben wirken unter anderem:
  • hohe Wechselkosten für Kunden aufgrund tief integrierter Kommunikations- und Diagnoselösungen
  • langjährige Qualifikations- und Freigabeprozesse in der Automobil- und Industrieelektronik
  • ein über Jahre aufgebautes Partnernetzwerk mit Automatisierungs- und IT-Herstellern
  • umfangreiche Domänenerfahrung mit Legacy-Protokollen und Brownfield-Anlagen
Gleichzeitig ist der Markt fragmentiert und technologisch dynamisch, sodass diese Moats regelmäßig durch Innovation und Standardpflege verteidigt werden müssen.

Wettbewerbsumfeld

Softing steht im Wettbewerb mit globalen Automatisierungs- und Messtechnikunternehmen sowie spezialisierten Nischenanbietern. Im Bereich industrielle Kommunikation konkurriert das Unternehmen indirekt mit Konzernen wie Siemens, Schneider Electric, Rockwell Automation und verschiedenen Feldbus- und Industrial-Ethernet-Spezialisten. Im OPC- und Connectivity-Umfeld treten neben großen Automatisierern auch fokussierte Softwarehäuser auf. Im Automotive-Segment konkurriert Softing mit Anbietern von Diagnosetools und Steuergerätetestsystemen, darunter internationale Elektronik- und Engineeringfirmen. Im Segment IT Networks steht das Unternehmen im Wettbewerb mit Herstellern von Kupfer- und Glasfasertestern, Netzwerk-Analysetools und OT-Sicherheitslösungen. Softing fokussiert sich auf Nischen mit hoher technischer Komplexität und setzt auf Spezialisierung, Standardkompetenz und langfristige Kundenbeziehungen als Differenzierungshebel gegenüber größeren, breiter aufgestellten Wettbewerbern.

Management und Unternehmensstrategie

Die Softing AG wird von einem Vorstand geführt, der sich traditionell aus technologieerfahrenen Managern mit Hintergrund in Automatisierungstechnik, Informatik und Elektronik zusammensetzt und von einem Aufsichtsrat mit industrie- und kapitalmarkterfahrener Besetzung kontrolliert wird. Strategische Schwerpunkte bilden die Stärkung der drei Kerngeschäftsbereiche, die Erhöhung des Software- und Lizenzanteils sowie die konsequente Ausrichtung auf industrielle Digitalisierung, Industrial Internet of Things und vernetzte Mobilität. Das Management verfolgt eine selektive Internationalisierungsstrategie mit Präsenz in wichtigen Industrieregionen Europas, Nordamerikas und Asiens, typischerweise über Tochtergesellschaften, Vertriebsniederlassungen und Partner. Akquisitionen und Portfolioergänzungen dienen vorrangig der Technologie- und Markterweiterung in angrenzenden Nischenmärkten. Governance-seitig unterliegt Softing als Prime-Standard-Emittent strengen Publizitäts- und Compliance-Vorgaben, was für konservative Anleger hinsichtlich Transparenz und Reporting relevant ist.

Branchen- und Regionalanalyse

Softing ist in zyklischen, aber strukturell wachsenden Technologie- und Investitionsgüterbranchen tätig. In der industriellen Automation profitiert das Unternehmen von Trends wie Industrie 4.0, IIoT, Edge Computing und Cloud-Integration. Globale Wettbewerbsintensität, Standardisierungsdynamik und zunehmende IT/OT-Konvergenz prägen das Umfeld. In der Automobilindustrie wirken Elektrifizierung, Software-Defined Vehicle, vernetzte Fahrzeuge und ADAS-Systeme als Treiber für komplexere Diagnoselösungen, gleichzeitig belasten Transformationskosten und Modellzyklen die Planbarkeit von Budgets. Das Segment IT Networks bewegt sich im Spannungsfeld wachsender Anforderungen an Netzwerkverfügbarkeit, -sicherheit und -transparenz insbesondere in kritischen Infrastrukturen und in der Industrie. Regional ist Softing stark in Europa verankert, insbesondere im deutschsprachigen Raum, adressiert jedoch auch Nordamerika und Asien über eigene Standorte und Partnerstrukturen. Damit ist das Unternehmen sowohl Chancen als auch Risiken globaler Investitions- und Währungszyklen ausgesetzt.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Softing wurde in den 1970er-Jahren als technologieorientiertes Unternehmen im Umfeld industrieller Kommunikation gegründet und entwickelte sich zunächst als Spezialist für Schnittstellen- und Feldbuslösungen. Mit der Verbreitung digitaler Automatisierungstechnik und der Standardisierung von Feldbussen wie PROFIBUS und später Industrial Ethernet erschloss Softing systematisch neue Protokolle und Anwendungsfelder. In den Folgejahrzehnten kamen Geschäftseinheiten für Automotive-Diagnose und Netzwerktechnik hinzu. Schrittweise Internationalisierung sowie die Notierung im regulierten Markt erhöhten Sichtbarkeit und Finanzierungsspielräume. Die Unternehmenshistorie ist von fokussierten Zukäufen, der Integration ergänzender Technologieportfolios und einer zunehmenden Ausrichtung auf Software, Middleware und Toolketten geprägt. Softing hat sich von einem Interface-Anbieter zu einem Anbieter umfassender Connectivity- und Diagnoselösungen entlang des Lebenszyklus industrieller Anlagen und Fahrzeuge entwickelt.

Besonderheiten und spezifische Stärken

Eine Besonderheit von Softing ist die enge Verknüpfung von OT-Kompetenz in der Fabrikautomation mit IT- und Netzwerkwissen. Dadurch kann das Unternehmen Lösungen für die Brücke zwischen Shopfloor, Engineering-Tools und übergeordneten IT-Systemen bereitstellen. Softing arbeitet eng in nationalen und internationalen Gremien zur Standardisierung industrieller Kommunikation mit, was Wissen über künftige Protokollerweiterungen und Interoperabilitätsanforderungen ermöglicht. Das Unternehmen pflegt zudem langfristige Partnerschaften mit führenden Automatisierungs- und Automobilherstellern, wodurch es frühzeitig Einblick in neue Anforderungen und Plattformwechsel erhält. Für Kunden ist relevant, dass Softing auf die Integration in heterogene Brownfield-Umgebungen spezialisiert ist, was im Kontext von Industrie 4.0 und Retrofit-Projekten einen Anwendungsfokus darstellt.

Chancen eines Investments aus konservativer Sicht

Für konservative Anleger ergeben sich potenzielle Chancen vor allem aus der Positionierung von Softing in strukturell relevanten Technologiefeldern. Industrie 4.0, Digitalisierung von Produktionsanlagen, steigende Datenmengen in OT-Netzwerken sowie zunehmende Elektronik- und Softwareanteile in Fahrzeugen erhöhen langfristig den Bedarf an zuverlässiger Kommunikation, Diagnose und Netzwerktest. Softing adressiert diese Wachstumsfelder mit etablierten Produktlinien und langjähriger Kundenbasis. Die Fokussierung auf industrielle B2B-Kunden, hohe Eintrittsbarrieren in sicherheitskritischen Anwendungen und ein signifikanter Software- und Serviceanteil können mittelfristig zu stabileren Cashflows beitragen als in rein hardwareorientierten Geschäftsmodellen. Die Prime-Standard-Notierung sorgt für erhöhte Berichtspflichten und kann für Anleger mit hohem Wert auf Transparenz vorteilhaft sein. Zudem bieten Nischenmärkte mit hoher technischer Komplexität grundsätzlich Potenzial für überdurchschnittliche Margen, sofern technologische Relevanz und Kundennutzen dauerhaft gesichert werden.

Risiken und Unsicherheiten für Anleger

Dem stehen relevante Risiken gegenüber, die konservative Anleger berücksichtigen sollten. Softing agiert in kapitalintensiven, innovationsgetriebenen Märkten, in denen technologische Sprünge, neue Kommunikationsstandards oder veränderte IT/OT-Architekturen bestehende Produkte teilweise entwerten können. Die starke Fokussierung auf Industrie- und Automobilkunden macht das Unternehmen anfällig für Investitionszyklen, Konjunkturschwankungen, Strukturbrüche im Automobilsektor und Budgetverschiebungen bei Großkunden. Als vergleichsweise kleiner Anbieter steht Softing in Konkurrenz zu globalen Konzernen mit größeren F&E-Budgets und Vertriebsressourcen, was Preisdruck und Margenrisiken erzeugt. Zudem können Integrationsrisiken bei Zukäufen, Fachkräftemangel im Bereich Embedded- und Kommunikationstechnik sowie regulatorische Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz die Komplexität des Geschäfts erhöhen. Für Anleger bedeuten diese Faktoren, dass Chancen aus dem strukturellen Digitalisierungstrend stets gegen technologische, zyklische und wettbewerbsbedingte Unsicherheiten abgewogen werden müssen, ohne dass sich daraus eine unmittelbare Anlageempfehlung ableiten lässt.

Kursdaten

Geld/Brief 2,72 € / 2,80 €
Spread +2,94%
Schluss Vortag 2,76 €
Gehandelte Stücke 739
Tagesvolumen Vortag 10,96 €
Tagestief 2,78 €
Tageshoch 2,78 €
52W-Tief 2,58 €
52W-Hoch 4,24 €
Jahrestief 2,68 €
Jahreshoch 2,78 €

News

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11.12.25
Nebenwerte-Magazin.com


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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 95,06 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 0,50 €
Jahresüberschuss in Mio. -0,91 €
Umsatz je Aktie 9,58 €
Gewinn je Aktie -0,18 €
Gewinnrendite -1,62%
Umsatzrendite -
Return on Investment -0,79%
Marktkapitalisierung in Mio. 30,57 €
KGV (Kurs/Gewinn) -17,11
KBV (Kurs/Buchwert) 0,55
KUV (Kurs/Umsatz) 0,32
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote +48,70%

Derivate

Hebelprodukte (1)
Faktor-Zertifikate 1

Dividenden Historie

Datum Dividende
09.05.2024 0,13 €
06.05.2021 0,040 €
07.05.2020 0,040 €
09.05.2019 0,13 €
10.05.2018 0,13 €
04.05.2017 0,20 €
05.05.2016 0,15 €
07.05.2015 0,25 €
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Prognose & Kursziel

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Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 2,74 € +2,24%
2,68 € 09:30
Frankfurt 2,70 € +3,85%
2,60 € 08:01
Hamburg 2,70 € +3,85%
2,60 € 08:16
München 2,70 € +0,75%
2,68 € 08:00
Stuttgart 2,76 € +2,22%
2,70 € 11:46
Xetra 2,78 € +0,72%
2,76 € 09:02
L&S RT 2,75 € +1,48%
2,71 € 12:14
Tradegate 2,80 € +2,19%
2,74 € 08:29
Quotrix 2,72 € +1,49%
2,68 € 07:27
Gettex 2,72 € -0,73%
2,74 € 12:13
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
06.01.26 2,68 459
05.01.26 2,70 1.290
02.01.26 2,70 0
30.12.25 2,64 847
29.12.25 2,60 10.058
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 2,64 € +1,52%
1 Monat 2,74 € -2,19%
6 Monate 3,50 € -23,43%
1 Jahr 3,20 € -16,25%
5 Jahre 5,48 € -51,09%

Unternehmensprofil Softing AG

Die börsennotierte Softing AG mit Sitz in Haar bei München ist ein spezialisierter Anbieter von Industrie- und Automobilkommunikation sowie von Netzwerktestsystemen für industrielle IT- und OT-Infrastrukturen. Das Unternehmen adressiert zentrale Segmente der digitalen Transformation in der industriellen Fertigung, in der Prozessautomation und im Automobilsektor. Softing entwickelt Hard- und Softwarelösungen, mit denen Maschinen, Steuerungen, Fahrzeuge und Netzwerke zuverlässig Daten austauschen, überwachen und analysieren können. Im Zentrum des Geschäftsmodells stehen robuste, langzyklische B2B-Kundenbeziehungen und ein hoher Anteil an wiederkehrenden Umsätzen durch Service, Lizenzen und Software-Updates. Die Softing-Aktie ist im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert, was erhöhte Transparenz- und Governance-Anforderungen impliziert.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Softing agiert als Technologieanbieter für industrielle Kommunikation, Automobil-Diagnose und Netzwerk-Performance. Das Geschäftsmodell basiert auf drei Säulen: Entwicklung proprietärer Kommunikations- und Diagnosetechnologien, Vertrieb standardisierter Produkte über ein globales Partner- und Direktvertriebsnetz sowie kundenspezifische Engineering- und Integrationsleistungen. Die Gesellschaft verbindet Embedded-Hardware, Protokoll-Stacks, Middleware und Konfigurationssoftware zu integrierten Lösungen, die sich in bestehende Automatisierungs- und IT-Architekturen einbetten lassen. Wertschöpfung entsteht durch hohe Spezialisierung in Feldbussystemen, Industrial Ethernet, OPC UA, PROFINET, PROFIBUS, CAN, Automotive-Ethernet und anderen Kommunikationsstandards. Die Produkte sind häufig sicherheits- und verfügbarkeitskritisch, wodurch qualitätsgetriebene Margen und langfristige Einsatzdauern erreicht werden. Softing adressiert primär OEMs, Systemintegratoren, Automatisierer, Automobilhersteller, Zulieferer und Betreiber komplexer Produktionsanlagen.

Mission und strategische Leitlinie

Die Mission von Softing lässt sich als Ermöglichung sicherer, durchgängiger und effizienter Datenkommunikation zwischen Maschinen, Fahrzeugen und IT-Systemen beschreiben. Ziel ist es, industrielle Digitalisierung und vernetzte Mobilität zu unterstützen, indem Kommunikationsbarrieren zwischen proprietären Protokollen, Steuerungen und Cloud-Plattformen abgebaut werden. Softing positioniert sich als verlässlicher Partner für Industrial Connectivity, Automobil-Diagnose und Netzwerk-Transparenz entlang des gesamten Lebenszyklus von Anlagen und Fahrzeugen. Die Strategie zielt auf technologischen Vorsprung in Nischenmärkten, Ausbau von Software- und Plattformanteilen, Verstärkung wiederkehrender Erträge und internationale Skalierung ausgewählter Produktlinien. Nachhaltigkeit zeigt sich vor allem in der Verlängerung von Lebenszyklen bestehender Anlagen über Retrofit-Lösungen und in der Erhöhung von Energieeffizienz durch bessere Datennutzung.

Produkte und Dienstleistungen

Das Portfolio von Softing umfasst Hard- und Softwarelösungen für industrielle Kommunikation, Fahrzeugdiagnose und Netzwerkdiagnostik. Zentrale Produktgruppen sind:
  • Gateways, Protokollkonverter und Kommunikationsmodule zur Kopplung unterschiedlicher Feldbus- und Industrial-Ethernet-Systeme
  • OPC-Server, OPC-UA-Toolkit und Middleware für die vertikale Integration von Shopfloor-Daten in MES-, ERP- und Cloud-Systeme
  • Embedded-Komponenten und Software-Stacks für Steuerungs- und Gerätehersteller
  • Diagnose- und Testsysteme für Fahrzeugnetzwerke, inklusive Interfaces für CAN, LIN, FlexRay und Automotive-Ethernet
  • Netzwerktester, Monitoring- und Analysewerkzeuge für industrielle Ethernet- und IT/OT-Infrastrukturen
  • Konfigurations- und Engineering-Tools für Automatisierungs- und Kommunikationslösungen
Ergänzend bietet Softing Dienstleistungen wie Consulting, Systemintegration, kundenspezifische Entwicklungsprojekte, Schulungen und technischen Support. Ein wachsender Anteil des Angebots basiert auf Softwarelizenzen, Firmware-Updates und Langzeit-Supportverträgen, was zu planbareren Ertragsstrukturen führt.

Business Units und organisatorische Struktur

Softing gliedert sein operatives Geschäft im Wesentlichen in drei Geschäftseinheiten:
  • Industrial: Lösungen für industrielle Automatisierung, Prozessautomation, Energie- und Gebäudetechnik. Fokus auf industrieller Kommunikation, Feldbus- und Ethernet-Connectivity, OPC-UA-Integration, Edge-Connectivity und Cloud-Anbindung.
  • Automotive: Produkte und Systeme für Fahrzeugdiagnose, Test und Validierung elektronischer Steuergeräte sowie Infrastruktursoftware für Entwicklungs- und End-of-Line-Prüfstände. Kunden sind OEMs, Zulieferer und Entwicklungsdienstleister.
  • IT Networks: Messtechnik, Analyse- und Zertifizierungstools für industrielle Ethernet- und IT-Netzwerke. Zielgruppe sind Betreiber, Planer und Installateure kritischer Kommunikationsinfrastrukturen in Industrie, Rechenzentren und Gebäuden.
Diese Segmentierung ermöglicht eine fokussierte Marktbearbeitung, gleichzeitig aber auch die Nutzung von Synergien bei Technologieplattformen und Entwicklungsressourcen.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Softing weist mehrere potenzielle Alleinstellungsmerkmale auf. Erstens verfügt das Unternehmen über langjährige Expertise in der Umsetzung und Zertifizierung industrieller Kommunikationsstandards, was sich in ausgereiften Protokoll-Stacks und bewährter Interoperabilität zeigt. Zweitens vereint Softing industrielle Kommunikation, Automobil-Diagnose und Netzwerkanalyse unter einem Dach, wodurch Know-how-Transfer und Cross-Selling-Potenziale entstehen. Drittens ist die Produktstrategie stark auf Standardkonformität und Integrationsfähigkeit ausgerichtet, was die Einbindung in heterogene Bestandslandschaften erleichtert. Als Burggräben wirken unter anderem:
  • hohe Wechselkosten für Kunden aufgrund tief integrierter Kommunikations- und Diagnoselösungen
  • langjährige Qualifikations- und Freigabeprozesse in der Automobil- und Industrieelektronik
  • ein über Jahre aufgebautes Partnernetzwerk mit Automatisierungs- und IT-Herstellern
  • umfangreiche Domänenerfahrung mit Legacy-Protokollen und Brownfield-Anlagen
Gleichzeitig ist der Markt fragmentiert und technologisch dynamisch, sodass diese Moats regelmäßig durch Innovation und Standardpflege verteidigt werden müssen.

Wettbewerbsumfeld

Softing steht im Wettbewerb mit globalen Automatisierungs- und Messtechnikunternehmen sowie spezialisierten Nischenanbietern. Im Bereich industrielle Kommunikation konkurriert das Unternehmen indirekt mit Konzernen wie Siemens, Schneider Electric, Rockwell Automation und verschiedenen Feldbus- und Industrial-Ethernet-Spezialisten. Im OPC- und Connectivity-Umfeld treten neben großen Automatisierern auch fokussierte Softwarehäuser auf. Im Automotive-Segment konkurriert Softing mit Anbietern von Diagnosetools und Steuergerätetestsystemen, darunter internationale Elektronik- und Engineeringfirmen. Im Segment IT Networks steht das Unternehmen im Wettbewerb mit Herstellern von Kupfer- und Glasfasertestern, Netzwerk-Analysetools und OT-Sicherheitslösungen. Softing fokussiert sich auf Nischen mit hoher technischer Komplexität und setzt auf Spezialisierung, Standardkompetenz und langfristige Kundenbeziehungen als Differenzierungshebel gegenüber größeren, breiter aufgestellten Wettbewerbern.

Management und Unternehmensstrategie

Die Softing AG wird von einem Vorstand geführt, der sich traditionell aus technologieerfahrenen Managern mit Hintergrund in Automatisierungstechnik, Informatik und Elektronik zusammensetzt und von einem Aufsichtsrat mit industrie- und kapitalmarkterfahrener Besetzung kontrolliert wird. Strategische Schwerpunkte bilden die Stärkung der drei Kerngeschäftsbereiche, die Erhöhung des Software- und Lizenzanteils sowie die konsequente Ausrichtung auf industrielle Digitalisierung, Industrial Internet of Things und vernetzte Mobilität. Das Management verfolgt eine selektive Internationalisierungsstrategie mit Präsenz in wichtigen Industrieregionen Europas, Nordamerikas und Asiens, typischerweise über Tochtergesellschaften, Vertriebsniederlassungen und Partner. Akquisitionen und Portfolioergänzungen dienen vorrangig der Technologie- und Markterweiterung in angrenzenden Nischenmärkten. Governance-seitig unterliegt Softing als Prime-Standard-Emittent strengen Publizitäts- und Compliance-Vorgaben, was für konservative Anleger hinsichtlich Transparenz und Reporting relevant ist.

Branchen- und Regionalanalyse

Softing ist in zyklischen, aber strukturell wachsenden Technologie- und Investitionsgüterbranchen tätig. In der industriellen Automation profitiert das Unternehmen von Trends wie Industrie 4.0, IIoT, Edge Computing und Cloud-Integration. Globale Wettbewerbsintensität, Standardisierungsdynamik und zunehmende IT/OT-Konvergenz prägen das Umfeld. In der Automobilindustrie wirken Elektrifizierung, Software-Defined Vehicle, vernetzte Fahrzeuge und ADAS-Systeme als Treiber für komplexere Diagnoselösungen, gleichzeitig belasten Transformationskosten und Modellzyklen die Planbarkeit von Budgets. Das Segment IT Networks bewegt sich im Spannungsfeld wachsender Anforderungen an Netzwerkverfügbarkeit, -sicherheit und -transparenz insbesondere in kritischen Infrastrukturen und in der Industrie. Regional ist Softing stark in Europa verankert, insbesondere im deutschsprachigen Raum, adressiert jedoch auch Nordamerika und Asien über eigene Standorte und Partnerstrukturen. Damit ist das Unternehmen sowohl Chancen als auch Risiken globaler Investitions- und Währungszyklen ausgesetzt.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Softing wurde in den 1970er-Jahren als technologieorientiertes Unternehmen im Umfeld industrieller Kommunikation gegründet und entwickelte sich zunächst als Spezialist für Schnittstellen- und Feldbuslösungen. Mit der Verbreitung digitaler Automatisierungstechnik und der Standardisierung von Feldbussen wie PROFIBUS und später Industrial Ethernet erschloss Softing systematisch neue Protokolle und Anwendungsfelder. In den Folgejahrzehnten kamen Geschäftseinheiten für Automotive-Diagnose und Netzwerktechnik hinzu. Schrittweise Internationalisierung sowie die Notierung im regulierten Markt erhöhten Sichtbarkeit und Finanzierungsspielräume. Die Unternehmenshistorie ist von fokussierten Zukäufen, der Integration ergänzender Technologieportfolios und einer zunehmenden Ausrichtung auf Software, Middleware und Toolketten geprägt. Softing hat sich von einem Interface-Anbieter zu einem Anbieter umfassender Connectivity- und Diagnoselösungen entlang des Lebenszyklus industrieller Anlagen und Fahrzeuge entwickelt.

Besonderheiten und spezifische Stärken

Eine Besonderheit von Softing ist die enge Verknüpfung von OT-Kompetenz in der Fabrikautomation mit IT- und Netzwerkwissen. Dadurch kann das Unternehmen Lösungen für die Brücke zwischen Shopfloor, Engineering-Tools und übergeordneten IT-Systemen bereitstellen. Softing arbeitet eng in nationalen und internationalen Gremien zur Standardisierung industrieller Kommunikation mit, was Wissen über künftige Protokollerweiterungen und Interoperabilitätsanforderungen ermöglicht. Das Unternehmen pflegt zudem langfristige Partnerschaften mit führenden Automatisierungs- und Automobilherstellern, wodurch es frühzeitig Einblick in neue Anforderungen und Plattformwechsel erhält. Für Kunden ist relevant, dass Softing auf die Integration in heterogene Brownfield-Umgebungen spezialisiert ist, was im Kontext von Industrie 4.0 und Retrofit-Projekten einen Anwendungsfokus darstellt.

Chancen eines Investments aus konservativer Sicht

Für konservative Anleger ergeben sich potenzielle Chancen vor allem aus der Positionierung von Softing in strukturell relevanten Technologiefeldern. Industrie 4.0, Digitalisierung von Produktionsanlagen, steigende Datenmengen in OT-Netzwerken sowie zunehmende Elektronik- und Softwareanteile in Fahrzeugen erhöhen langfristig den Bedarf an zuverlässiger Kommunikation, Diagnose und Netzwerktest. Softing adressiert diese Wachstumsfelder mit etablierten Produktlinien und langjähriger Kundenbasis. Die Fokussierung auf industrielle B2B-Kunden, hohe Eintrittsbarrieren in sicherheitskritischen Anwendungen und ein signifikanter Software- und Serviceanteil können mittelfristig zu stabileren Cashflows beitragen als in rein hardwareorientierten Geschäftsmodellen. Die Prime-Standard-Notierung sorgt für erhöhte Berichtspflichten und kann für Anleger mit hohem Wert auf Transparenz vorteilhaft sein. Zudem bieten Nischenmärkte mit hoher technischer Komplexität grundsätzlich Potenzial für überdurchschnittliche Margen, sofern technologische Relevanz und Kundennutzen dauerhaft gesichert werden.

Risiken und Unsicherheiten für Anleger

Dem stehen relevante Risiken gegenüber, die konservative Anleger berücksichtigen sollten. Softing agiert in kapitalintensiven, innovationsgetriebenen Märkten, in denen technologische Sprünge, neue Kommunikationsstandards oder veränderte IT/OT-Architekturen bestehende Produkte teilweise entwerten können. Die starke Fokussierung auf Industrie- und Automobilkunden macht das Unternehmen anfällig für Investitionszyklen, Konjunkturschwankungen, Strukturbrüche im Automobilsektor und Budgetverschiebungen bei Großkunden. Als vergleichsweise kleiner Anbieter steht Softing in Konkurrenz zu globalen Konzernen mit größeren F&E-Budgets und Vertriebsressourcen, was Preisdruck und Margenrisiken erzeugt. Zudem können Integrationsrisiken bei Zukäufen, Fachkräftemangel im Bereich Embedded- und Kommunikationstechnik sowie regulatorische Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz die Komplexität des Geschäfts erhöhen. Für Anleger bedeuten diese Faktoren, dass Chancen aus dem strukturellen Digitalisierungstrend stets gegen technologische, zyklische und wettbewerbsbedingte Unsicherheiten abgewogen werden müssen, ohne dass sich daraus eine unmittelbare Anlageempfehlung ableiten lässt.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 27,16 Mio. €
Aktienanzahl 9,84 Mio.
Streubesitz 24,72%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Technologie
Branche IT-Dienste
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+75,28% Weitere
+24,72% Streubesitz

Community-Beiträge zu Softing AG

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Forumteilnehmer diskutieren Umsatz‑ und Ergebnisprognosen für 2026 und vergleichen diese mit 2024/2025, teilen Links zu Berichten und Interviews (unter anderem mit Vorstand Wolfgang Trier) und verweisen damit auf einen teils optimistischen Ausblick für 2026.
  • Mehrere Beiträge zitieren die offiziellen Q3/9‑Monate‑Zahlen und die Unternehmensprognose (Jahresumsatz rund 90 Mio. EUR, erwartetes EBIT −1,5 bis −2,5 Mio. EUR), fragen, ob 2025 mit Gewinn oder Verlust endet, und verweisen auf Kursdaten sowie ein 15‑Jahres‑Tief der Aktie.
  • Parallel dominieren kritische Stimmen zum Management (insbesondere Vorstand Trier), Vorwürfe wiederholter, nicht eingelöster Turnaround‑Versprechen sowie Bedenken hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und konjunktureller Risiken.
Hinweis
Avatar des Verfassers
Netfox
Recht hast du. Softing ist als Aktie durch Trier
ein No-Go. Es läuft bei anderen Firmen auch nicht gut. Aber wenn zusätzlich noch Selbstbedienungsmentalität im Vordergrund steht, sollte man lieber einen großen Bogen um so eine Aktie/Firma machen.
Avatar des Verfassers
zoro de la bourse
Softing „Turnaround-Legende“ 15 Jahre Versprechen
Das Spiel ist vorbei, und die Welt hat sich weitergedreht Immer wieder ... Schuldige finden ... Turnaround-Legende 10 Jahre, 10 Versprechen, 0 Einlösung voller Versprechen, aber immer wieder enttäuscht Jahr für Jahr werden große Versprechen gemacht, Jahr für Jahr gibt es eine neue Story, warum „jetzt alles besser“ werden soll. Doch wenn man zurückblickt, bleibt am Ende nur Ernüchterung. Schon 2015 hieß es, Softing werde mit Innovation und neuen Märkten stark wachsen. Es wurde fleißig zugekauft, die Bilanz aufgebläht, das echte, organische Wachstum blieb aber aus. Dann kam die große Synergie-Story... Die Zukäufe sollten endlich den Ertrag heben, Synergien heben das Ergebnis! Der Goodwill wächst, aber das operative Ergebnis tritt auf der Stelle. Die versprochenen Synergieeffekte? 2017 wurde dann eine starke EBIT-Marge ab 2018 in Aussicht gestellt. Was kam,...Sonderkosten, Einmaleffekte und die Marge? Weiterhin mau. Jedes Jahr wurde der nächste Margenaufschwung nur verschoben. 2018 und 2019 sollte plötzlich die Sparte IT Networks der Wachstumsmotor werden. Auch hier: Immer wieder die gleichen Versprechen, und heute ist der Umsatz dort sogar niedriger als damals! Von einem Wachstumsmotor ist nichts zu sehen. Stattdessen gab es immer neue Prognosen zu Großaufträgen und Produkten, die den Durchbruch bringen sollten. Mal sollte ein Großauftrag alles retten, mal waren es neue High-End-Produkte. Doch entweder haben sich die Projekte verzögert, Aufträge wurden zurückgezogen oder die Konkurrenz war einfach schneller und besser. Im Jahr 2020 dann die nächste Wende: Jetzt sollte ab dem zweiten Halbjahr alles besser werden – doch Corona kam. Die Ausreden wechselten, die Zahlen leider nicht. Die letzten Jahre? Wieder neue Hoffnung: Mit frischem Fokus und neuen Produkten sollen ab 2022 endlich die Umsätze und Ergebnisse sprudeln. Tatsächlich aber gehen die Marktanteile an große Wettbewerber wie Fluke oder HMS verloren, und der Umsatz stagniert. ...geht immer soweiter... 2023 das große Versprechen für 2024, ...Über 105 Millionen Euro Umsatz und ein EBIT von mehr als 4 Millionen. Was ist passiert? Die Prognose wurde wieder kassiert, Umsatz und Ergebnis blieben weit darunter. 2025 gleich das nächste Debakel...Die Prognose für das laufende Jahr wurde erneut nach unten korrigiert, statt Ertragssprung gibt es sogar die Gefahr eines operativen Verlusts. Wer seit 10 Jahren dabei ist, hat viele schöne Geschichten gehört und fast genauso viele Enttäuschungen erlebt. Die Versprechen waren immer groß, die Einlösungen winzig. Am Ende zahlen die Aktionäre die Zeche, während das Management immer neue Hoffnungen schürt. Für mich ist klar, bei Softing sind Versprechen das Einzige, was wirklich geliefert wird,echte Wertschöpfung für die Aktionäre sucht man seit Jahren vergeblich. Wer seit Jahren Softing verfolgt, weiß,... Die Company lebt davon, ihre Rolle als „OEM-Lieferant“ und Engineering-Partner großer Namen wie Porsche, Bosch oder Siemens immer wieder zu betonen. Das klingt gut ,und war vor zehn Jahren vielleicht auch noch ein Wettbewerbsvorteil. Aber die Realität 2024/2025 sieht ganz anders aus. Warum? Ganz einfach: Die Spielregeln in der Elektronikbranche haben sich dramatisch verändert. Früher ging es um klassische Embedded-Elektronik, heute bestimmen Software, KI, Daten und Energie-Management, wo die Musik spielt und da ist Softing längst nicht mehr am Tisch. Softing ist austauschbar geworden ... Porsche & Co. kaufen längst global Porsche, Bosch, Siemens , sie kaufen heute ihre OEM-Elektronik und Software weltweit ein. Wer glaubt, Softing sei da „gesetzt“, irrt. China hat den Markt geflutet mit günstigen, aber technisch sehr guten Modulen (siehe Batterie- und Energiesteuerung: Varta, CATL, BYD machen Tempo, Varta mit Porsche-Projekten nur noch Randnotiz). Porsche/Bosch gehen zu HMS, Hilscher, Procentec oder holen sich Lösungen gleich aus dem Silicon Valley oder Asien. ,...Gab schon alles " Comsoft " ... u.s.w. " Philips Technologie jetzt ASML ... und FLUKE Anstatt 1 Dr,TRier mit Ja Sager...da hat ein Visionär gefehlt bei Softing ...mit Idee , Ziel ...und vernüftige Investoren. Zumindest nicht aus Dividend verdienen , ...sondern aus Technologie Invest ... Selbst Bosch dünnt seine Belegschaft aus und vergibt immer mehr Projekte an Partner mit KI- und Software-Know-how. Fakt...jetzt ... Knaden TISCH Verhandlungen ,... Softing liefert nur, solange sie billiger oder besonders spezifisch sind – und das wird immer seltener. Die Konkurrenz ist technologisch und finanziell meilenweit voraus HMS Networks (Schweden + US Invest Fond), Hilscher (Deutschland), Procentec ( Split HMS und Niederlande, jetzt bei Belden/USA)... Sie setzen die Standards bei Industrial Ethernet, Profinet, Netzwerkmonitoring. Softing? Oft maximal „Me Too“ oder Partner zweiter Reihe. Procentec , ...längst vorbei der Zeit von Technolgie " Treiber " " Fahigkeiten wie van Booma Brüder " ist längst Teil eines US-Konzerns. HMS kauft global zu, setzt Benchmarks bei Gateways und Edge Devices, Softing kann da finanziell gar nicht mehr mithalten. Selbst in Softings Stammgebiet, z. B. Profinet/Ethernet für die Industrie, sind Fluke, Hilscher, Phoenix Contact, Belden und Moxa einfach voraus. Die Digitalisierung – KI, Datenintegration, Cloud – wird von ganz anderen Playern bestimmt. Megatrends: KI, Energiewende, E-Mobility – Softing bleibt außen vor Das große Geld fließt heute in KI, Batterie- und Energiemanagement, vernetzte Cloud-Systeme – alles Bereiche, in denen Softing keine relevante Rolle mehr spielt. Verbrenner? Die Regulatorik macht Schluss, die Budgets wandern in E-Mobilität, Batteriesysteme, smarte Software. Bosch, Porsche, sogar Siemens suchen sich KI-Start-ups, Big Tech-Partner oder kaufen gleich in China ein. Softing bleibt bei Insellösungen hängen, die immer weniger gefragt sind. Eigenständige Innovationskraft... Fehlanzeige Softing hat sich die letzten Jahre vor allem über Zukäufe gerettet echte Durchbrüche oder Standards aus eigener Kraft? Nicht mehr da. Die Mittel fehlen, die Vision auch. Wer jetzt noch glaubt, dass Softing als kleiner deutscher Nischenplayer die Regeln in der Elektronik- oder Softwarewelt mitbestimmt, der sollte mal auf die aktuellen Veränderungen im Markt schauen. Wer heute in Electronics und OEM-Märkte investiert, sollte sich nicht von deutschen Nostalgie-Storys blenden lassen – die Zukunft wird längst von echten Champions wie ASML, HMS oder Hilscher geschrieben, während Softing nur noch am Rand zusehen darf. Marken werden nicht mehr an der Werkbank gemacht, sondern im globalen Innovationslabor – und dort findet Softing längst nicht mehr statt.
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Netfox
Trier ist nicht minder- sondern hochbegabt!
Es gibt wohl nur sehr wenige, die für so wenig Erfolg seit Jahren so viel Geld nach Hause bringen dürfen. Und Softing hat trotz des heutigen Kurssturzes immernoch eine knapp positive Jahresperformance, was doch recht viele Nebenwerte nicht geschafft haben.
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Scansoft
Das letzte was der kürzen
wird ist sein Performance Bonus. Der Laden ist nur noch ein einziges Trauerspiel. Sehr Schade.
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
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Katjuscha
na ja, so einfach ist es bei Balda
nun auch wieder nicht. Wenn TPK gut lief, wird das vorbörslich oder beim ersten Xetra-Kurs eingepreist und die weitere Entwicklung hängt dann an anderen Dingen. Balda war nur deshalb leicht zu traden, weil man halt fundamental stark unterbewertet war. Das passt perfekt zu meiner Argumentation von vorhin. Da bin ich bei 4,7-4,8 € rein, als der innere Wert schon bei 9 € lag. Solche Chancen kriegt man selten. Als man sich dann dem inneren Wert auf 15-20% angenähert hat, bin ich raus. Habe aber noch ein Discountzerti über Monate gehalten, was übrigens gestern ausgelaufen ist. Waren leicht verdiente 80% auf die Aktie und 9% auf das Discountzerti und das Zerti war so risikoarm wie kaum ein anderes Zerti, dass ich kenne, da Gap bei 5,5 €. Aber kurzfristiges traden nach TPK hat sicher nicht oft geklappt.
lieber Gras rauchen als Heuschnupfen
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MUA1
Hallo zusammen
plane hier einzusteigen in den nächsten Wochen, über die Fakten zur Firma habe ich dank euren Ausführungen schon einiges an Input gesammelt, beobachte den Kurs allerdings erst ein paar Tage. Wo seht ihr einen guten Einstiegspunkt? Auf dem aktuellen Niveau um 4€? Oder noch etwas abwarten ob das Tief Anfang Juni nochmal getestet wird, evtl sogar etwas tiefer? Wäre über ne kleine Rückmeldung dankbar :)
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Versucher1
Sorry, ... Balda natürlich noch ....
da kannst Du morgens schauen wir TPK lief, ... dahin geht dann meistens auch Balda an dem Tag. Scansoft: Ich setze hier auf demnächst steigende Kurse, denn ich glaube das das Gewinnerzielungs-Potenzial von Softing ist gut und ich glaube und hoffe, dass das demnächst von anderen gesehen wird, die dann kaufen und den Kurs hochdrücken!!! Habe allerdings auch eine Verhaltensregel die da heisst: Wenn eine Aktie sich nicht innert 4 Wochen in die gewünschte Richtung entwickelt ... rausgehen! (Denn: dann stimmte der Reingeh-Zeitpunkt nicht.)
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Scansoft
Abschließend kann man
sagen, dass bei Softing die üblichen Faktoren vorhanden sind, die mittelfristig für steigende Kurse sprechen: - komplexes softwarebasierendes und stark entwicklungslastiges Geschäft, welches von Chinesen nicht einfach zu kopieren ist (klassisch deutsche Domäne) - aus diesem Grund auch hohe EBITDA Margen von ca. 20%, die eine Innenfinanzierung des Wachtums/Forschung sicherstellen - CEO hat sich mit eigenem Geld über 25% Anteile des Unternehmens gekauft, von daher besteht eine sehr hohe Interessenskorrelation Der große kursdrückende Malus war bislang die Zyklik im Autogeschäft. Hier wird nun versucht diese durch die Etablierung eines neuen Segments zu begegnen. Ob dies klappt muss man leider abwarten. Die bisherige bekannte Entwicklung stimmt mich jedenfalls verhalten zuversichtlich. Jedenfalls ist Porsche als Referenzkunde keine Luftnummer
Der dicke Hintern hat an der Börse stets mehr Geld gebracht als der schnelle Finger
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Häufig gestellte Fragen zur Softing Aktie und zum Softing Kurs

Der aktuelle Kurs der Softing Aktie liegt bei 2,78 €.

Für 1.000€ kann man sich 359,71 Softing Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der Softing Aktie beträgt aktuell -2,19%.

Die 1 Jahres-Performance der Softing Aktie beträgt aktuell -16,25%.

Der Aktienkurs der Softing Aktie liegt aktuell bei 2,78 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -2,19% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Softing eine Wertentwicklung von -12,99% aus und über 6 Monate sind es -23,43%.

Das 52-Wochen-Hoch der Softing Aktie liegt bei 4,24 €.

Das 52-Wochen-Tief der Softing Aktie liegt bei 2,58 €.

Das Allzeithoch von Softing liegt bei 29,52 €.

Das Allzeittief von Softing liegt bei 0,99 €.

Die Volatilität der Softing Aktie liegt derzeit bei 51,96%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Softing in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 27,16 Mio. €

Insgesamt sind 9,9 Mio Softing Aktien im Umlauf.

Softing hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Softing gehört zum Sektor IT-Dienste.

Das KGV der Softing Aktie beträgt -17,11.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Softing betrug 95.056.000 €.

Ja, Softing zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 09.05.2024 eine Dividende in Höhe von 0,13 € gezahlt.

Zuletzt hat Softing am 09.05.2024 eine Dividende in Höhe von 0,13 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 4,81%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Softing wurde am 09.05.2024 in Höhe von 0,13 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 4,81%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 09.05.2024. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,13 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.